"Es gibt ein Missverhältnis"

Michaela Kampl, 30. Juni 2010, 17:47
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    foto: apa-foto: roland schlager

    "Je früher man in den Rechtsetzungsprozess einbezogen ist, desto mehr kann man ihn beeinflussen."

    Zur Person: Evelyn Regner sitzt seit Juli 2009 für die SPÖ im Europaparlament. Zuvor leitete sie im ÖGB die Stabsstelle für EU und Internationales.

Warum die Finanzbranche im Lobbying so erfolgreich ist und was dagegen zu tun wäre - SPÖ-EU-Abgeordnete Evelyn Regner im Interview

Lobbying in der EU ist kein neues Phänomen. Die Parlamentarier sind im Grunde daran gewohnt. Vergangene Woche wurde es ihnen allerdings zu viel. In einem gemeinsamen Appell machten die Abgeordneten ihrem Ärger Luft. Die Finanzbranche sei übermächtig und es fehle an Gegenexpertisen. Die SPÖ-EU-Abgeordnete Evelyn Regner erklärt im Interview mit derStandard.at, was sie an Lobbyismus problematisch findet und wo sie Lösungsansätze sieht.

***

derStandard.at: Ist der Aufschrei gegen den Einfluss der Lobbyisten nicht auch ein Zeichen der Ohnmacht der Parlamentarier? Sie müssen doch nicht im Interesse der Lobbyisten abstimmen?

Regner: Das EU-Parlament ist Co-Gesetzgeber. Wir entscheiden zu 50 Prozent mit und das ist schon gebündelte Macht. Insbesondere deshalb, weil die EU-Institutionen mittlerweile erhebliche Kompetenzen besitzen - auch im Vergleich zur nationalen Gesetzgebung. Dieser Aufschrei soll darauf aufmerksam machen, wie stark Lobbyisten bereits vor einer Entscheidung einbezogen sind. Es soll auch ein Hinweis darauf sein, mit welchen Argumenten und welcher Sachkompetenz es einem bestimmten Bereich gelingt, der sehr viel Geld und Macht hat - allerdings nur einen kleinen Kreis der Bevölkerung repräsentiert - gehört zu werden. Hier gibt es ein Missverhältnis.

Bevor über einen Vorschlag der Kommission, oder über eine Richtlinie entschieden wird, ist es notwendig Sachkenntnis einzuholen. Das ist in der Regel so, dass es Stellungnahmen gibt oder auch High Level Groups, die bei der Kommission eingerichtet werden. Je früher man in den Rechtsetzungsprozess einbezogen ist, desto mehr kann man ihn beeinflussen. Das ist in Österreich genauso. Wenn man schaut, dass man als sich Interessensvertreter einbringt bevor eine Regierungsvorlage kommt, kann ich inhaltlich mehr machen, als wenn die Diskussion im Parlament selber ist.

derStandard.at: Den Aussagen der Parlamentarier zufolge ist besonders die Finanzbranche sehr aktiv und erfolgreich im Durchsetzen ihrer Interessen. Auf nationaler Ebene sind die Gewerkschaften als Interessensvertretung immer noch einflussreich. Warum schaffen soziale Interessensvertretungen es nicht, diese Verhandlungsmacht auch in Brüssel durchzusetzen?

Regner: So schlimm ist es nicht. Es stimmt zwar, dass ein anderes Verhältnis als auf nationaler Ebene herrscht, aber so mächtig sind Gewerkschaften im nationalen Kontext auch nicht - und so ohnmächtig sind sie auch nicht auf europäischer Ebene. Es ist nur so, dass viele, die die Interessen des Finanzmarktes vertreten letztlich leiser auftreten. Wenn ich beispielsweise über eine sehr gute Gesprächsbasis zu Ministern oder anderen Entscheidungsträgern verfüge, dann habe ich es nicht notwendig auf der Straße zu demonstrieren.

derStandard.at: Aber genau diese Vorgehensweise könnte auch beispielsweise die Gewerkschaft für ihre Interessen nutzen.

Regner: Das stimmt. Aber wieder auf die europäische Ebene zurück: Wenn Kommissionspräsident Barroso eine High Level Group einrichtet, die Vorschläge zur Finanzmarktregulierung erarbeiten soll, ist diese hochrangige Expertengruppe so zusammengesetzt, dass sich Barroso die Leute selber aussucht.

derStandard.at: Darf er das im Alleingang entscheiden?

Regner: Er braucht das OK des Kommissionskollegiums - also aller Kommissare. Aber er ist der Kommissionspräsident. Hier besteht also die Möglichkeit allein durch die Zusammensetzung einer Gruppe, die zwar noch nichts rechtsverbindliches machen kann, schon Inhalte zu entscheiden. Es macht einen Unterschied, ob in einer Expertengruppe nur Banker oder auch Vertreter einer Konsumentenschutzorganisation sitzen. Ich sage nicht, dass eine andere Besetzung der High Level Groups das Problem löst, das wäre nur ein erster Schritt.

Aber es ist wichtig zu sagen, je früher man dran ist, bei einem Thema, desto besser. Dementsprechend ist es entscheidend, wie zum Beispiel Think Tanks hier in Brüssel besetzt sind. Natürlich ist Wissenschaft unabhängig, aber es ist auch möglich Gutachten zu erstellen oder Veranstaltungen zu organisieren, wo sehr fundierte, kluge Leute auftreten, die aber auch nur eine Seite der Medaille präsentieren. Das ist letztlich meinungsbildend.

Es ist aber sehr wohl möglich als NGO, insbesondere als Gewerkschaft, den politischen Entscheidungsprozess zu beeinflussen, keine Frage. Aber wenn man sich anschaut welche Mittel finanzieller Art oder toll ausgebildetes Personal dahinter steht, dann kann man sagen, das ist ein Missverhältnis.

derStandard.at: Wie könnte man dieses Ungleichgewicht ausbügeln? Wäre ein eigener wissenschaftlicher Dienst der EU in bestimmten Bereichen eine Lösung?

Regner: Die einzige Lösung gibt es nicht, es ist notwendig mehrere Konfliktfelder aufzubereiten. Eine Möglichkeit habe ich bereits erwähnt: die möglichst demokratische Zusammensetzung der High Level Groups. Das nächste ist die Registrierung von Lobbyisten. Es gibt das Register der Lobbyisten im Europäischen Parlament.

derStandard.at: Der Eintrag in diesem Register ist allerdings freiwillig?

Regner: Genau das ist das Problem. Es ist ein Unterschied, ob Lobbyisten freiwillig registriert werden, oder ob es eine Verpflichtung gibt.

derStandard.at: Wie groß ist der Anteil derer, die sich registrieren lassen?

Regner: Da trau ich mich insofern keine Summen nennen, weil die Art und Weise wie man registriert ist, oft komplett unterschiedlich ist. Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) ist eine Gewerkschaft, also wirklich kein klassischer Lobbyist, aber hat sich in dem Lobby-Register des Europäischen Parlaments eintragen lassen und zwar weil es uns wichtig ist, transparent zu sein und zu zeigen, dass wir präsent sind. Da steht auch drinnen, wen und wie viele wir repräsentieren. Es ist natürlich nicht der ganze ÖGB in Brüssel präsent, sondern es gibt ein Büro mit einigen Mitarbeitern.

Dann gibt es aber auch viele Büros aus denen nicht ganz ersichtlich ist, wer hier wen vertritt. Ist jetzt die Firma XY mit ihren Vertretern da, um die Firma selbst zu vertreten oder den ganzen Verband der dahinter steht. Es gibt auch eine Fülle von „NGOs", wo von Verbänden und Unternehmen kleine NGOs gegründet werden, die sollen dann einen bestimmten Aspekt des Unternehmens repräsentieren. Das verzerrt natürlich den Blick und insofern ist Registrierung auch nicht der Stein der Weisen, aber ein weiterer Schritt, um weiter zukommen.

derStandard.at: Gibt es derzeit Initiativen, die Registrierung für Lobbyisten strenger zu gestalten?

Regner: Im Moment ist diesbezüglich gerade Pause. Ich habe eine parlamentarische Anfrage formuliert. In der vergangenen Legislaturperiode war das ein großes Thema. Im Moment ist, soweit mir bekannt, nichts auf der Tagesordnung. Aber das wäre natürlich wünschenswert. (mka, derStandard.at, 30.6.2010)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 178
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warp.faktor
00
19.8.2010, 19:11
Wozu noch wählen ...

... wenn die Lobbyisten die Gewählten nach der Wahl manipulieren?

In dem Maße in dem die EU Lobbyisten legalisiert, wirft sie die Demokraten hinaus.

marty fink
00
11.7.2010, 23:35
Ein Haufen von Würschtln, die Entschuldigungen suchen!

Furchtbar!

khaleb
01
Lobbying gehört ganz einfach verboten

meineMeinung1969
00
Das liest sich ...

... nach "wir würden gerne können, wir können aber nicht, weil wir machtlos sind".

mM

rumps 2
00
Kompetenz

Das Problem ist, dass Parlamentarier (ua) Informationen brauchen. Bevor man etwas ändert muss, man seine Ideen diskutieren ... . Noch vor einieger Zeit hat es Beamte (!) (=vom Volk bezahlt) gegeben, die soclhe Sachen sehr ernst genommen haben, und mit viel Kompetenz und Engagement Gesetzte (zB) entworfen haben. Die wurden aber großräumig eingespart (und zugleich relevante Steuern gesenkt). Ergebnis in D:
Die Regelungen zur Bankenrettung wurden von einer Anwaltsfirma geschrieben die ihre Aufträge (regelmäßig) von Banken erhalten. Da kann man sich vorstellen, was da herauskommt.
Dem Staat wird (mit Absicht) systematisch Kompetenzen entzogen, Einfluß bekommt der, der die Kohle hat.

warp.faktor
00
19.8.2010, 19:18
Was Sie beschreiben ...

... war das Ziel der "Österreichischen Schule" um Friedrich August von Hayek.

Heute ist die Entmündigung der Demokraten und die Allmacht des Marktes Staatsreligion in der EU und vielen Teilen der Welt.

HinterfrageAllesUndBildeDich
00
Haben Sie sich schon mal gefragt...

...dass diejenigen das sagen haben, die bestimmen können, wieviel geld im umlauf ist? d.h. erhöhung und verringerung der geldmenge zum herbeiführen einer krise um die Völker langsam zu Sklaven zu machen. man muss daher viel weiter denken als nur auf EU-Ebene. Wenn man ein wenig recherchiert, dann stößt man auch unweigerlich auf die Bilderberg-Gruppe (Errichtung einer Weltregierung nach ihren Vorstellungen) - schon mal davon gehört?www.infokrieg.tv

iohui
00
die interessensvertretung der bürger sollen eigentlich die politiker und beamten sein.

das ist der auftrag an sie, und nur dafür werden sie bezahlt.

dass sie es in der praxis nicht sind, sondern bloss erfüllungsgehilfen mächtiger wirtschaftlicher profitinteressen, macht das ganze zu diesem korrupten s@auhaufen der es ist. was die treiben ist amtsmissbrauch, sonst gar nichts.
wenn wir wollen hätten, dass wir von der industrie oder von banken regiert und verwaltet werden, dann hätten wir die direkt gewählt bzw. beauftragt. dafür brauchen wir keine parteien und behörden.

desperate wife without house
00
30.6.2010, 22:56
lobbyismus demokratisieren ... echt? wär's nicht besser, die spekulationen darüber zu beenden?

als eine vom volk muss ich aber sagen, dass ich mir weder ausgesucht habe, wer aus welchem consortium, konzern, pressure group, ja sogar organisationen wie etwa die oecd, uno usw. mich dort wirklich vertritt, ja ich weiß ja als normalbürger nicht einmal, was sich im europäischen gewerkschaftsbund so abspielt ... nun gut und dann verbiete ich noch den einzelnen beamten und funktionären das telefonieren?
natürlich könnte es gescheit sein, sogenannte think tanks - in einer sehr geregelten zusammensetzung, die über regner's idee hinausgeht - verbindlich zu etablieren und auch den umgang mit diesen ergebnissen verbindlich zu gestalten.
ansonten ginge es wohl nur mit einem einschluss der lobbyisten-expertisen in die vorschläge der kommission.

HinterfrageAllesUndBildeDich
11
30.6.2010, 22:55
lobbying verbieten?

Wie bitte soll man Lobbying denn verbieten? Gesundes Lobyying dient einem möglichst ausgeglichenen Interessensausgleich, aber man kann es auch übertreiben.

h 90
00

und Lobbying mit Geldzuwendungen (Bestechnung) ist ja schon verboten.

Advaita0
01
30.6.2010, 22:38

früher wars der Adel und heute die Parlamentarier, die die Dinge "unter sich" ausmachen.
Same same, but different, wie der Thailänder sagt.

Meine Meinung ist...
00
30.6.2010, 22:06

Was noch gar nicht erwähnt wurde: Sowohl die IV als auch die WKÖ haben direkt in den Büros der ÖVP-EU-Abgeordneten Vertreter sitzen, die ihnen immer zuflüstern können, wie sie abstimmen sollen.

ANTICHRIST1
07
30.6.2010, 21:57
Lobbying verbieten

Lobbying ist zu verbieten und unter Strafe zu stellen.

Abgeordnete werden von den Wählern in die Parlamente gewählt und sind daher ausschliesslich diesen verpflichtet.

Lobbyismus ist die höchste Form von Korruption!!!

LobbyistIn
01
Interessenvertretung = Lobbying

Der ÖGB vertritt die wirtschaftlichen, politischen, sozialen und kulturellen Interessen aller ArbeitnehmerInnen.

ergo VERBIETEN!

Meine Meinung ist...
31
30.6.2010, 22:08

Das klingt aber toll. Mit anderen Worten wollen Sie also allen Politikern verbieten mit anderen Leuten zu reden. Denn Lobbying ist ja nichts anderes als sich mit unterschiedlichen Persönlichkeiten auszutauschen.

Ich befürchte, so einfach wie Sie sich das vorstellen ist es nicht.

Super-Zyniker
00

@Meine Meinung ist...

> wollen Sie also allen Politikern verbieten mit
> anderen Leuten zu reden. Denn Lobbying ist ja
> nichts anderes als sich mit unterschiedlichen
> Persönlichkeiten auszutauschen.

Lobbying ist bei weitem nicht nur bloßes Reden.
Auf Zureden allein würden Politiker auch kaum so willfährig reagieren.
Neben dem "Reden" kommen vielmehr unmoralische Angebote wie z.B. Einladungen samt Kostenübernahme zu getarnten Urlauben, Verschaffung von lukrativen Nebenjobs in diversen Aufsichtsräten bzw. als Berater, Übernahme von Bewirtungskosten bei diversen Feiern, kostenlose Überlassung einer Nobellimousine etc. dazu, welche erst den Begriff des Lobbyismus prägen.
Kleinen Beamten ist Derartiges verboten, Politikern nicht!

Meine Meinung ist...
00

Sie können mir glauben, so funktioniert das nicht, das ist lediglich das gängige Klischee. Oder können Sie mir einen EU-Abg. nennen der während seiner Amtszeit Aufsichtsrat geworden ist? Glauben Sie im Ernst, ein Abgeordneter ändert seine Meinung, nur wenn er einmal zum Essen oder zu einer Party eingeladen wird? Im übrigen müssen EU-Abg. alle Nebeneinkünfte offenlegen - sie sind auf der Homepage des EU-Parlaments einsehbar.

Wenn die Finanzkräfte die Oberhand haben, liegt das vielmehr 1. an der ganz deutlichen (absoluten) Mehrheit der Wirtschaftsvertreter und 2. daran dass sie evt. selber Unternehmer sind oder nach dem Mandat einen schönen Job in der Wirtschaft bekommen.

Cosinus62
11
30.6.2010, 21:34
Lissabonvertrag lesen!

Man bräuchte nur den Vertrag von Lissabon lesen - das steht der ganze neoliberale Schwachsinn drinnen.
Aber diese Mühe haben sich ja unsere Parlamentarier
nicht gemacht.

Ingrid Tuppel
00
30.6.2010, 21:53

Ach ja wirklich? In welchem Artikel kann ich den Passus zur Finanzkrise/Regulierung der Finanzmärkte genau finden?

Toni Meister
00
30.6.2010, 20:36
Bemerkenswert

Die für die Regulierung der Finanzmärkte und des Bankgewerbes zuständigen europäischen Abgeordneten müssen Unterstützungserklärungen einsammeln, während die Mehrheit der Abgeordneten offensichtlich dagegen ist.

http://www.finance-watch.org/

HinterfrageAllesUndBildeDich
06
30.6.2010, 19:47
Lobbying in der EU(Schluss, endlich ;-))

"Alles was wir brauchen ist eine richtig große Krise und die Nationen werden die "Neue Weltordnung" akzeptieren"(J.D.Rockefeller) Dieses Zitat spiegelt anscheinend den Zeitgeist des neuen Jahrtausends(oder schon viel früher) wieder und muss uns sehr zum nachdenken bewegen.Als einfacher Mittelstandsmensch wird man aber niemals einen Einblich in die "wahren Geschäfte" und Organisationen in der EU und auf der Welt erhalten, denn das ist einfach ein ganz fieser verschworener Haufen!

HinterfrageAllesUndBildeDich
01
30.6.2010, 19:43
Lobbying in der EU(Fortsetzung4)

Arbeiter haben ja keine Kontakte zu hohen politischen und anderen Entscheidungsträgern.Eher sind Gewerkschaftsvertreter erbitterte Feinde von Lobbyisten(leider in Unterzahl), wenn sie ihr Kollektiv, ihre Schützlinge vertreten.Auch bei dem im Interview erwähnten Registern muss man festhalten, dass die EU-Gremien in alle unseren Lebensbereichen eingreifen mit ihrer Regulierungswut(ehemals Gurken, Bananen, Traktorsitze, Unis), nur bei ihnen selbst darf alles undurchsichtig und schwammig sein, daher sollte im Sinne der Transparenz zükünftig ein Gebot der Pflichtregistrierung gelten, aber wahrscheinlich bleibt auch das ein Wunschtraum.

HinterfrageAllesUndBildeDich
01
30.6.2010, 19:38
Lobbying in der EU(Fortsetzung3)

Frau Regner fordert ganz zurecht eine umfassende Demokratisierung dieser "Elite-Einheit" der EU-Kommission, denn es kann nicht sein, dass ein einziger Mann(Barroso) sich selbst seine ihm zugehörigen und gefügigen sogenannten Experten aussucht.Ob sie mit diesem Aufruf gehört werden wird muss man ernsthaft bezweifeln, eher stößt sie auf taube Ohren, denn als Einzelkämpfer kann man auf dieser Ebene nur sehr schwer etwas erreichen.Und natürlich gehen Finanzexperten und Manager nicht auf die Straße und demonstrieren und streiken, diese haben ganz andere Möglichkeiten, eher lassen sie jemanden für sie streiken.Arbeiter hingegen haben keine andere Möglichkeiten und müssen daher manchmal zu solchen Maßnahmen greifen(in Österreich eh fast nie).

HinterfrageAllesUndBildeDich
02
30.6.2010, 19:33
Lobbying in der EU(Fortsetzung2)

Ebenso ist es in der EU-Kommission und auch das europäische Parlament wird von diesen Fraktionen dominiert.Da ist es fast nur logisch, dass Vertreter der Finanzlobby einen guten Draht und daher auch großen Einfluss auf das politische Geschehen haben.Noch dazu repräsentieren sie einen winzig kleinen Bruchteil der Gesellschaft und sind trotzdem die Mächtigsten.Es scheint, als ob die viel zitierte Demokratie nur die Fassade einer verdeckten Plutokratie ist.Eine offensichtliche "Herrschaft der Wenigen" würden die Völker niemals akzeptieren, deshalb der Deckmantel der "Volksherrschaft".Diese Anti-Demokratie kristallisiert sich in den sogenannten "HighLevelGroups" heraus.

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