"Ruhr.2010" in Zahlen

"Besucher wie in Schönbrunn"

1. Juli 2010, 19:01
  • Artikelbild
    foto: schultheiss

    Darf jubeln: Oliver Scheytt.

Die Kulturhauptstadtmacher, allen voran Geschäftsführer Oliver Scheytt, jubeln über die Resonanz von "Ruhr.2010"

Oliver Scheytt, unermüdlicher Erfinder, Promotor und Geschäftsführer von "Ruhr.2010", hatte als Kulturpolitiker jahrelang Überzeugungsarbeit leisten müssen. Schließlich galt es 53 Städte im Ruhrpott zum Mitmachen zu bewegen. Die Strapazen aber haben sich gelohnt: Die zumindest behauptete "Metropole Ruhr" registrierte im ersten Halbjahr respektable 4,8 Millionen Besucher (was Probleme beim Ticketing nach sich zog). 15 Prozent kamen aus dem Ausland: Dies entspricht einem Anstieg von rund 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die stärksten Zuwächse verzeichnete man bei Besuchen aus den Niederlanden, aus Frankreich und Großbritannien.

"Meine Hoffnungen sind bereits übertroffen worden", sagt Scheytt im Gespräch mit dem "Standard". "Das Ruhrgebiet wird neu wahrgenommen - als einzigartiger Kulturraum." Auf der ehemaligen Zeche Zollverein in Essen, die nun mehrere Museen und Kulturinstitutionen beherbergt, seien "Menschenschlangen wie in Schönbrunn: Das macht mich stolz", so Scheytt. Pressesprecher Marc Oliver Hänig, den besonders die sehr positive Medienberichterstattung (von der FAZ bis zur Bild) freut, ergänzt: "Zeche Zollverein als unser Schloss Neuschwanstein zu positionieren: Das ist geglückt."

Selbst Fritz Pleitgen, der zurückhaltende Vorsitzende der "Ruhr.2010"-Geschäftsführung, jubelt: "Kultur kann viel - hier im Ruhrgebiet sogar Halden versetzen, Halden alten Denkens." Die Kulturhauptstadtmacher arbeiten bereits an der Zukunft - und fordern trotz arger Budgetnöte die Fortsetzung des eingeschlagenen Weges "Wandel durch Kultur": "Der Schwung, den die Kulturhauptstadt erzeugt hat, muss weiter für die Metropole Ruhr genutzt werden", so Pleitgen. (trenk/ DER STANDARD, Printausgabe, 2.7.2010)

 

  • Vom schwierigen Umgang mit der Historie [2]

    Titelbild "Nemci in Maribor": Ein Schlüsselprojekt der Kulturhauptstadt widmet sich seiner ehemals deutschsprachigen Bevölkerung und ist ein wichtiges Symbol einer lokalen Vergangenheitsbewältigung

  • "Wendepunkt"

    Die Suche nach der Kulturhauptstadt [16]

    TitelbildMaribor, zusammen mit Guimaraes Kulturhauptstadt Europas, protzte nicht: Das Eröffnungswochenende fiel eher bescheiden aus

  • Kulturappell auf Ausländisch [1]

    TitelbildMaribor steht vor der Pleite: Zentrale Bauten wurden nicht errichtet, berühmte Künstler vergrault. Doch die Hoffnung in der europäischen Kulturhauptstadt 2012 lebt weiter - trotz alledem

  • Mehr Licht!

    TitelbildAb Samstag, 14. Jänner, ist Maribor Kulturhauptstadt Europas 2012. Neben Hochkultur soll dabei auch Alltagskultur sichtbar werden

  • Der verlorene Mariborer Regie-Sohn [1]

    TitelbildMaribor ist europäische Kulturhauptstadt 2012. Der bisherige künstlerische Leiter, Theaterregisseur Tomaz Pandur, kehrte der Stadt allerdings den Rücken

  • Reihenfolge

    Kulturhauptstädte 1985 bis 2016

    Die Länderreihenfolge ist bereits bis 2019 festgelegt

schottengymnasiast
00
19.7.2010, 11:56
Warum ...

... postet denn da niemand?

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.