Österreicher glauben nicht an Generationenvertrag

30. Juni 2010, 10:37
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56 Prozent glauben an Fortbestand des staatlichen Pensionssystems

Linz - 66 Prozent der Österreicher halten den Generationenvertrag nicht mehr für umsetzbar. Nur 27 Prozent erwarten, dass auch künftig die Jüngeren die Pensionen der Älteren finanzieren können. 56 Prozent glauben an den Fortbestand des derzeitigen staatlichen Pensionssystems. Das zeigt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts IMAS, deren Ergebnisse am Mittwoch veröffentlicht wurden.

55 Prozent der Befragten zeigten sich überzeugt, dass die Nutznießer des Generationenvertrages bereits in Pension seien. Ein knappes Drittel erwartet, noch selbst von Auswirkungen der gesellschaftlichen Überalterung betroffen zu sein. 50 Prozent sind überzeugt, dass sich die demografische Entwicklung zumindest auf die Lebenslage der Kinder auswirken wird. Nur jeweils zehn Prozent glauben an Vorteile für all jene, die heute noch Kinder oder Berufseinsteiger sind.

Kaum einer glaubt an positive Effekte

Die 30- bis 49-Jährigen sind am stärksten davon überzeugt, dass der gesellschaftliche Strukturwandel im Pensionssystem zu spüren sein wird. Diese Altersgruppe würde einerseits bereits die Elterngeneration repräsentieren und andererseits noch Zeit bis zum eigenen Ruhestand haben, so die Meinungsforscher. Beinahe Einigkeit besteht darin, dass etwaige Auswirkungen der Überalterung nur negativ sein können, mit positiven Effekten der demografischen Entwicklung rechnet lediglich eine verschwindende Minderheit von drei Prozent.

Private Vorsorge wird zunehmen

An den Fortbestand der staatlichen Pension in ihrer heutigen Form glauben noch 56 Prozent, 32 Prozent rechnen nicht damit, zwölf Prozent sind unsicher. Die Zweifler sind zu jeweils rund 90 Prozent davon überzeugt, dass die private Vorsorge zunehmen, die Pensionshöhe sinken und das Antrittsalter steigen wird. 53 Prozent aus dieser Gruppe glauben, dass es überhaupt keine staatliche Pension mehr geben wird. (APA)

  • 55 Prozent der Befragten zeigten sich überzeugt, dass die
Nutznießer des Generationenvertrages bereits in Pension seien.
    foto: derstandard.at/photodisc

    55 Prozent der Befragten zeigten sich überzeugt, dass die Nutznießer des Generationenvertrages bereits in Pension seien.

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