Dokumente aus Hitlers Gefangenschaft für 27.000 Euro versteigert

3. Juli 2010, 13:41
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    foto: apa/daniel karmann

    Eine Besucherkarte, ausgestellt auf die Namen Erich Ludendorf, Ernst Röhm und Albrecht von Graefe

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    foto: apa/daniel karmann

    Ein Häftlings-Aufnahmeschreiben mit der Unterschrift von Adolf Hitler

Rund 500 Schriftstücke und Unterlagen aus der Zeit in Landsberg - Privatmann aus Deutschland ersteigert Schriftstücke

Fürth - Bisher unbekannte Dokumente aus Adolf Hitlers Zeit als Gefangener in Landsberg am Lech (westlich von München) sind am Freitag für 27.000 Euro versteigert worden. Wie das Auktionshaus, das die rund 500 Schriftstücke und Unterlagen angeboten hatte, berichtete, habe ein Privatmann aus Deutschland das entsprechende Gebot abgegeben. Er sei bei der Auktion in Fürth nicht selbst dabei gewesen, sondern habe schriftlich geboten. Die Dokumente hatte ein Mann aus Nürnberg versteigern lassen; sein Vater hatte sie wohl zufällig in den 1970er Jahren auf einem Flohmarkt zusammen mit alten Büchern erworben.

Die Schriftstücke und Unterlagen beinhalten das Aufnahmebuch des Gefängnisses, Briefe der Anstaltsleitung und etwa 350 Besucherkarten. Das Mindestgebot lag bei 25.000 Euro. Hitler war wegen des gescheiterten Putschversuchs ("Marsch zur Münchner Feldherrnhalle") im November 1923 wegen Hochverrats festgenommen worden und bis Ende 1924 in Landsberg inhaftiert. Historisch belegt ist, dass er von der Gefängnisleitung eine Vorzugsbehandlung erhielt und etliche Besucher empfangen durfte. Dort diktierte der Nazi-Führer auch sein Buch "Mein Kampf". (APA)

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24 Postings
pater hirni
20
hat wc strache demfalken soviel geld geborgt?!?

oder stellte sich das habenzentrum farberl als sponsor zur verfügung?

borake
04
30.6.2010, 12:03
sollten solche dokumente eigentlich nicht ein öffentliches archiv gehören!?

mühsamer abstieg
00
die werden von privatleuten gekauft

die die wahrheit, welche auch immer, vertuschen wollen. niemand soll das lesen was der kleine elitenknecht dachte, könnte ja unangenehmes ans tageslicht kommen, nicht wahr ?

Megacruiser
00

schon, aber sie gehören nun einmal einem privatmann, wie es heisst. der kann nun mal über sie verfügen, denn enteignung ist ja rechtlich und moralisch keine möglichkeit. der ›öffentlichkeit‹ bleibt somit nur der erwerb. und der wird im letzten satz des artikels in betracht gezogen.

hed
34
30.6.2010, 10:43
hört das denn nie auf?

werden wir auch noch in 50 jahren mit sensationsmeldungen wie "hitlers straßenbahnfahrscheinsammlung aus den 1920er jahren gefunden" oder "hitlers unterhosen und ihr einfluß auf die jahre 1938-1945"?

Igor Gassner
21
Seniorenmeldung ist gut die jüngsten

der Generation sind 80 jahre alt. Die Zeitungen sollten solchen Schmarren von den britischen und sonstigen Agenturen nicht übernehmen, wir können ja nichts dafür dass die Briten einen Minderwertigkeitskomplex haben seit sie den zweiten WK gewonnen haben.

Simplicius Simplicissimus
02
30.6.2010, 14:38
Lustig wäre ...

... der Entwurf eines Werbeplakates, den H. für ein Mittel gegen Schweißfüße machte. Der Typ hat eigentlich nichts ausgelassen, Schulabbrecher, Sandler, Maler, Massenficker, Völkermörder, Nichtraucher, Nichttrinker, Veget-arier. Ein typisches Kind seiner Zeit, ein Vorläufer noch größeren, kommenden Unheils. Wir sollten möglichst viele Aspekte kennen, um zu sehen, was alles möglich ist.

Cthulluh
10
Ein Vorläufer noch kommenden, größeren Unheils?

Sicher nicht so schnell bei uns. Die Menschen hierzulande sind auf dieses Thema sensibilisiert, der allgemeine Bildungsgrad liegt heutzutage viel höher als damals und die Welt ist zum globalen Dorf geworden. Ausserdem: Ideologien (egla welche) wirken längst nicht mehr so anziehend auf die Massen. Andererseits erstarken die Extreme, vor allem solche mit religiöser Natur. Also wenn es den Menschen wieder sehr schlecht geht, das Bildungsniveau stark abfällt und die Ressourcen knapp werden, dann vielleicht. Aber würde es dann auch wieder zwangsläufig zu industriell durchorganisiertem Massenmord kommen?

Nick Tameer
01
30.6.2010, 16:09

"Sandler" ist vielleicht ein wenig überzeichnet, aber obdachlos war er zweitweise schon und zu seinem Entschluss, Politiker zu werden, hat seine Abneigung gegen geregelte Arbeit vielleicht mehr beitragen als alles andere.

Hochstapler war er auch, da er sich als "akademischer Maler" bezeichnete, wofür ihm eine Art polizeilicher Verweis erteilt wurde. Aber gegen seine späteren politischen Hochstapeleien verblasst diese Episode.

"Massenficker"? Ist metaphorisch gemeint, oder? Sonst hätte es sich der SPIEGEL dieses gefundene Fressen sicher nicht entgehen lassen.

wero2
01
Sandler

diese info sollte den rechten kreisen bekannt gemacht werden.
daß der geschundene auf der parkbank, vieleicht mal deren führer wird.

pater hirni
00
naja, jetzt ist der führer ein schulabbrecher,

der die nase voll hat.

wero2
00
stümper,

kann mich an eines seiner bilder erinnern, welches um ca 5o,--euro versteigert werden sollte. wurde nicht verkauft, seine primitivität lebte er dann anderst aus.
auch ein wife-kurs hätte warsscheindlich nicht viel gebracht.

Nick Tameer
00

Ich meine allerdings, seine Untalentiertheit wird aus politischen Gründen übertrieben. Immerhin hat er bei seinem ersten Versuch, auf der Kunstakademie anzukommen, die Vorauswahl noch überstanden. Erst in der zweiten Runde wurde er ein Opfer der Selektion. Ob die Geschichte wesentlich anders verlaufen wäre, wenn die Kommission ein Auge zugedrückt hätte - wer weiß? Aber man würde doch nachträglich wünschen, dass sie es getan hätte, und ich persönlich würde schwer an der Verantwortung tragen, wenn ich über die Zulassung von hoffnungsvollen Nachwuchskünstlern zur Akademie zu entscheiden hätte.

Kahuna
00
Das war der groesste Fehler in der Geschichte der Kunstakademie

Es haette nur noch einen schlechten Maler mehr gegeben.

der schalldämpfer
51
30.6.2010, 10:08

Warum wird das Zeug versteigert anstatt die Zettel zu verbrennen? Wer kauft sowas und warum?

Ein nitupsaR
 
00
30.6.2010, 04:04

Ich hätte günstig ein f abzugeben.

Lex Barker1
00
30.6.2010, 17:49
wir sollten uns zusammentun

ich habe noch ein u, ein c und ein k übrig.

LCD
06
30.6.2010, 02:18

Wie man sieht, hat die Haft Hitler resozialisiert...

Nick Tameer
00
30.6.2010, 10:42

"Old Landsberg I hate every inch of you -
do you think I'll be better when I'm through?"

wie Hitler in seiner Haftzeit vor sich hin zu trällern pflegte, wenn er die Manuskripte für "Mein Kampf" auf seiner Reiseschreibmaschine tippte.

manfredo 66
01
29.6.2010, 16:40

Ich empfehle dazu: http://einestages.spiegel.de/static/to... ml#ref=rss
Etwas ausführlicher als dieser APA-Artikel.

Und überhaupt, dieser Adolf hat ja fast gelebt wie ein Fürst im Gefängnis. Unglaublich.

Nick Tameer
00
29.6.2010, 19:35

"Gefängnis" ist im Grunde schon irreführend - Festungshaft war an sich schon eine Haftstrafe für in den Augen der Justiz ehrenwerte Täter, die gegenüber der normalen Gefängnisstrafe (von der verschärften Zuchthausstrafe gar nicht zu reden) Privilegien einschloss. Ob Hitler über die Privilegien, die sich aus der Art der Strafe ergaben, hinaus noch weitere zugestanden wurden, kann ich nicht definitiv sagen, auch wenn ich es für wahrscheinlich halte.

Jürgen Rembremerding
11
29.6.2010, 18:08
Das ist aber generell das Wesen von Festungshaft!

Sie galt als nicht ehrenrührige und daher als privilegierte Form der Inhaftierung. Man hatte Hitler im Urteil bescheinigt, zwar schuldhaft, aber aus ehrenwerten Motiven (die Sorge um das Vaterland) gehandelt zu haben.

Jo eh...
02
30.6.2010, 14:52

Da hat man sich wohl ordentlich geirrt!

Nick Tameer
01
30.6.2010, 15:43

Würde ich noch nicht einmal sagen - das war eben eine Bagage.

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