Keine Bremsspuren - Polizei geht von Selbstmord aus

30. Juni 2010, 18:23
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Fahrer war sofort tot - Zweiter Toter hatte gerade sein Auto betankt

Innsbruck - Nach dem folgenschweren Unfall bei einer Tankstelle auf der Brennerautobahn (A13) dürfte die Unfallursache geklärt sein. Die Polizei geht davon aus, dass der Unglückslenker Selbstmord begehen wollte. Auch die Identität des Mannes steht mittlerweile fest. Es handelt sich um einen 24-jährigen Schweden. Der junge Mann hatte eine Freundin im Wipptal.

Die Polizei hatte von Anfang an stutzig gemacht, dass weder bei der Zufahrt zur Tankstelle noch im Tankstellenbereich Bremsspuren zu finden waren. Umfangreiche Erhebungen, auch im Umfeld des tödlich Verunglückten, deuten nicht auf einen Unfall, sondern auf einen Suizid.

Auto raste ungebremst in Tankstelle

Der 24-Jährige ist am Dienstag ungebremst gegen 14.00 Uhr in die Tankstelle Matreiwald im Ortsgebiet von Mühlbachl gerast. Das Autorammte mehrere Zapfsäulen, wurde gegen das Flugdach geschleudert und kam im Tankstellenshop zum Stillstand. Dann brannte der Wagen aus. Die Flammen griffen dann auch auf den Shop über. Der Unfalllenker war sofort tot. Ein japanischer Tourist (54) erlag Stunden später in der Klinik Innsbruck seinen schweren Verletzungen. Er und zwei Mitfahrer, die ebenfalls verletzt wurden hatten gerade ihren Mietwagen betankt.

Es sei nur einem glücklichen Zufall zu verdanken gewesen, dass bei dem folgenschweren Crash nicht noch mehr passiert sei, sagte Oberst Gerhard Holzmann von der Landesverkehrsabteilung. Es hätte schon gereicht, wenn sich im Eingangsbereich des Tankstellenshops, in den der Pkw geschleudert wurde, weitere Kunden aufgehalten hätten. Ob eine technische Überprüfung des ausgebrannten Wracks möglich ist, ist noch unklar (APA)

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    Bei dem Unfall starb der Lenker des Autos und ein japanischer Tourist der sich an der Tankstelle befand

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