"Koma-Texten"

Studie: Zu viele SMS machen krank

30. Juni 2010 09:14

Koma-Texten als Hilferuf - australische Forscherin identifiziert verschiedene Krankheitsbilder

Ein wunder Daumen ist nicht die einzige Gefahr für Leute, die zu viele SMS schreiben. Eine australische Forscherin hat zahlreiche Krankheitsbilder entdeckt, die vor allem Teenager beim "simsen" heimsuchen könnten: Textaphrenie, post-textisches Stresssyndrom, "Tangst"gefühle (aus Text und Angst) und Koma-Texten, wie Jennie Caroll, Dozentin für Projektmanagement in Melbourne berichtete. Sie warnt vor der Ausbreitung solcher Krankheiten, nachdem der Mobilfunkanbieter Boost mitgeteilt hatte, dass sich die Zahl der in Australien verschickten SMS seit 2008 verdoppelt habe.

Selbstzweifel

Bei Textaphrenie entsehe der Glaube, das Telefon habe eine eingehende SMS angezeigt, wenn in Wirklichkeit nichts angekommen ist. Beim Post-textischen Stress-Syndrom laufe der SMS-Schreiber gegen eine Wand oder bekomme nicht mehr mit, was um ihn herum passiert. Tangstgefühle seien Selbstzweifel, wenn nach einer Weile keine neue SMS angekommen ist. Beim Koma-Texten würden unzählige SMS verschickt, um das Selbstbewusstsein zu stärken. "Textaphrenie und Tangstgefühle haben SMS-Schreiber, die sich einsam fühlen und an ihrer Popularität zweifeln", sagte Carroll. Koma-Texten sei ein Hilferuf. (APA)

Kommentar posten
18 Postings
Kelborn
05.07.2010 15:31
LeganFuh
 
01.07.2010 16:33
das passiert,

wenn man psychologen ohne richtigen job, geld für "forschung" in den allerwertesten stopft ...

g p m x
07.07.2010 15:09
oder eine

studie ueber koma-poster?

Lichtfreak
30.06.2010 16:43
Die medizinische Forschung

ist in der Zwischenzeit so genau geworden, dass grundsätzlich KEIN Mensch mehr einfach gesund sein kann. Sie finden, wenn sie wollen, bei jedem etwas!

Tolles Geschäftsmodell!

scilector
 
30.06.2010 15:12
"koma-texten"

... klingt nach einer etwas unvollständigen übersetzung von binge texting.

Kennt mich eh keiner hier, also was solls:
30.06.2010 13:46
"Beim Post-textischen Stress-Syndrom laufe der SMS-Schreiber gegen eine Wand..."

Na hab ich ein Glück...
Hab mir schon Sorgen gemacht, weil ich einmal gegen eine Laterne gelaufen, beim SMS tippen.

Mein Hausarzt wäre mit der Diagnose wohl ohnehin überfordert gewesen...

Al Borland
01.07.2010 00:04

Und? War die Beule dann psychosomatisch oder nicht? Hat der Kopf geschmerzt oder nicht?

Kennt mich eh keiner hier, also was solls:
01.07.2010 01:27

Das weiß ich noch nicht. Ich warte noch auf die Laufe-der-SMS-Schreiber-gegen-eine-Laterne-Studie, die mir das sagt. Kann nicht mehr lange dauern, bis es sie gibt!

Ich hab mal gehört, dass ein Schlag auf den Hinterkopf das Denkvermögen erhöht. Weil's ja frontal war, mache ich mir große Sorgen und hoffe, die Studie widerlegt meine Befürchtungen...

Derweil werde ich erstmal weiter in "Wer-weiß-was?" Foren als Hypochonder mein Unwesen treiben!

Harald Schoenknecht
30.06.2010 13:36

Ist das "Post-textischen Stress-Syndrom" ernst gemeint? Das kann auch mit einem Buch, einer Zeitschrift, einem Kind, einer Freundin, etc. etc. passieren... brauchen wir fuer jeden dieser Faelle ein eigenes Krankheitsbild? *Kopfschuettel*

In meiner Schulzeit haben wir das (obige) "reinkippen" genannt, passiert auch beim Lernen, Programmieren, etc. Nur geht man da halt nicht 'rum, aber deshalb gleich eine Krankheit postulieren?

PeAcE

Kyuss88
30.06.2010 12:03

Ich hoffe die "Forscher" und "Wissenschaftler" sind sich darüber im klaren, dass sie ihre ganze "Arbeit" lächerlich gemacht haben, weil ihnen keine besseren Namen für ihre Krankheiten eingefallen sind!

Zoologe
30.06.2010 11:36
manche

wirken ja wirklich völlig durch den Wind, wenn sie so in der U-Bahn sitzen und pausenlos auf ihrem handy rumtippsen.

Interessant...
30.06.2010 11:32
ganz schlimm... geradezu FURCHTBAR ist auch das Phänomen der PIENCE zusammengesetzt aus Pathologie & Science, die vollkommen bekannte & im Sinne der Bellkurve "NORMALE", ja man möchte sagen ALLTÄGLICHE Regungen & Phänomene künstlich pathologisiert

um den Pientist, trotz absoluter Flaute im Cerebrum in den scientificalen Zenith zu katapultieren! Begleitet oft von Klugsprech (s.o) oder Nobel-Türkizissmus, einer Sprachstörung, die mit Winkelsätzen & unnötiger Fremdwortnutzung einher geht (nicht zu verwechseln mit nicht gscheid Deutsch können, aber sehr ähnlich)

Ich will aber mal nicht so sein und die GRO?ßELTERNVERSIONEN dieser Phänomene benennen:
- Postkastal&Klingel-Aphrenie
- Bangst-die Ungeduld auf einen (Antwort-)Brief
- parakalligrafisches Brieffreundsyndrom-während des Schreibens von Briefen, übersieht man dass die Beine längst eingeschlafen sind&der Tee kalt geworden ist (echt schlimm)
- Schreibo/Tele-Manie-(Koma=S T I L L) literweises Briefeschreiben in Hoffnung auf Antwort!

corvus parvus
30.06.2010 09:19
ich weiss nicht so recht

wage ich es, hier was herzuposten? wer weiss, ob das wirklich ist oder ob ich es mir nur einbilde. "hab ich schon die 140 zeichen? hab ich schon die 140 zeichen?"
"ESELLL!"

Pi der Grieche
30.06.2010 09:40
Nur ein Symptom für Ängste

SMS hat diese Ängste nicht erst erzeugt, die waren schon vorher da. Diese sogenannte Textaphrenie ist nur ein Symptom für Beziehungsangst, Einsamkeitsgefühl oder Verlustangst und möglicherweise sogar für noch komplexere Seelenleiden.

corvus parvus
30.06.2010 09:59
ich erzähle hierzu folgendes:

ich glaube, es wird hier ein bisschen was vermischt bei dieser "studie"
nämlich die ängste die gewiss ihre annahmeberechtigung haben, aber das haben sie auch bei jeder wurstsemmelstudie weil halt allgegenwärtig, und das, falls es sowas gibt, hirneinstellungssyndrom, ähnlich dem pavlov-zeug.
mir zum beispiel passiert es an tagen mit sehr viel mail-verkehr durchaus, dass ich die mailbox bimmeln höre, und: guckegucke...gar nicht wahr gewesen.

Pi der Grieche
30.06.2010 10:30

Diese Erfahrung kann ich auch bestätigen: als ich noch Sklave meines Festnetztelefons war, hörte ich manchmal ein Geisterklingeln und rannte ins Vorzimmer zum Telefonapparat aus Angst, das Gespräch zu verpassen. Heute lasse ich mein Handy endlos klingeln, wenn ich grad nicht reden mag.
Die pavlovsche Programmierung kennt also ein "Exit if", ein Verlassen der Schleife.
Einsamkeitsgefühle können allerdings ebenso zu unkontrolliertem Wurstsemmelverzehr führen, wie der von Ihnen erwähnte Gedanke an eine Studie vermuten läßt. :-)

corvus parvus
30.06.2010 10:43
oh oh

hätten sie mich doch "damals" schon konsultiert. ich hätte helfen können!

einfach bei der telekom anrufen und so tun, also bräuchte man irgendwas vom kundendienst. (bitte wirklich nur so tun, denn bräuchte man WIRKLICH was, führte das gleich zum nächsten zwangsneurotikum, nämlich: "ich muss jetzt irgendwen erwürgen".).
ja, und dann warten. mit dem hörer am ohr. jaja, doch: die ganze halbe stunde lang das schleifenband abhören und der frau glauben, die sagt, sie seien der nächste am nächsten freien platz.

das heilt jede telefonitis ruckzuck!
oft probiert - immer geheilt worden.

Pi der Grieche
30.06.2010 10:43

Korrektur: in der üblichen deutschen Schreibweise: Iwan Petrowitsch Pawlow, also pawlowsche Konditionierung.

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