"The Dust of Time": Verloren in der Kunstfilmlandschaft

30. Juni 2010, 19:37
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Regietheater, neu in Kino: Willem Dafoe irrt in "The Dust of Time" durch (Familien-)Geschichte

Ein Filmregisseur (Willem Dafoe) arbeitet an einem Projekt, in dessen Zentrum die Lebens- und Liebesgeschichte seiner Mutter steht, welche durch historische Zeitenwenden von einem sibirischen Straflager bis ins wiedervereinigte Berlin führt.

Der griechische Autorenkinoveteran Theo Angelopoulos inszeniert diese zwischen Imaginationen und Realität changierende Erzählung in "The Dust of Time" als behäbiges Regietheater. Nicht nur die Schauspieler (Irène Jacob, Michel Piccoli, Bruno Ganz) wirken darin eher verloren, der Ton, die Symbolik immer eine Spur daneben. Am Ende stürzt sich eine der Figuren in die Spree und man würde am liebsten hinterdrein springen.

Außerdem neu im Kino: das Gang-Drama "Sin nombre", das Animationsfilmsequel "Für immer Shrek", das elegische Countrysängerdrama "Crazy Heart" mit Jeff Bridges und als Reprise Natalie Borgers Dokumentation "Kronen Zeitung - Tag für Tag ein Boulevardstück" (2002). (irr / DER STANDARD, Print-Ausgabe, 1.7.2010)

 

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    foto: filmladen
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