2,1 Milliarden Jahre

Bisher früheste Spuren komplexeren Lebens entdeckt

02. Juli 2010 11:56
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    Foto: cnrs photothèque/a. el albani & a. mazurier

    Computerrendering: Die 2,1 Milliarden alten Gesteinskerben dürften von komplexeren Lebewesen stammen.

In Gabun wurden Mehrzeller-Fossilien in 2,1 Milliarden Jahre alten Tonsedimenten gefunden

Mehrzellige Lebewesen könnte es bereits vor 2,1 Milliarden Jahren gegeben haben und damit rund 100 Millionen Jahre früher als bisher angenommen worden war. Wie ein internationales Forschungsteam um Abderrazak El Albani von der Université de Poitiers in Frankreich nun bekannt gegeben hat, wurden in Gabun entsprechende, gut erhaltene Fossilien gefunden. Die fossilierten Gesteinskerben deuten auf vergleichsweise hoch organisierte, mehrzellige Organismen hin, schreiben die Forscher im Journal "Nature". Insgesamt wurden mehr als 250 Fossilien gefunden, manche zehn bis zwölf Zentimeter groß.

Die Spuren mikrobischen Lebens auf der Erde gehen bis zu 3,45 Milliarden Jahre zurück. Die ersten Lebensformen waren prokaryotische Einzeller, einfache Organismen ohne Zellkern. Bisher galt Grypania spiralis, ein riesiges bakterielles oder Algen-Lebewesen, mit zwei Milliarden Jahren als ältester Kandidat in der Mehrzeller-Kategorie. Etwa 100 der neu entdeckten Fossilien sind inzwischen näher untersucht worden. Mit Hilfe von Isotopenanalysen schlossen die Forscher aus, dass es sich um geologisch-chemische Strukturen handelt. Hochauflösende 3D-Scans ermöglichten eine nicht-invasive räumliche Rekonstruktion der inneren Organisation und der Strukturen. Den Angaben zufolge deuten die Wachstumsmuster auf von den einzelnen Zellen ausgesendete Signale und geordnete Reaktionen hin, also eine Art Kommunikation zwischen den Zellen - ein Kennzeichen für einen mehrzelligen Organismus, statt einer Einzellergemeinschaft. (red)

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tec nine
03.07.2010 21:05
Palins nightmare :)

Inländer Feind
03.07.2010 19:00
..und dahin gehen ir auch wieder zurück wenn wir so weitermachen...

Psychedelic Brain
03.07.2010 15:52

die Borstenrosengürteltierchen

Graf Ologe
03.07.2010 12:53
Endlich weiß ich wie meine Ururgroßmama ausgschaut hat;-)

Der Zeuge vom Jehova meint das sei gelogen, weil Leben erst 6000 Jahre vor Christe aus Lehmpatzen geschöpft wurde.

Er ist nicht davon abzubringen, weil er kennt seine Ururgroßmama von einem Gemälde.

h 90
03.07.2010 14:01

Klar wurde die Welt erst vor 6000 Jahren erschaffen.
Diese Teile vergrabt der Teufel um uns, aeh euch aeh diese Christen in Versuchung zu fuehren.

derPolizist
03.07.2010 01:46

facehugger?

Ava Tar
02.07.2010 14:07
staun..

seit wann wird bei Prokaryonten und Eukaryonten das "n" weggelassen ? Kern auf altgriechisch = karyon, nicht kario

Es heißt ja auch Gymnasion und nicht Gymnasio !?

divis
 
03.07.2010 03:02
Und...

...die Ableitung von "karyon" für Zusammensetzungen ist "karyo" (Karyotyp, Karyokinese etc.).

Das -n ist altgriechisch nur Nominativzeichen, nicht Wortstamm. Und nur den Wortstamm ohne Fallendung zur Wortableitung heranzuziehen ist eigentlich Standard bei aus dem Altgriechisch geschöpften Neologismen.

Das n, das sich bei Eu- und Prokaryonten im Deutschen eingeschlichen hat, ist somit entweder eine Hyperkorrektur oder eine gelehrte Spitzfindigkeit, zusätzlich das eigentlich überflüssige Partizip Präsens onta "seiend" mit in die Wortbildung einfließen zu lassen.

fledermausland
04.07.2010 21:46
keine Ahnung, aber ich glaube dir das mal

Helge Remsgard Remsgard
03.07.2010 12:03

no bumm do kennt si wer aus

rudolf schladming
02.07.2010 18:09

ein anglizismus vermute ich. eukarionten = eukariotes - da verliert man das n.

Doktor Leid
02.07.2010 14:59
seit etwa 40 Jahren, weiß auch nicht warum.

Stoppt den ZENSURWAHN der Politiker - JETZT
02.07.2010 12:37
100mio jahre?

ich dachte eigentlich, dass das alter mittels halbwärtszeit div. moleküle berechnet wird...

sollte es demnach bei 2 milliarden jahren keine aussagekraft geben können, ob da noch irgendwas zwischen 2 und 4 milliarden lag?

gérard
02.07.2010 13:29

ja eh, zb K-Ar-datierung (40K - T1/2: 1,3 mrd a),
Rb-Sr-datierung (87Rb - T1/2: 49 mrd a). beides häufig in der geologie eingesetzt.

Nick Tameer
03.07.2010 11:54

*schluck*

Zinnmo
 
02.07.2010 13:28

Habwertszeitanalysen funktionieren nur bei magmatischen Gesteinen, Fossilien gibt es aber nur in Sedimenten. Wenn ein Sedimentpaket jetzt nicht gerade von Lavaschichten umschlossen wird, ist die genaue Altersbestimmung schwierig. Es gibt einige Hilfsmittel z. B. mit Zirkonen, aber die Unsicherheit bleibt immer. Ab dem Kambrium kann man sich mit Leitfossilien helfen, indem man einmal irgendwo Schichten mit charakteristischen Fossilien datiert, und das dann überträgt. Die angesprochenen Funde sind aber eben noch ein Stück älter.

gérard
02.07.2010 13:42

ja, im originalartikel steht eh mehr. ist also wohl eine indirekte einschätzung aufgrund der O, C und S isotopenverteilung, deren verhältnisse man mit hilfe anderer studien einordnen kann?

Zinnmo
 
02.07.2010 19:21

Die Isotopenanalysen sind zum Nachweis, dass es sich nicht um rein anorganisch gebildete Strukturen. Leben bevorzugt gewisse Isotope vor anderen. Treten die gehäuft auf, ist das Untersuchte wahrscheinlich biogenen Ursprungs. (Ja, ich weiß, es ist eigentlich komplizierter, aber das ist die Kurzfassung. ;) )

Hat mit dem Alter fürs Erste nichts zu tun.

Zinnmo
 
02.07.2010 15:35

Ich tippe auf Zirkone. Die sind sehr hart, und erodieren kaum, deswegen tauchen sie auch in Sandsteinen auf. Diese kann man dann mit Habwertszeitmethoden datieren. Ist schwierig, da Zirkone sehr klein sind und verschieden alte Schalen haben (bei jedem Methamorposezyklus 1 weitere) aber zumindest möglich. Man kann damit zwar nicht das Alter des Sandsteines ermitteln, aber zumindest das Allter der Ausgangsgesteine, aus denen der Sand wurde, der dann wieder zu Sandstein bzw. Tonschiefer verfestigte.

Es gibt aber auch noch einige andere indirekte Methoden. (Darunter sicher auch ein paar, die ich nicht kenne.)

Senator Alvin M. Greene
02.07.2010 12:34

Das ist doch das Ohr von einem Außerirdischen.

Doktor Leid
02.07.2010 13:36
Banause! Es handelt sich selbstverständlich um eine Reliquie der Hl. Thekla!

Regis 1
02.07.2010 14:41
250 fossilien

die hl. thekla muss aber viele ohren gehabt haben ... :-)

Pannonia Jack
02.07.2010 19:54

Vom Kreuz Christi gibt es auch so viele Reliquien, dass man die Arche nachbauen könnte!

Richard Ebner
02.07.2010 16:22
Mal genau hinsehen ...

... es ist nicht das Ohr ;-)

Regis 1
02.07.2010 20:42
naja

diese kolumne wird auch von kindern gelsen ...

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