Küniglberg statt Do&Co

ORF überlegt Verlegung von "Im Zentrum"

30. Juni 2010, 13:16

Standort Küniglberg statt Do&Co im Haas-Haus laut Bericht der Kaufmännischen Direktion deutlich kostengünstiger

Im ORF wird offenbar der Ausstieg der Übertragung der Diskussionssendung "im Zentrum" aus dem Wiener Haas-Haus überlegt. Laut APA-Informationen liegt ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz ein umfangreicher Bericht seines Kaufmännischen Direktors Richard Grasl vor, aus dem bei einer Gegenüberstellung der Gesamtkosten hervorgeht, dass eine Verlegung der Sendung auf den ORF-Standort am Küniglberg deutlich kostengünstiger wäre. Grasl soll deshalb die baldmöglichste Kündigung des Vertrags mit dem Betreiber der Räumlichkeiten empfehlen.

ORF-Kommunikationschef Pius Strobl bestätigte das Vorliegen des Berichts. Zu Details beziehungsweise der darin errechneten Kostenersparnis - ORF-intern wird von rund einer halben Million Euro jährlich gemunkelt - wollte sich Strobl aber nicht äußern. ORF-Chef Wrabetz werde in den nächsten Wochen das Gespräch mit Grasl und dem programmlich zuständigen Informationsdirektor Elmar Oberhauser suchen. Dabei werde man eruieren, ob eine weitere Ausstrahlung des ORF-Talks aus dem Haas-Haus einen "programmlichen Mehrwert" bringt. Betrachte man die Sache rein kostenmäßig, sei eine Übertragung aus dem Haas-Haus nicht mehr sinnvoll, interpretiert Strobl den Bericht Grasls. Die Entscheidung liege nun bei ORF-General Wrabetz.

Die Übertragung von "im Zentrum" aus dem noblen City-Räumlichkeiten am Stephansplatz, die von Do&Co betrieben werden, war bereits im Vorjahr wie berichtet vom Rechnungshof kritisiert worden. Dem ORF würden dadurch jährliche technische Mehrkosten von rund 570.000 Euro entstehen, monierten die Rechnungshofprüfer in ihrem ORF-Bericht. Im ORF selbst wurden darüber hinaus eine Reihe von technischen Problemen wie spiegelnde Gläser und Platzmangel gegen den derzeitigen Standort ins Treffen geführt.

Informationsdirektor Oberhauser hatte in der Vergangenheit erklärt, dass die Rechnungshof-Zahlen nachweislich falsch wären und die Kosten der Übertragung aus dem Haas-Haus laut ORF-Eigenberechnungen weit unter den kolportierten Werten liegen würden. Sollte eine neuerliche Überprüfung aber ergeben, dass die Kosten zu hoch seien, werde man eine andere Lösung finden. Den Standort im Do&Co am Haas-Haus bezeichnete der Oberhauser als den "schönsten Sendeplatz, den es in diesem Land gibt". (APA)

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18 Postings
Jeff Smart
00
15.7.2010, 23:16

Aha an einer der wenigen interessanten Sendungen die dem Sendeauftrag des ORF entspricht soll also gespart werden - heisst dann halt "Am Berg" statt "Im Zentrum"... die halbe Million wäre wohl sehr leicht bei diversem zugekauften Sch... einzusparen und noch leichter wenn man sich das eine oder andere selbtgemachte Programmdebakel ersparen würde - oder einen einzigen der unnützen Bonzen in die Wüste schickt...

Bête Noire
00

Vom Zentrum in die Peripherie - na Servas...

Hadik1
01
Do&Co auf dem Teller serviert

Der einzige Sinn der sündteuren, aufwändigen Übertragung vom Stephansplatz war wohl wieder einmal die, dass einem Freund der ORF-Oberen gratis Reklame gemacht wurde. Do&Co auf dem Teller serviert, so zu sagen - vermutlich gegen Naturalvergütung.

Die Runde der immer gleichen Typen aus den immer gleichen Kreisen wurde freilich dadurch auch nicht spannender, dass man die Langweiler bei einem Glas Wasser in den Gourmet-Tempel setzte.

Nehmt endlich andere Diskutanten, und es ist egal, wo diese aufeinander treffen! Und lasst den Hans-Dampf Pelinka daheim bei seinen dünnen "Heute"-Kommentaren!

Fred87
01
Kann man bitte unterscheiden zwischen Verpackung und Inhalt?

Der "schönste Sendeplatz Österreichs" hilft nichts, wenn die Gespräche öde und inhaltsleer sind wie die Moderatorin. Es gab auch "Sommergespräche" aus der "Gloriette" (lt. Oberhauser sicher der zweitschönste Sendeplatz Österreichs) und die Gespräche waren inhaltslos und leer wie der Moderator. Auch Orlando und Disneyland würden da nicht helfen, nur "Hart aber fair".

besson
01

am besten verlegt in einen frisiersalon, unter dem vorwand kann man frau turnher vielleicht endlich mal behandeln.

Queen of Sheba
 
01
Einen "programmlichen Mehrwert" hat eigentlich nur die tickende Bombenattrappe gebracht.

aereo
01

Daß das eigene Studio billiger ist als ein gemieteter Event-Raum kann ja keine neue Erkenntnis sein. Daß der Stephansplatz evtl einen Mehrwert ergibt auch nicht. Es geht eben um eine Abwägung und die hätte wohl im Vorfeld stattfinden müssen. Ziemlich skurill daß dafür ein 'Bericht' nötig ist.

Schneeglöckchen
 
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Vehikel für Demos

Schade wegen der Demos am Stephansplatz, denen nun ein mediales Vehikel genommen wird.

angelvoices
00
in Zeiten der Krise wird das Familiensilber

verscherbelt - es gibt noch genug Potenzial beim ORF

Ignatius von Stein
01
....

Die Stil, und Niveaulosigkeit unseres Bundeskanzlers entsprechend könnte man den ORF ja auf die Simmeringer Hauptstraße verlegen... Volksnah! Grauslich !

hed
08
30.6.2010, 22:43
so eine überraschung!!!

es ist günstiger im eigenen studio zu drehen als auswärts - wer hätte das ahnen können...

sunwalker2010
05
30.6.2010, 21:12

Man könnte aber auch ins tolle neue Chilli-Studio im Funkhaus übersiedeln...

redundancy department of redundancy
03
30.6.2010, 22:30

Ja, das wird eh bald komplett frei sein...

Er staunt
01
30.6.2010, 20:41
Natürlich müßte dann auch der Programmname geändert werden auf "Am Stadtrandhügel" :)

pretty1
04
30.6.2010, 15:09
....weil man dort fast täglich gratis essen und trinken kann, nicht nur im "Steirerstöckl"

nichtzuglauben
04
30.6.2010, 14:32
Den Standort im Do&Co am Haas-Haus bezeichnete der Oberhauser als den "schönsten Sendeplatz, den es in diesem Land gibt".

... ja und attila ist ein guter freund. lieb dass ein herr oberhauser zum prommlichen mehrwert nichts beitragen kann.

nichtzuglauben
00
30.6.2010, 14:33

natürlich programmlich und nicht prommlich

pardon

Dr. Lari and Mr. Fari
 
00
prollich?

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