150 Maßnahmen zur Budget-Sanierung

30. Juni 2010, 10:32
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1.000 Stellen im französischen Staatsdienst werden abgebaut, die Beamten kriegen unter anderem weniger Büroplatz

Paris - Wenige Tage nach dem G-20-Gipfel zieht Frankreich die Sparschraube weiter an. Budgetminister François Baroin kündigte 150 Maßnahmen an, um den Haushalt bis 2013 um weitere zehn Milliarden Euro zu entlasten. 100.000 Stellen im Staatsdienst würden abgebaut, sagte Baroin der Zeitung "Le Parisien" (Mittwoch). Auch werde künftig jeder Beamte nur noch zwölf statt 18 Quadratmeter Büroraum zur Verfügung haben.

Von den 90.000 Dienstwagen sollen 15 Prozent wegfallen. Auf die Hälfte der 600 staatlichen Internetauftritte werde verzichtet. Außerdem regte Baroin an, Steuernischen 2011 weiter abzubauen und die dadurch entstehenden Einnahmen von fünf auf zehn Milliarden Euro zu verdoppeln. Darunter fallen Mietzuschüsse und Hilfen zur Beschäftigung von Hausangestellten.

Frankreich muss 100 Milliarden Euro mehr einnehmen oder weniger ausgeben, um wie geplant bis 2013 das Staatsdefizit auf drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes zu senken. Das setzt voraus, dass die Wirtschaft schon 2011 wieder um 2,5 Prozent wächst. (APA)

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    Die Zeiten der Veschwendung sind vorbei: nur noch zwölf Quadratmeter Bürofläche pro Beamten wird es in Frankreich zukünftig geben.

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