IOC-Appell an Saudi-Arabien, Katar und Brunei

30. Juni 2010, 12:30
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Die drei Nationen sind bislang die einzigen, die noch nie weibliche Teilnehmer zu den Olympischen Spielen entsandt haben - Olympisches Komitee will das geändert sehen

Lausanne - Saudi-Arabien, Katar und Brunei sollen nach Ansicht des Internationalen Olympischen Komitees IOC auch Frauen zu den Olympischen Sommerspielen 2012 in London schicken. Bei insgesamt 205 Nationalen Olympische Komitees seien die drei Länder die einzigen, die bisher noch nie weiblichen Athleten entsandt hätten, sagte IOC-Mitglied Anita DeFrantz. Dabei sei es sehr wichtig, Frauen aus der gesamten Welt an der olympischen Bewegung zu beteiligen.

Das IOC unterstütze den Einsatz der Vereinten Nationen für die Gleichberechtigung der Frauen, hieß es. Das IOC hatte im vergangenen Jahr einen Beobachterstatus in der UN-Vollversammlung erhalten.

Vor 110 Jahren, bei den Sommerspielen in Paris, gingen erstmals Sportlerinnen an den Start. 1984 lag der Frauen-Anteil bei 23 Prozent, 24 Jahre später waren es bereits 43 Prozent. Bei den Wettkämpfen in Peking 2008 waren erstmals Athletinnen aus arabischen Staaten wie Oman oder Jemen dabei. (APA)

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