Sieben Jahre Haft für falschen Handwerker

29. Juni 2010, 13:28
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Insgesamt 45.000 Euro erbeutet - Urteil nicht rechtskräftig

 Mit einer siebenjährigen Freiheitsstrafe ist am Dienstag im Wiener Straflandesgericht die Karriere eines falschen Handwerkers zu Ende gegangen, der in der Bundeshauptstadt zehn Jahre lang vor allem betagte Frauen getäuscht hatte. Der Mann hatte sich mit Vorliebe als Mitarbeiter von "Wien Energie" ausgegeben und seinen Opfern vorgemacht, die Stromleitungen wären überlastet bzw. "zu heiß". Wenn nicht rasch die unumgänglichen Reparaturarbeiten durchgeführt würden, bestünde Brandgefahr.

Zugleich versicherte der stets in bewusst schmutziger Arbeitsmontur und damit recht glaubwürdig auftretende Betrüger den Opfern, die Arbeiten wären sehr kostspielig, doch könne er sie gutwilligerweise billiger durchführen, wenn man bar bezahle. Insgesamt 25.000 Euro dürfte er mit dieser Masche an "Anzahlungen" kassiert haben. Weitere 20.000 bis 25.000 Euro kamen den knapp zwei Dutzend Geschädigten abhanden, indem der 44-Jährige in den Wohnungen unbemerkt Bargeld und Wertsachen mitgehen ließ. (APA)

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