Europas Leitbörsen schließen leicht im Plus

30. Juni 2010, 18:21
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Europas Leitbörsen nach starken Vortagesverlusten leicht im Plus Banken nach geringer als erwartet EZB-Tenderzuteilung fester

Wien - Die wichtigsten europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch überwiegend mit etwas höheren Kursen geschlossen. Nach den massiven Vortagesverlusten wegen Konjunktursorgen beim DAX von mehr als drei Prozent und beim Euro-Stoxx-50 von mehr als vier Prozent sahen wir am Berichtstag nun eine Stabilisierung, hieß es aus dem Handel.

US-Arbeitsmarktdaten bremsen im Späthandel

Eine überraschend geringe Liquiditätsversorgung der europäischen Banken durch die Europäische Zentralbank (EZB) werteten Marktteilnehmer als positiven Faktor. Belastend wirkten im Späthandel hingegen enttäuschende US-Arbeitsmarktdaten und die Verlaufsgewinne wurden wieder aufgezerrt. Die zugeteilte Summe von der EZB lag am unteren Ende der Erwartungen von Volkswirten und schmälerte damit Bedenken hinsichtlich möglicher Liquiditätsengpässe bei den Banken.

Klar in der Gewinnzone zeigten sich nach den Nachrichten vor allem die Bankenwerte. Im europäischen Referenzindex Euro-Stoxx-50 zogen Banco Santander um 3,48 Prozent auf 8,74 Euro an. Banco Bilbao verteuerten sich um 3,14 Prozent auf 8,612 Euro. Deutsche Bank verbuchten ein Kursplus von 1,52 Prozent auf 46,70 Euro. UniCredit zogen um 0,82 Prozent auf 1,839 Euro an.

Der weltgrößte Stahlproduzent ArcelorMittal muss wegen verbotener Preisabsprachen ein EU-Bußgeld von 276 Millionen Euro zahlen. Die Arcelor-Papiere beendeten den Handelstag mit einem Minus von 1,89 Prozent auf 22,355 Euro.

Daimler gewannen 1,55 Prozent auf 41,92 Euro. Die Anteilsscheine von Daimler profitierten von einer Kurszielanhebung. JPMorgan hatte das Ziel von 50,00 auf 55,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Die Konsens- und Konzernprognosen für 2010 erschienen zu niedrig, hieß es in einer Studie.

Die Telefonica-Aktien haben nach einer zunächst gescheiterten Übernahme um 0,96 Prozent auf 1,839 Euro gewannn. Mit einem Veto stoppte Portugal vorerst einen Verkauf von Kapitalanteilen des größten brasilianischen Mobilfunkbetreibers Vivo an den spanischen Telekom-Konzern. 30 Prozent der Vivo-Anteile befinden sich in der Hand des portugiesischen Konzerns Portugal Telecom. Telefonica hatte die Offerte zuletzt erhöht und den Portugiesen für deren Kapitalanteil 7,15 Milliarden Euro geboten. Portugal Telecom verabschiedeten sich mit minus 1,45 Prozent auf 8,18 Euro aus dem Handelstag. (APA)

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