Überraschungsmann "Randy" Lu

29. Juni 2010, 18:54
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Taiwaner könnte als erster Asiate ins Halbfinale einziehen

London - Taiwans Staatspräsident Ma Ying-jeou hat nach dem Fünfsatzsieg im Achtelfinale über den Vorjahrsfinalisten Andy Roddick sofort ein Glückwunschtelegramm geschickt. Und in seiner Heimat wird ein Tennis-Hype ruchbar. Lu Yen-hsun, der Sohn eines Hühnerzüchters aus der Hauptstadt Taipeh, steht als erster Asiate seit 15 Jahren im Viertelfinale von Wimbledon. Mit einem weiteren Erfolg heute, Mittwoch, gegen den Serben Novak Djokovic würde der 26-Jährige sogar als erster Asiate im Halbfinale Geschichte schreiben.

"Er ist sehr fleißig, respektvoll und höflich und er hat sein Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft", sagt sein deutscher Coach Dirk Hordorff, der Lu Yen-hsun seit sieben Jahren betreut. Im Tennis-Zirkus wird er der Einfachheit halber "Randy" Lu geheißen, sein Englischlehrer konnte einst seinen Namen nicht korrekt aussprechen. Nach einem Bandscheibenvorfall und Pfeiffer'schem Drüsenfieber ist der Weltranglisten-81. auf dem Weg nach oben. "Ich kann nicht versprechen, dass ich gegen Djokovic gewinnen werde", sagt Lu, "aber ich werde kämpfen bis zum Ende und mein Bestes geben."  (krud, DER STANDARD, Printausgabe, Mittwoch, 30. Juni 2010)

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    Überraschungsmann Lu Yen-hsun.

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