Die Paten vom Karlsplatz

30. Juni 2010, 19:29
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Promintente übernahmen Patenschaft für einzelne Objekte der Sammlung des Wien-Museums - Aktion soll Notwendigkeit eines Neubaus unterstreichen

Historikerin Brigitte Hamann suchte sich den Zylinder von Kronprinz Rudolfs Privatkutscher aus, Zeichner Tex Rubinowitz den Fassadenschriftzug des Südbahnhofs, Pianistin Barbara Moser den Parkettboden von Beethovens Sterbewohnung.

Eine Reihe von Promintenten übernahmen auf Initiative von Museumsdirektor Wolfgang Kos und Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny die Patenschaft für einzelne Objekte der Sammlung des Wien-Museums. Die Aktion soll die Notwendigkeit eines Neubaus unterstreichen. Derzeit läuft die Suche nach einem passenden Standort. "In unserem Depot lagern Dinge, um die bauen andere Städte ganze Museen", sagt Kos. Bei der Präsentation ihrer Exponate streiften sich deshalb auch alle Promis brav Handschuhe über. Elisabeth-Biografin Hamann bezweifelte allerdings beim von Regisseur David Schalko auserwählten Sammlerstück - ein Sissi-Kostüm von Romy Schneider - die Notwendigkeit allzu großer Wertschätzung: "Das ist ja schrecklich! Die Kaiserin hätte so etwas nie getragen!" (stem, DER STANDARD Printausgabe 1.7.2010)

  • Mailath, Hamann, Kos und Rubinowitz mit Zylinder
    foto: standard/robert newald

    Mailath, Hamann, Kos und Rubinowitz mit Zylinder

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