Erste Bank-Anlageexperten bleiben optimistisch

29. Juni 2010, 15:55
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Wien - Die Anlageexperten der Erste Bank zeigen sich bezüglich der künftigen Entwicklung der Aktienmärkte weiter optimistisch. Ein Schwerpunkt wird weiterhin auf Blue-Chip-Werten in entwickelten Märkten gelegt, wobei europäische Aktien untergewichtet sind. Übergewichtet werden unverändert Emerging Markets (u.a. Türkei, Russland und China) mit einem Anteil von 25 Prozent des Aktienportfolios.

Ab dem dritten Quartal raten die Anlageexperten zudem zur Bildung einer kleinen Cash-Reserve von 5 bis 7,5 Prozent, um flexibel zu sein. Gold sollte weiterhin im Ausmaß von 5 Prozent des Gesamtvermögens gehalten werden. Das Zinsniveau sollte in den kommenden zwölf Monaten unverändert niedrig bleiben, heißt es in einer Aussendung am Dienstag.

Attraktive Performance-Chancen sehen die Anlageexperten auch weiterhin bei höher verzinslichen Unternehmensanleihen und bei Schuldverschreibungen aus Zentraleuropa und den Schwellenländern. Daher bleiben Anleihen mit 70 im konservativen bzw. 60 Prozent im dynamischen Portfolio deutlich übergewichtet.

Konservative Anleger sollten rund 15 Prozent Aktien, 70 Prozent Anleihen, 5 Prozent Immobilien, 5 Prozent Gold und eine Barreserve für Aktienkäufe bei Rückschlägen von 5 Prozent halten. Dynamische Anleger könnten bereits einen etwas höheren Aktienanteil (rund 22 Prozent) in ihr Portefeuille mischen und dafür einen geringeren Anleihenteil (rund 60 Prozent) halten, raten die Experten.

Finanzielles Basislager

Bei den Anleihen fallen vor allem High Yield Produkte mit 30 Prozent stärker ins Gewicht. Ein großer Teil des festverzinslichen Portfolios wird in Staatsanleihen und staatsgarantierte Hypothekaranleihen mit guter und bester Bonität investiert.

Im "finanziellen Basislager" sollten als Richtgröße übrigens immer rund drei Monatsgehälter sein, rät Wolfgang Traindl, Leiter des Private Bankings & Asset Mangements der Erste Bank. Dieses ständig, insbesondere für Notfälle verfügbare Geld sollte man am Besten auf eine Sparkarte legen. Wer das Basislager aufgebaut habe, kann an einen Bausparer und an eine Lebensversicherung zur Absicherung von Risiken denken. Die Altersvorsorge bildet den nächsten Anlageschritt ab.

Das Private Banking der Erste Bank und der Sparkassen managt ein Vermögen von rund 37 Milliarden Euro. Das entspricht einem Marktanteil von 25 Prozent. Damit ist die Erste Bank nach eigenen Angaben Marktführer in diesem Segment. (APA)

 

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