ALS: An Entstehung beteiligter Botenstoff entdeckt

2. Juli 2010, 13:44

Bei Mäusen milderte die Blockierung von Interleukin-1ß die Entzündung

Berlin - An der Entstehung der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) ist ein bisher unbekannter Botenstoff maßgeblich beteiligt. Die Blockade dieses Stoffes bessert bei Mäusen mit einer ALS-ähnlichen Erkrankung die Motorik und verlängert ihre Lebenserwartung. Bei ALS werden die für die Bewegung verantwortlichen Nervenzellen irreversibel geschädigt. Die Ursache der tödlich endenden Erkrankung, an der vermutlich sowohl erbliche als auch umweltbedingte Faktoren beteiligt sind, ist bisher unbekannt. Nun entdeckten die Forscher des Max-Planck-Instituts für Infektionsbiologie, dass das Enzym Superoxid-Dismutase 1 (SOD1) Entzündungsprozesse reguliert. SOD1 kontrolliert die Aktivität des Enzyms Caspase-1, das wiederum den entzündungsfördernden Botenstoff Interleukin-1ß aktiviert.

Mutationen im SOD1-Gen können eine erblich bedingte ALS auslösen. Zudem weisen ALS-Patienten sowohl Entzündungen als auch eine vermehrte Aktivität des Enzyms Caspase-1 auf. Weitere Tests zeigten, dass ALS mit einer Anhäufung von fehlgefalteten SOD-1-Enzymen in Nervenzellen einhergeht. Die Zelle interpretiert dies als Gefahr und aktiviert Caspase-1, die über Interleukin-1ß eine Entzündung auslöst. Diese zerstört dann die Nervenzellen.

Erhielten Mäuse mit mutiertem SOD1-Gen ein Protein, das Interleukin-1ß blockiert, wurde die Entzündung gemildert, die Symptome waren schwächer, und die Tiere lebten länger. Nun soll eine klinische Studie zeigen, ob die Einnahme eines Interleukin-1ß-Antagonisten auch ALS-Patienten hilft. (APA/apn)

Al Borland
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Und kann das Stephen Hawking helfen?

D.S.1
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bisher unbekannter Botenstoff?

Wieder einmal schlecht recherchiert, meine Herren Journalisten! IL1-beta wurde 1980 entdeckt und bekam damals den Namen Catabolin. Einige Jahre später fand man heraus, dass es sich um eine Subform des IL-1 handelt.

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