Deutschlands Stil

Die Piefke und die Deutschen

30. Juni 2010, 18:14
  • Artikelbild
    foto: epa/marcus brandt

    Es ist nicht nur der Bremer Mesut Özil, der den Stil prägt. Aber ohne ihn - und mit Michael Ballack - wäre der wohl nicht ganz so augenfällig.

Während die stets unter Zaubereiverdacht stehenden Brasilianer und Niederländer eine auffällig piefkische Note in ihr Spiel gebracht haben, hat Joachim Löw das seinen jungen Deutschen sehenswert ausgetrieben.

Wien - Fußball-Weltmeisterschaften - die im Grunde nichts anderes sind als eine Zusammenschau all dessen, was es gibt - ziehen ihren Reiz nicht zuletzt daraus, dass sie die festgezurrten und weit über den Fußball hinausreichenden Vorurteile alle vier Jahre auf eine harte Probe stellen.

Zum Beispiel das über die Piefke. Es mag schon sein, dass deren Heim-WM vor vier Jahren - das erst im Spiel um Platz drei erfolgreich zu Ende gegangene „Sommermärchen" - bereits ein wenig gerüttelt hat am Klischee. Nun aber, 2010, wagen selbst die schärfsten Piefkefresser - die Österreicher also - nicht mehr, dem deutschen WM-Team piefkische Unarten nachzusagen.

Mehr noch: In den der Haltungstradition verpflichteten Public-Viewing-Zonen - bei den Wirten landauf, landab - hat man zuletzt immer häufiger den bass erstaunten Ausruf gehört: „Die spielen wie Piefke." Gemeint waren damit aber nicht die Deutschen - für die nun immer lieber das Wort „Schlander" gebraucht wird -, sondern bislang völlig unverdächtige Mannschaften wie die Brasilianer und die Holländer. Und wenn man so was hört - ich bitte dich:_Brasilien! Holland! -, dann sollte man doch kurz innehalten. Und sich zum Beispiel fragen: Darf das alles wahr sein?

Wahrheit auf dem Platz

Im Fußball, das ist sein immenser Vorteil gegenüber der Schnödheit der Welt, liegt die Wahrheit auf dem Platz. Und wer Augen hat zu schauen, um tatsächlich was zu sehen, wird schwerlich nur bestreiten können, dass die deutsche Mannschaft 2010 etwas ausstrahlt, das alles Mögliche sein mag, nur eines nicht: Piefkisches.

Der piefkische Fußball war stets getragen von einer behäbigen Unerbittlichkeit. Es war das Beckenbauer'sche „Schaun mer mal", das zuweilen als „Geduld" umschrieben wurde oder als „Warten auf die eine Chance", die dem Spiel dann ohne jeden Witz die Wendung gab. „Effizienz" nennt man so was auch. Manches Mal auch „Glück", welches den Piefke tatsächlich in überreichem Maß anzuhaften schien.

Wer heute, in Kenntnis der Vorrunden- und Achtelfinalspiele, solche Teamcharakteristika in den Mund nimmt, beschreibt freilich nicht Joachim Löws Deutsche, sondern eben Carlos Dungas Brasilianer oder Bert van Marwijks Niederländer.

Man sollte das nicht gering achten. Beide Teams haben ihre angestammten und mühsam erworbenen Qualitäten ja nicht verloren. Sie haben zu diesen bloß das Piefkische hinzugefügt. Die Brasilianer übrigens - unter heftigster Kritik in der Heimat - seit vielen, vielen Jahren schon.
Nichts anderes aber taten die Deutschen. Sie fügten ihrer fraglosen Qualität einfach neue Elemente hinzu. Will man die Sache übertreiben - oder zuspitzen -, ließe sich sagen: Teamchef Joachim Löw hat die Lehren der EM 2008 beherzigt und den spanischen Kurzpasswirbel auf Deutsch interpretiert, wodurch den Deutschen der piefkische Verwaltungskick abhanden gekommen ist, den umgekehrt die Brasilianer und Holländer integriert haben. Und das nicht zu deren Nachteil.

Keine Meister des Scheiberlspiels

Natürlich sind die Deutschen deshalb keineswegs die Meister des nunmehr zu Recht „tiqui taca" genannten Scheiberlspiels. Aber Löw gelang eine fulminante Neuinterpretation des uralten „Schalker Kreisels" aus den Dreißigerjahren. Denn ja: Auch die Deutschen haben eine diesbezüglich sehr lange Tradition.

Die nur durch zwei prägende Nachkriegsphasen etwas verschüttet wurde (aber keineswegs zur Gänze wie hierzulande). Sepp Herbergers 54er-Weltmeister, die legendären „elf Freunde", waren die ums schöne Spiel verständlicherweise kaum bekümmerten Wiederaufbau-BRDler. Sie taten im Grund nichts anderes als alle anderen Landleute: Sie haben die Ärmel aufgekrempelt und in die Hände gespuckt.

Friedrich Torberg, der feinsinnige Tschecho-Österreicher, sah darin einen Anschlag aufs Wesen des Spiels. Nach dem Finalsieg über Ungarn rief er - so überlieferte er es selbstironisch selber - empört aus: „Das ist das Ende der Poesie im Fußball." Zum Glück stand Europas damals angesehendster Sportjournalist, Willy Meisl, der Bruder des österreichischen Wunderteam-Chefs, daneben und korrigierte umgehend: „Es ist höchstens das Ende des Hexameters."

Löw - und das wird sein Verdienst auch dann bleiben, wenn Argentinien über die Deutschen ins Halbfinale kommen sollte - hat den Deutschen ein neues, in seiner Stimmigkeit überraschend neues Versmaß beigebracht. Selbst die leidenschaftlichsten Piefkefresser, also die Österreicher, werden zugeben müssen, dass beim aktuellen Spiel der deutschen Mannschaft etwas sehr rhythmisch klingt. Und das ist nicht allein der Erfolg.

Löws „elf Freunde" - ja, so darf man das wohl nennen - haben jedenfalls dem piefkischen Vorgesetztenfußball der Siebzigerjahre eindrucksvoll den Garaus gemacht. Diese Mannschaft hat, wie etwa auch die an Brasilien gescheiterten Chilenen, etwas Inspirierendes, über sich und das Turnier Hinausweisendes.

Elf Freunde

Das „Sommermärchen" vor vier Jahren haben viele als eine Art Neuerfindung von Gesamtdeutschland interpretiert. Nun erst seien Ossis und Wessis wirklich eine Nation geworden. Sollte dem so gewesen sein, dann hat Joachim Löw - damals ja schon der ballesterische Mastermind - nun den entsprechenden Ausdruck dafür gefunden. Kein Engländer wird je mehr über „Panzer" reden, wenn ein Match gegen Schland auf dem Kalender steht. Diese Sache ist vorbei.

So wie es ausschaut, hat Joachim Löw dabei auch ein immenses Massel gehabt. Ihm ist der Chef abhanden gekommen. Der Ghana-Deutsche Kevin Prince Boateng war im englischen FA-Cup-Finale dem Michael Ballack folgenreich ins Sprunggelenk gestiegen. Ballack vermutete Absicht dahinter. Und wer Deutschland in Südafrika hat spielen sehen, wird ihm nur ungern widersprechen.

Denn mit Ballack - so viel „Was wäre, wenn" muss erlaubt sein - wären die Deutschen weiterhin bloß Piefke geblieben. Ohne ihn konnte Löw einen wahrhaft modernen Stil implementieren. Das deutsche Team ist eines mit augenfällig flacher Hierarchie, das klarerweise das Gegenteil des ziemlich ausrechenbaren Vorgesetztenfußballs ist, der von Beckenbauer herrührt und mit Ballack wohl auch unausweichlich gewesen wäre.

Mit Ballack hätte es den Mesut Özil nie gegeben, der zurzeit etwas tut, was Piefke nie gekonnt haben: Er bezwingt die Welt nicht, er bezaubert sie. Aus österreichischer Sicht ergibt sich daraus ein ungeheures Paradoxon: Die Schlander haben die Weltmeisterschaft schon gewonnen. Denn selbst wenn sie im Viertelfinale an Argentinien scheitern sollten, wären sie dann in Schönheit gestorben. Und wer in Schönheit stirbt, darf mit Fug und Recht auf ein Leben nach dem Tod rechnen.

Bei all dem nun ausgesprochenen Zauberhaften sollte man aber auch die alten piefkischen Tugenden nicht vergessen, die Joachim Löw so geschickt hinter seinem mainzelmännchenhaften Schwarzwälder Akzent zu verstecken weiß. Löw ist einer, der weiß, was er will. Er hat - und darin unterscheidet er sich von der heimischen Szene, in der er ja auch tätig gewesen ist - eine Idee.

So was zum Beispiel würde man gerne einmal von einem österreichischen Trainer hören: „Ich weiß, wie ich mit meiner Philosophie zum Ziel kommen kann, wie man mit ansehnlichem Fußball erfolgreich spielen kann. Ich kenne jetzt Lösungen. Ich weiß, wie eine Mannschaft spielen sollte, was man dafür tun muss."

Er selber käme aus der „Angreifer-Ecke". Seinen Spielern wolle er eine „Wenn-dann-Strategie" einimpfen, also einen Plan B. Oder notfalls einen Plan C. Dazu braucht er, no na, intelligente und willige Spieler. Wie Miroslav Klose und Lukas Podolski etwa, die ja eine recht verkorkste Saison zu bilanzieren hatten.

Mit der Frage, ob er nun ein guter Motivator sei, hat Löw sich nicht auseinandergesetzt. Sein Metier ist die Taktiktafel. Und diesbezüglich hat er offenbar bei den jungen Spielern offene Ohren gefunden. Vor der WM hatte er der Hamburger Zeit versprochen: „Wir werden Fußball spielen, statt Fußball zu verwalten." Und konkretisierte auf Nachfrage: „Wir müssen in der Lage sein, dem Gegner jederzeit unser Spiel aufzuzwingen. Das betrifft nicht nur die Offensive, sondern auch die Defensive. Wer dem Gegner Zeit und Raum nimmt, sein Spiel zu entwickeln, handelt aktiv und keineswegs zerstörerisch." Wie das gemeint sein könnte, hat man nun in vier aktiven und keineswegs zerstörerischen Partien gesehen.

Löw hat Deutschland einen Stil geschenkt. So wie die Holländer in den Siebzigerjahren den „totaal voetbal" in die Welt setzten, die Brasilianer seit jeher das „jogo bonito" pflegten, die Spanier das „tiqui taca", die Argentinier den „linken Fußball" und von mir aus die Italiener das „catenaccio".

Noch wird man warten müssen, für das neue deutsche Spiel ein Wort zu finden. Nur eins ist schon klar: Der alte, schillernde Begriff Piefke wird darin nicht mehr vorkommen dürfen. (Wolfgang Weisgram, DER STANDARD Printausgabe 01.07.2010)

 

 

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 1000
Nick Tameer
00

Freilich hat die deutsche Fußballnationmalschaft nicht nur lange bleierne Zeiten des Panzerfußballs erlebt. Um 1970 herum hatte sie einmal eine spielerische Hochphase, aber 1974 war dieser Glanz trotz des Titelgewinns wieder verblasst.

Lenz Gunggazer
00

Ein Artikel über die serbische Mannschaft, in der ständig von "Tschusch" die Rede wäre, ist in österr. Medien undenkbar. Nicht so bei "die Preissn" , weil hierzulande ein ausgeprägter Minderwertigkeitskomplex vorherrscht. Ein Beweis ist das mehr als peinliche Gerede über ein knapp gewonnenes Fußballspiel vor über 30 Jahren.
P.S.:Der Artikel ist trotzdem gut geschrieben.

Sitacui
00

Ich bin auch der Meinung, dass man viel mehr das 4:1 von 1986 thematisieren müsste. Das war auch ein sporthistorischer Meilenstein.

*=Square=*
24
Vergangenheit anderer Länder

Es ist nicht zu überlesen das Länder außerhalb Deutschlands immer noch meinen das wir das "Böse" sind. Wir werden für all die Greueltaten der Weltkriege beschimpft obwohl wir heute eine "neue" Nation sind die wieder stolz auf sich sein kann!!!

Auch den damaligen deutschen hat es gereicht, es gab viele Zivilisten und selbst Offiziere die damals das ende des Krieges haben wollten. Unser Land hat genauso gelitten,..man sieht von uns ja eh immer nur die schlimme Seite. Das Leid wird einfach übersehen und selbst heute sind Länder wie England, Polen und selbst viele Österreicher gegen uns. egal in was, Politik, Fußball etc.

Die deutschen Medien sind gegenüber anderen Ländern viel neutraler,...während eben diese nur "hass" für uns empfinden =(

Georg-99
00

Ich geb dir vollkommen Recht, das ist ein österreichisches (und auch schweizerisches) Phänomen den Deutschen einfach nichts zu vergönnen, obwohl kaum jemand einen Deutschen persönlich kennt, ich kenn sogar Leute die viele gute deutsche Freunde haben und trotzdem immer gegen Deutschland sind.

Dabei kann sichs wohl nur um Neid handeln, während wir, anstatt mal unsere eigene Geschichte aufzuarbeiten, immer noch auf die Deutschen schimpfen, zischen diese schon ab Richtung Zukunft und bei uns gibts immer noch Nazis im Parlament und als Nationalratspräsidenten, eine echte Schande, anstatt sich diese endlich mal einzugestehen schimpfen wir munter weiter über die Deutschen und freuen uns wenn sie verlieren, egal gegen wen...

Caroja1985
00

Was für ein Schmarrn. Lies mal die BBC-Studie, nach der Deutschland international auf Platz ! der Beliebtheit liegt. Österreich kommt auf der Liste nicht vor.

Nick Tameer
00

Das Jammern darüber, dass die Nachbarn - mal mit, mal ohne die Ösis - bös zu uns sind, ist immerhin eine Konstante, die sich seit Kaisers Zeiten durch die Wechselfälle der Geschichte hindurch bei den wahren Patrioten in unserem Vaterschlande gehalten hat (wie im Fußball - was das Zufall? - sind die Serben vielleicht die einzige Nation, die uns in dieser Disziplin Paroli bieten können). Dennoch, erst Ratzi, dann Lena jetzt vielleicht noch Weltmeister - wieviel Platz an der Sonne wollt ihr eigentlich, verdammt noch mal?

(Ich verzieh mich dann mal mit einem Longdrink auf ein schattiges Plätzchen.)

slartibartfaß der Umwandler
02

nein, nicht alle. ich sehe die guten seite und bin eigentlich ziemlich froh, das ihr unsere nachbarn seid !!

ich glaube sogar, ihr seid einer der aufgeklärtesten länder weltweit. während bei uns noch nazis im parlament sitzen, sprechen sich bei euch sogar konservative kreise gegen nazi parteien aus, während anderswo die konservativen mit ausländerfeindlichen parteien packeln, werden die bei euch konsequent abgelehnt. alleine die konstant hohen prozentzahlen, die die fpö oder in italien die lega und co erreichen, oder belgien etc.., sagen alles....

100001Alibaba
20
Noch nie habe in einem Schrifstück so viele dumpf und widersinnig zusammengesponnene Klischess lesen müssen Daumen runter Herr Weisgram.

Noch nie habe in einem Schrifstück so viele dumpf und widersinnig zusammengesponnene Klischess lesen müssen Daumen runter Herr Weisgram.

hilde peymann
64

ich bin froh, als deutsche in österreich medizin studieren zu können. die professoren meinen, wir deutschen heben das niveau, zumal der österreicher im durchschnitt 10 iq punkte weniger hat (lt pisa studie 2008) und jeder abiturient in der allgemeinbildung auf dem niveau eines 6.Klässlers in deutschland. das ist kein witz. österreich ist ein traumland: die schnitzel mit kartoffeln und weissweinschorle allein: superdufte oder leinwant wie hier gesagt wird.

billy bob
01

hilde, bists du, die ich letztens mit ner alten käsekrainer gepoppt habe? liebe grüße

slartibartfaß der Umwandler
24

ich als österreicher glaube dir das sofort. hoffe nur, es kommen noch mehr deutsche. das kann nur gut für unsere rückständige unaufgeklärte gesellschaft sein. du wirst eh bemerkt haben, das wir in österreich noch irgendwo zwischen 1920 und 1960 leben.

einloggen
22

troll und das noch schlecht *schnarch*

K. L.
820

Jetzt kann ich mich auch wieder erinnern, warum ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin. Hier würden Zeitungen, die ein gewisses Niveau für sich beanspruchen, was der Standard und auch der gemeine Standard Leser für sich beansprucht, niemals auf die Idee kommen, Bürger eines anderen Landes mit feindlichen Ausdrücken zu betiteln und das ist "Piefke" nun einmal, eine feindselige Bezeichnung einer gewissen Menschengruppe.

Da bleibe ich lieber bei meinen niveauvolleren Deutschen und freue mich schon, wenn die "Piefkes" am Samstag wieder in den Wunden der neidzerfressenen österreichischen Fußballfans bohren werden.

falkenhayn
02

Stimmt. In deutschen Artikeln würde man niemals einem so feindseligen, herabwürdigenden Ausdruck wie "Ösi" begegnen :-)

Der Artikel ist doch gerade eine Lobeshymne auf einen neuen deutschen Stil, ein Deutschland, das sich selbst neu erfunden hat und den Ausdruck Piefke eben gar nicht mehr verdient. Hier jetzt wieder Fremdenfeindlichket herauszulesen, nervt und wird den Tatsachen einfach nicht gerecht.

burkhart
00

"Ösi" ist die Abkürzung für "Österreicher". Nicht mehr und nicht weniger. Bitte einfach mal konzentrieren beim Artikel lesen, egal in welcher Zeitung oder welchem Magazin. "Piefke" oder "Preiss" ist abwertend, sogar wenn es von Bayern ausgesprochen wird. Mir als Exil-Steirer in Frankfurt wurde sehr schnell klar, daß ich diese Begriffe mit zurück nach Hause nehmen muss. Die Frankfurter wurden von beiden 1866 überfallen und sind seitdem keine "Freie und Reichsstadt" mehr. Aber "Ösi" ist in D sicher kein negativer Ausdruck.

Therimon
00
Bloß den Artikel haben's net gelesen

und/oder net verstanden. Schade. Hätte Ihre Wahrnehmung Piefke/Deutscher vielleicht etwas eingerenkt. Offenbar hängen Sie nach der einen Seite so, wie Sie's den "Ösis" nach der anderen vorwerfen ...

Im Exil
00
naaajaaaaa

"ösi" liest man in deutschen medien immer wieder mal - auch in qualitätsmedien wie taz oder süddeutsche.

Nick Tameer
00
Anything but "Schlander"!

Irgendwie bin ich hier im Forum gern ein Piefke, das kommt meinem unverkrampften Apatriotismus entgegen. Mag der Ausdruck an sich auch böse gemeint sein, er hat etwas folkloristisch-heimeliges.

Chukche
00

Ich bin auch lieber Piefke als "Schladingsbums"! Machen wir einen Club auf: Sie zahlen die erste Runde, ich übernehm die zweite - bzw andersrum!

yotaman
01

Deshalb lautet derTitel des Artikels: "Die Piefke und die Deutschen". Selten so einen guten Aritkel gelesen, der genau mit diese Vorurteilen aufräumt. Verstehen Sie nicht die Feinsinnigkeit dieses Artikels?

yotaman
00

Sie haben den Sinn der Artikels wohl nicht verstanden. Genau das sagt der Autor indirekt damit aus.

Applaus, Applaus.
11

*darum* sind sie von Ö nach D gezogen? das ist ein sehr eigentümlicher grund.

bin auch umgezogen, aber nicht aus diesem grund. es würde sie nichts daran hindern, in Ö zu bleiben und deutsche medien zu konsumieren. nebenbei gesagt, ist das "in den Wunden der neidzerfressenen österreichischen Fußballfans bohren" auch nicht gerade sehr "niveauvoll", was sie ja von sich behaupten.
wers braucht...

viennaeleven
00
Hmm, jedoch...

PS: Interessant bei der ganzen Sache ist aber die Tatsache des Shareholdings deutscher Verlage und Zeitungen an den österreichischen Blättern. Es ist nicht auszuschließen, dass eine gewisse Toleranz bzw. Wohlwollen deutscher Shareholder hier eine wesentliche Rolle spielt. Der ORF, staatseigen, ist nämlich relativ objektiv in Bezug auf Deutschland. (Hintergrund: Süddeutsche hat Anteile an Standard, deutsche Verläger besitzen knapp unter 50% der Krone)

Platon der Ältere
00
Shareholder zu sein, bedeutet noch lange nicht Einfluß.....

...auf die Redaktion zu nehmen.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 1000

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.