Benigno Aquino als neuer Präsident vereidigt

30. Juni 2010, 11:18
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Will Korruption und Armut bekämpfen

Manila - Rund acht Wochen nach seinem Wahlsieg ist Benigno Aquino III. am Mittwoch als neuer philippinischer Präsident vereidigt worden. Bei der Feierstunde im Rizal Park in der Hauptstadt Manila jubelten ihm hunderttausende Anhänger zu und riefen seinen Spitznamen "Noynoy". Als erste Handlung nach seiner Amtseinführung will Aquino eine Untersuchungskommission bilden, die sich mit den verbreiteten Korruptionsvorwürfen gegen seine Vorgängerin Gloria Macapagal Arroyo befasst. Außerdem will er die Armut in dem südostasiatischen Inselstaat bekämpfen.

Benigno Aquino III. entstammt einer der reichsten politischen Familien des Landes und ist der Sohn gleich zweier Legenden der Demokratiebewegung. Sein Vater, ein oppositioneller Senator, kehrte 1983 aus dem US-Exil zurück, um es mit Diktator Ferdinand Marcos aufzunehmen, und wurde noch auf dem Flughafen von Manila erschossen. Der Mord löste massive Protestdemonstrationen unter Führung der Witwe Corazon Aquino aus, die letztlich zu einem von den Streitkräften unterstützten Volksaufstand und dem Ende des Marcos-Regimes führten. "Cory" Aquino war als Präsidentin ungeheuer beliebt, wurde aber den hohen Erwartungen nicht gerecht. (APA)

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    Benigno Aquino ist neuer Präsident der Philippinen.

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