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Direktorin Danielle Spera
Wien - Aus dem Dornröschenschlaf wecken, umbauen, mit einer neuen Dauerausstellung Vergangenheit und Gegenwart des Wiener Judentums dokumentieren: Die energische Zügigkeit, mit der Danielle Spera ihren Job als Direktorin des Jüdischen Museums angeht, ist vermutlich jahrzehntelanger, tagesaktueller Berichterstattung geschuldet. Am 1. Juli bezieht die dreifache Mutter ihren Arbeitsplatz - vorübergehend. Die Büros sind nämlich nicht wie das Museum im Palais Eskeles, sondern im Trattnerhof untergebracht: Unpraktisch, weil zu weit auseinander, und außerdem zu teuer, befand Spera und suchte noch vor Amtsantritt neue und günstigere Räumlichkeiten in der Dorotheergasse. Übersiedelt wird Ende August.
Außerdem will sie ehestmöglich die Renovierung des Museums angehen, die Klimaanlage ist veraltet, neue Aufzüge sind erforderlich. Gleich am ersten Arbeitstag bittet sie die kuratorisch-wissenschaftlichen Mitarbeiter zwecks Teambuilding zu einem Workshop. Das Projekt heimisch findet schon jetzt ihre Zustimmung: Der Heimatbegriff soll aus migrantischer Sicht abgeklopft und neu definiert werden.
Ein Herzensanliegen ist ihr die Außenstelle des Museum auf dem Judenplatz, deren Kernstück die unterirdischen Fundamente einer mittelalterlichen Synagoge sind. "Die meisten Menschen wissen gar nicht, dass es hier ein Museum gibt. Dabei handelt es sich um einen der schönsten und spannendsten Plätze Wiens. Ein spiritueller Ort, mit dem man so toll arbeiten könnte." Mithilfe eines Beirates möchte sie zeitgenössische Künstler einladen, mit dem und für den Platz zu arbeiten; ein langfristiges Projekt, das sie aber "so rasch wie möglich in die Gänge bringen" möchte.
In den letzten Monaten besuchte Spera zahlreiche jüdische Museen in Europa: "Das jüdische Museum Wiens war eines der ersten in Europa. Mittlerweile gibt es in jeder größeren deutschen Stadt eines. Wir arbeiten nicht mehr konkurrenzlos."
4,1 Millionen Euro stehen dem Museum zur Verfügung, 400.000 Euro jährlich sind für Ausstellungen budgetiert: "Nicht gerade viel. Allein die Ausstellung koscher und co in Berlin hat 800.000 Euro gekostet." Als persönlichen Vertrauensmann fürs Finanzielle holt sie PR-Profi Peter Menasse.
Vorhaltungen, wenig von kuratorischer und wissenschaftlicher Museumsarbeit zu verstehen, pariert Spera locker: "Die Vorwürfe kommen meist von Journalistenkollegen. Interessant, dass sie ihrem eigenen Berufsstand nichts zutrauen." Sie könne, sagt Spera, viel einbringen: "Kuratorisch und wissenschaftlich ist das Haus sehr gut aufgestellt, mit einem international anerkannten Team." (Andrea Schurian/DER STANDARD, Printausgabe, 30.6.2010)
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davon ist miete und betriebskosten zu zahlen. außerdem sind sowohl menschen für museumsbetrieb (administration) als auch für forschung (wie in meist allen museen) zu bezahlen. zusätzlich fallen kosten für restaurierungen bzw. neuanschaffungen an.
im endeffekt nicht wirklich viel geld mit dem zu haushalten ist.
Mitarbeiter des Museums erfahren erst durch Presseberichte (hier, Die Presse, Kurier, OÖN) genaueres über die Pläne von Fr. Spera. Das Aufsichtspersonal wurde bisher über dessen Zukunft bei geplanten Umbauten und Erneuerungen im Ungewissen gelassen. Mehr als peinlich auch ihr deutlich vernehmbarer Ausruf coram publico „Schrecklich“ anlässlich eines unbedeutenden technischen Missgeschicks (beim Ausschalten eines PCs ertönte die Endmusik) bei der Präsentation der Wiesenthal-Sondermarke im Museum.
Sie ist die Tochter eines Juden und einer Nichtjüdin. In orthodoxen jüdischen Kreisen zählt die Religion der Mutter, nicht die des Vaters. In liberalen Kreisen ist das nicht ganz so streng. Warum Spera konvertierte ist ihre Privatsache, aber dass sie sich der jüdischen Religion immer sehr nahe fühlte, mag wohl ein Grund gewesen sein, auch sich auch "offiziell" dazu zu bekennen.
P.S: Wikipedia ist nicht der Weisheit letzter Schluss. Als einzige Quelle ist sie wohl nicht ausreichend...
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