Finnland baut neue AKWs

01. Juli 2010 19:17

Parlament genehmigte Bau zweier Meiler

Helsinki - Das finnische Parlament hat am Donnerstag die Genehmigung für den Neubau von zwei neuen Atomkraftwerken erteilt. Das Votum fiel eindeutig aus: mit 120 Ja- zu 72 Nein-Stimmen für den geplanten vierten Block des finnischen Konzerns TVO am Standort Olkiluoto sowie mit 121 Ja zu 71 Nein-Stimmen für den Bau eines weiteren AKWs. Dieses soll in Nordfinnland errichtet werden und ist ein Projekt des unter Federführung der deutschen E.ON agierenden Konsortiums Fennovoima. Das Parlament genehmigte außerdem den Bau einer Atommüll-Endlagerstätte.

Vor der Abstimmung demonstrierten mehrere Hundert AKW-Gegner friedlich vor dem finnischen Parlament (Eduskunta). Die Abstimmung wurde kurz unterbrochen, als Atomkraftgegner auf der Tribüne dazwischenriefen und zu singen begannen. Mindestens zwei Personen wurden aus dem Sitzungssaal entfernt.

Das Abstimmungsergebnis war in dieser Form erwartet worden.Die Grünen, die auch an der Regierung beteiligt sind, stimmten geschlossen gegen die neuen Meiler. Die neue Ministerpräsidentin Mari Kiviniemi lobte die Entscheidung. Aus Sicht der Umweltorganisation Greenpeace blockiere das Votum das Vorantreiben erneuerbarer Energien und es zeige, dass das Parlament "jeglichen Kontakt zur Realität verloren" habe. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 95
1 2 3
badlwand
07.08.2010 11:41
unverständlich...

1. desaster beim block 3
(kosten von 3 auf aktuell 5,5 mrd€, verzögerung des betriebes von anfg 2009 auf frühestens 2013, grobe sicherheitsmängel)
2. bevölkerung ist dagegen
3. behindert ausbau alternat. energie in ganz europa (energieüberangebot)

lanz1
 
15.07.2010 13:31
also ich freue mich für die finnen!

denn das pisa-studienland nummer 1 mit einem ach so tollen budget, hat 9,7% arbeitslose, 10%diabetiker, 3 Amokläufe in 10 Jahren(wie romantisch) und haufenweise depressive frühpensionisten mit 570 Euro Pension(und das bei einem sehr hohen lebensstandard.) finnlands jugend führt neben suizid auch bei den alkoholiker-jugendlichen.
wartezeit bei brustkrebs-op 2 jahre. und unsere medien wollen uns dem reichsten land der welt(die meisten frühpensionisten und pensionsjahre auch bei pflegefall, sowie steigende pensionstouristenanzahl an auslandstouristen, wie rumänen, bulgaren etc.) weismachen, dass die finnen mit 70% der bevölkerung an universitätsabgängern ein vorzeigemodell sind. an depperten und depressiven ja. ich freue mich für finnland!!

Zophopas
13.07.2010 17:48
Ich verstehe nicht,

warum sich alle so gegen tatsächlich alternative Energien wehren und lieber die Risiken und Gefahren von Atomkraftwerken auf sich nehmen

h 90
08.08.2010 15:27

Wer wehrt sich gegen alternative Energie (ausser den Gruenen manchmal bei Wind und Flusskraftwerken)?
Nur es rechnet sich halt momentan leider noch nicht.

torch
 
13.07.2010 12:41
Atomivoimaako – ei kiitos!

Der liebe Gott im Himmel
05.07.2010 02:09
Das ist eben die logische Entwicklung,

den man sich mit den ganzen Klimasch**s eingetreten hat.

Konventionelle Druckwasserreaktoren sind aber erst der Anfang, denn das dafür verwendbare Uran ist in 50 Jahren ebenfalls aufgebraucht. Um eine langfristige Versorgung mit Atomkraft sicherzustellen, braucht man schnelle Brüter. Und das kann sehr heiß werden, viel heißer als die "globale Erwärmung".

h 90
08.08.2010 15:28

Ach das Erdoel geht auch dauernd aus...
Wenn das Uran in 50 Jahren ausgeht, dann haelt es sicher noch 200 Jahre und dann haben wir hoffentlich schon Kernfusion.

->---
03.07.2010 10:06
Welche Alternativen gibt es?

Alles was Energie aus unendlich verfügbaren Trägern nimmt.

Windkraft
http://www.windinformation.de/

Gezeiten
http://infrastruktur-energietechnik.suite101.de/article.c... nkraftwerk

Geothermie
http://www.das-energieportal.de/startseit... eothermie/

Photovoltaik
http://www.solarch.ch/main/Show... right.html

Zur Pufferung lässt sich mit Überschussenergie Wasser aufspalten und in Brennstoffzellen rückumwandeln. Weiters gibt es diverse Speicherkraftwerkstechnologien.

AKWs sind Dampfkraftwerke, elektr. Wirkungsgrad nach 150 Jahren ca. 45% - ideal. wiki/Dampfkraftwerk; wiki/Dampfturbine

Photovoltaik wandelt direkt um. Wirkungsgrad nach 50 Jahren ca. 40% - ideal. wiki/Photovoltaik

Semper Fi
03.07.2010 09:58

Betreiber von Kernkraftwerken sollten einen mehrere hundert milliarden schweren Fond einrichten, mit dem die Schäden nach einem GAU zumindest ansatzweise korrigiert werden können. Würd mich wundern wenn Atomstrom dann immernoch so billig wäre...

Philofive
07.08.2010 07:46

Genau das wird gemacht, obs sies glauben oder nicht.
(0,1C per kWh, da kommt schon was zsam...)

->---
03.07.2010 09:48
Es gab die Frage nach Fakten warum AKWs Mist sind

Fakt 1: endliche Ressourcen sind schlechte Energielieferanten, da sie endlich sind. Daran verdienen nur Spekulanten kurzfristig (10-100Jahre)
http://www.geographie.uni-wuerzburg.de/fileadmin... _/Uran.pdf

Fakt 2: Menschliche Technik ist immer fehleranfällig. Vor allem in Zeiten von - der billigste Bieter bekommt den Zuschlag.
www.spiegel.de/wissensch... 82,00.html

Fakt 3: Extrem gefährlicher Müll bei Abbau und Entsorgung.
http://www.br-online.de/bayern2/n... 181793.xml
http://de.wikipedia.org/wiki/Radi... ver_Abfall

Fakt 4: Jede neue Technologie zur Stromerzeugung wird zu Beginn Subventioniert. Warum AKWs immer noch?
Google: Greenpeace_Subventionsstudie_final.pdf

tec nine
02.07.2010 17:04
nur eine frage der zeit und dann machts wieder -

- BOOOM !!!

schlechter Gutmensch
02.07.2010 16:10
und wo konkret...

.. sind die Endlager für den Müll?

byron sully
02.07.2010 13:10

erst schweden, jetzt finnland - eine traurige entwicklung. es wäre langsam zeit für widerstand gegen diese gefährliche akw-renaissance. aber nein, hab ich ja vergessen: es sind nur die östlich-slawischen akw's böse, gegen die "guten" westlichen hat anscheinend niemand was.

WBR
02.07.2010 15:42
Die Schweizer nicht zu vergessen!

Die haben teilweise sehr alte AKW. Und wollen diese durch neue, stärkere AKW ersetzen. Mit dem Segen der Bevölkerungsmehrheit.
Östlich vom Arlberg hört man praktisch nie etwas darüber. Und selbst in Vorarlberg ist der Protest nicht allzu laut, soweit ich das mitbekomme.

frenemy
02.07.2010 11:40
wens interessiert,

ein gutes buch zeigt auf, ohne mit dem zeigefinger zu wedeln, womit wir spielen.
"Die Welt ohne uns", Alan Weisman, Piper-Verlag

GE ORG!
 
02.07.2010 19:10

ein hetzblatt gegen atomkraft nehme ich an?

Klappe zu, Lindwurm tot.
02.07.2010 13:04

Das Buch kann ich auch nur waermstens empfehlen!

GE ORG!
 
02.07.2010 11:36
wer nichts weiß muss alles glauben!

dieses sprichwort trifft genau auf die "anti-antom" bewegung zu. denn würde man sich mit dieser technik auseinandersetzten, würde man einsehen dass sie sicher ist!

Markus Sagmeister
02.07.2010 17:12

Man sollte sich nicht nur mit der Technik, sondern auch mit Risiken und mit den Kosten usw. befassen, den
Subventionen usw.

Dann gibt es noch viel mehr Gründe die gegen AKW's
sprechen. Die Liste zähl ich jetzt nicht extra auf.

H Huber
02.07.2010 14:55

Es geht nicht nur um die Sicherheit, sondern auch zum Beispiel darum, dass bis heute nicht geklärt ist, was man mit dem radioaktiven Müll anstellen soll.

h 90
08.08.2010 15:31

Natuerlich ist das geklaert! Wiederaufbereiten und den rest in ein tiefes Loch schmeissen

A ndreas Bogeschdorfer
02.07.2010 13:34
würde man sich mit dieser technik auseinandersetzten

Würde man sich mit mehr als der Technik auseinandersetzen, wüsste man, dass Atomkraft keine Lösung für unsere Probleme ist.

Denn

1. fängt die Vergiftung der Umwelt bereits bei Förderung und Verarbeitung von Uran an,

2. erwärmen kalorische Großkraftwerke aller Art die Gewässer an denen sie stehen,

3. trägt Atomkraft einen verschwindend kleinen Anteil an der Weltenergieversorgung

4. wird dieser Anteil weiter schrumpfen, aufgrund von schwindenden Uranreserven

5. gibt es auch für den Kraftwerksmüll noch kein sicheres Endlager.

6. ist die großtechnische Atomkraft inkompatiobel mit dezentralen Erneuerbaren, die ohne Zweifel die Zukunft der Energieversorgung darstellen.

h 90
08.08.2010 15:35

Add 1: Das Uran ist in der Umwelt und wird nur aus ihr "rausgefiltert".

2 Ja ein Problem auch wenn man Kohle statt Atomkraft einsetzt.

3 Ja viel geht auch ueber Kohle und Erdoel, ob das besser ist?

4 Ja irgendwann in 100 Jahren wenns kein Oel mehr gibt

5 doch oder wieviele endlager hatten ein problem in den letzten 50 jahren???

6 ja geht schlecht, aber dafuer funktionierts auch dann wen die erneuerbare nicht funktioniert? oder was geht im Jaenner bei uns an Erneuerbarer?

nix fir unguad
02.07.2010 16:34
Die ersten Endlager werden gerade gebaut, man wird...

...davon lernen und weitere bauen.
Die Frage der Endlagerung war nicht emminent. Zu erst müssen einmal hochradioaktive und kurzlebige Rückstände über einen Zeitraum zerfallen. Der Rest enthält immer noch brennwertfähiges Material das gewonnen werden kann. Es hat wenig Sinn dieses Material einzugraben um es später wieder auszugraben. Leider forscht nur mehr Frankreich & Japan dan Seperation & Transmutation. Das ist der Erfolg der 'Grünen Bewegung'.
Dezentrale Energiegewinnung ist sicherlich zum Teil erstrebenswert, aber kann nicht die Energieprobleme lösen. Ein dezentrales Kleinwasserkraftwerk kann nur durch gestützte Preise wirtschaftlich betrieben werden werden. Nebenbei sind diese oft nicht umweltverträglich.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 95
1 2 3

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.