US-Ölpreis fester

30. Juni 2010, 14:13
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Goldpreis etwas höher

Wien - Der Ölpreis hat am frühen Mittwochnachmittag fester gegenüber dem Vortag tendiert. Gegen 14 Uhr kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im August 76,57 Dollar und damit 0,83 Prozent mehr als am Dienstag. Der Future auf ein Barrel der Nordseesorte Brent wurde mit 75,96 Dollar gehandelt.

Am Vortag war der Ölpreis wegen schwacher Aktienmärkte, einem enttäuschenden US-Verbrauchervertrauen und einer stark gestiegenen Risikoaversion zeitweise um drei Prozent gefallen. Der Tages-Tiefststand des WTI-Ölpreises wurde bei 75,3 Dollar markiert.

Unterstützung erhielt der Ölpreis am Mittwoch von den US-Lagerdaten des American Petroleum Institute (API), die am Dienstag nach Handelsschluss bekanntgegeben wurden. Erstmals seit drei Wochen gab es wieder einen Lagerabbau bei Rohöl, der zudem höher als erwartet ausgefallen war.

Sollten auch die am Nachmittag anstehenden offiziellen Daten des US-Energieministeriums einen deutlich Lagerabbau bescheinigen, könnte dies den jüngsten Preisrückgang beim Öl abbremsen, hieß es von den Experten der Commerzbank.

Das Gold-Vormittagsfixing in London lag bei 1.240,50 Dollar und damit etwas höher zum Dienstags-Vormittags-Fixing von 1.236,00 Dollar. Die deutlich gestiegene Risikoaversion am Markt komme laut der Commerzbank dem Goldpreis wieder zu gute, was sich auch in einem neuen Rekordwert im weltweit größten börsennotierten Goldfonds äußere. Die Bestände wurden am Vortag um mehr als vier Tonnen auf über 1.320 Tonnen ausgebaut.

Die höhere Risikoaversion sei unter anderem auf die Nervosität vor dem Auslaufen des Ein-Jahres-Tenders der EZB begründet, womit die Möglichkeit einer günstigen langfristigen Finanzierung wegfalle, so die Commerzbank. Gold sollte in Folge weiter als "sicherer Hafen" gefragt sein, hieß es weiter. (APA)

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