Theater am Spittelberg öffnet wieder

30. Juni 2010, 14:43
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Nach Generalsanierung: Vielseitiges Programm vom 1. Juli bis 3. Oktober

Wien - Am Donnerstag, den 1. Juli, öffnet das Theater am Spittelberg nach der Generalsanierung wieder seine Tore. Die Eröffnungspremiere bestreitet Erika Pluhar und Klaus Trabitsch mit ihrem neuen Chanson-Programm "Mehr denn Je". Des weiteren steht bis 4. Juli ein "Best of"-Programm der vergangenen Jahre mit Wiener Chansons, mediterranen Klängen, Balkan-Grooves, "Theater mit Hand und Fuß" sowie ein großes Kinderfest auf dem Spielplan. Erstmals spielt die Sommerbühne bis in den Oktober hinein, Saisonende ist am 3. Oktober.

Das Kinderfest "Colores del Sur" am Sonntag (4. Juli) steht laut den Unterlagen zu der Pressekonferenz am Mittwoch ganz im Zeichen Lateinamerikas. Geboten wird Familien ein vielseitiges Programm: Neben einem Mitmach-Zirkus, gibt es auch ein Märchentheater, Lateinamerikanische Lieder und Tänze, exotische Geschichten aus Guatemala, Paraguay und Kuba, ein Picnic Argentino und noch viele weitere Aktivitäten. Der Eintritt ist frei. Schwerpunkte des regulären Spielplans sind Wiener Musik-Abende, Kleinkunst-Beiträge, Konzerte mit Interpreten von Weltmusik und ein umfangreiches Kindertheaterprogramm. Auf dem Programm stehen zum Beispiel "Ohne di" von Ernst Molden, Willi Resetarits und Walther Soyka, Wolfgang Ambros mit "Ambros pur", Dolores Schmidinger mit ihrem Kabarett-Programm "Endlich suchtfrei!" oder das Kindertheater Pipifax mit "Der Grüffelo".

Das Spittelbergtheater, ehemals Jura-Soyfer-Theater, wurde 2003 durch Nuschin Vossoughi übernommen. 2009 hatte die kleine Sommerbühne bereits 15.000 Besucher. Die Liste der Künstler und Künstlerinnen, die in den letzten sieben Jahren im Theater am Spittelberg aufgetreten sind, reicht von Gerhard Bronner und Fritz Muliar bis zu Georg Danzer und Rainhard Fendrich. Internationales Flair brachten unter anderem Künstler wie Marwan Abado, Loukia Agapiou, José Ritmo, Alp Bora, Nim Sofyan, Hernán Toledo oder Hans Theessink.

Die gebürtige Perserin Nuschin Vossoughi ist seit 1980 im Kulturleben Wiens mit zahlreichen Projekten aktiv verankert. In den 80er Jahren arbeitete sie gemeinsam mit Alf Krauliz an der Gründung des Metropols in Hernals. Die beiden etablierten das 1981 eröffnete ehemalige Vorstadt-Etablissement Klein als Schauplatz für eine ganze Pop-Generation. 1998 gründete sie das Festival "Voice Mania", das seither jährlich im Spätherbst die Besten der internationalen A-cappella-Szene nach Wien bringt und mit dem Festival "Wien im Rosenstolz" trägt Vossoughi zur Wiederbelebung der Wiener Musik bei. (APA)

 

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