Ausnahmewinzer Willi Bründlmayer engagiert sich seit langem als Tiefstapler
Das Restaurant im Innenhof des Weinguts als Heurigen zu verunglimpfen kann nur einem notorischen Tiefstapler einfallen. Aber als solcher engagiert sich der Langenloiser Ausnahmewinzer Willi Bründlmayer bekanntlich seit langem.
Erst verpflichtet er Markus Becker vom multipel behaubten Kloster Und, jetzt macht er sich Sorgen, dass dieser für seine Zwecke "viel zu gut" koche. Damit hat Bründlmayer insofern recht, als ein scharfwürziges Paradeisersorbet zur herausragenden Büffelmozzarella von Robert Paget beim besten Willen nicht als Heurigenkost durchgeht, der butterzarte Rehrücken mit Pfeffer-Erdbeeren und Haselnusssalz ebenso wenig. Weil Bründlmayers Weine, die hier natürlich zu Vorzugspreisen ausgeschenkt werden, nun einmal wie gemacht sind, um zu wirklich gutem Essen kredenzt zu werden, ist man ziemlich schnell sehr froh, dass in diesem Heurigen so erwachsen gekocht wird.
Nicht bloß für Autofahrer und Kinder empfiehlt sich der herausragende Traubensaft des Gutes, der nur gefiltert und nicht pasteurisiert wird, wodurch Aroma und Inhaltsstoffe in ihrer ganzen Wucht wirken können. Im Unterschied zu den Weinen gibt es diesen Bründlmayer nur und ausschließlich hier zu kaufen. (Severin Corti, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 02.07.2010)
Informationen:
Heurigenhof Bründlmayer, Walterstraße 14, 3550 Langenlois
Tel.:
02734/28 83
Öffnungszeiten: Mi-Fr 15-24 Sa-So 12-24 Uhr (Küche bis 22 Uhr)
www.heurigenhof.at