Eierstock-Transplantation verlängert Mäuseleben

29. Juni 2010, 12:53
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Japanische Forscherin präsentierte Studien-Ergebnisse in Rom

Rom - Bei Mäusen haben ForscherInnen einen erstaunlichen Nebeneffekt von Eierstock-Transplantationen festgestellt: Die Lebenserwartung der kleinen Nagetiere stieg nach der Verpflanzung sehr stark an. Die Japanerin Noriko Kagawa präsentierte die Studien-Ergebnisse am Dienstag auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin und Embryologie in Rom.

Die Forscher verpflanzten sechs betagten Mäusen, die wegen ihres Alters keinen Nachwuchs mehr bekommen konnten, jeweils zwei Eierstöcke von jüngeren Tieren. Das Ergebnis: Die Mäuse wurden wieder fruchtbar und lebten rund 915 Tage - normalerweise hätte ihre Lebensspanne nur etwa 548 Tage betragen. Acht weitere Mäuse, denen jeweils nur ein "junger" Eierstock eingepflanzt worden war, lebten durchschnittlich 877 Tage.

"Heute werden Eierstock-Transplantationen bei Frauen vorgenommen, um ihre fruchtbaren Jahre zu verlängern oder ihre Fruchtbarkeit zu erhalten etwa nach einer Chemotherapie bei Krebserkrankungen", erklärte Kagawa. "Dennoch weist der erstaunliche und völlig unerwartete Nebeneffekt einer Lebensverlängerung in unseren Maus-Studien darauf hin, dass derartige Transplantationen Ähnliches auch bei Frauen bewirken könnten." Nach Angaben von Kagawa, die als Forschungsdirektorin an der Kato-Frauenklinik in Tokio arbeitet, ist noch unklar, warum diese Transplantationen eine lebensverlängernde Wirkung haben. (APA)

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