Rüffel vom Papst

Schönborn entschuldigt sich wegen Aussagen über Sodano

29. Juni 2010 09:31

Audienz bei Benedikt XVI - Vatikan: Nur Papst darf Kardinäle kritisieren

Kardinal Christoph Schönborn hat am Montag bei einem Gespräch mit Papst Benedikt XVI. "Abbitte" geleistet wegen seiner vor rund zwei Monaten gemachten Aussagen über den früheren Kardinalstaatssekretär Angelo Sodano. Das berichtete die italienische Nachrichtenagentur ANSA. Schönborn hatte laut Medienberichten Sodano vorgeworfen, während seiner Amtszeit die Ermittlungen gegen den früheren Wiener Erzbischof Kardinal Hans Hermann Groer behindert zu haben. Außerdem habe Sodano die Opfer sexuellen Missbrauchs beleidigt, indem er das Thema als "Geplapper" abgetan habe. Sodano war von 1991 bis 2006 Kardinalstaatssekretär.

Schönborn war am Montag vom Papst in einer Audienz empfangen worden. Bei dem Gespräch, bei dem auch Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone und dessen Vorgänger Sodano anwesend waren, musste der Wiener Erzbischof einen Rüffel des Heiligen Vaters einstecken. Laut einem Kommunique des Pressesaals des Vatikans "wollte" Schönborn bei der Unterredung "einige Aspekte kirchlicher Disziplin" klarstellen, ebenso wie "gewisse Urteile betreffend die Haltung des Staatssekretariats, insbesondere unter dem seinerzeitigen Staatssekretär von Papst Johannes Paul II...bezüglich des verstorbenen Kardinals Hans Hermann Groer". In dem Gespräch seien "auch einige weit verbreitete Missverständnisse geklärt worden, die ihren Ursprung zum Teil in einigen Äußerungen des Kardinals Christoph Schönborn" gehabt hätten. Schönborn habe sein "Bedauern über die Interpretationen" seiner Aussagen zum Ausdruck gebracht.

Rüffel vom Papst

Papst Benedikt XVI. unterstrich laut dem Pressekommunique zudem gegenüber Schönborn in Hinblick auf dessen Aussagen über Sodano, dass, "wenn es sich um Anschuldigungen gegenüber einem Kardinal handelt, die Zuständigkeit ausschließlich beim Papst liegt. "Die anderen Instanzen" könnten eine "beratende Funktion" übernehmen, wobei sie gegenüber den betroffenen Personen den "gebührenden Respekt" wahren müssten.

Darüber hinaus wird in dem Schreiben betont, der von Sodano während seiner Predigt bei der letzten Ostermesse verwendete Begriff "Geplapper" ("chiacchiericcio') sei fälschlicherweise als Mangel an Respekt für die Missbrauchsopfer interpretiert worden, für die Kardinal Sodano "die selben Gefühle des Mitleids und der Verdammung des Bösen" hege. Der umstrittene, bei der Ostermesse an Papst Benedikt XVI. gerichtete Ausdruck sei "wörtlich der päpstlichen Palmsonntagspredigt entnommen" und habe sich auf "den Mut, der sich nicht durch das Geplapper der herrschenden Meinungen einschüchtern" lasse, bezogen. (APA)

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smid
10.07.2010 15:16
Wie passt das zu den 10 Geboten?

Und da gibt es keinen Aufschrei unter den öst. Klerikern?Und das im 21. Jahrhundert?

helm over
06.07.2010 21:08
2000 Jahre

Daß dieser Verein so lange existiert und immer noch Mitglieder findet ist sicherlich zum Großteil der Angst vor dem Bösen im menschlichen Bewußtsein begründet. Es gibt keinen wie immer gearteten Gottesbeweis und auch keinen Beweis seiner Allmacht und Güte. Hahaha arme Sünder. Zahle und werde frei von Sünde. Und kritisiere niemals den Diktator, sorry, Papst. Amen

aereo
06.07.2010 19:31

Hat mich ja gleich gewundert daß Hr Schönborn so frech aufmuckt. Lang hats nicht gedauert.

guzo
01.07.2010 05:44
Schönborn ist sicher

vom Teufel besessen!

Aber Gott sei Dank investiert der kath. Verein auch weiterhin in die Ausbildung von Exorzisten.

"Sowohl Papst Benedikt XVI. als auch sein Vorgänger, Papst Johannes Paul II., sehen in der Dämonen- und Teufelsaustreibung einen „wertvollen Dienst an der katholischen Kirche“."

Vollständigen Artikel auf Suite101.de lesen: Exorzismus und katholischer Glauben: Die katholische Kirche bildet nach wie vor Exorzisten aus http://katholische-theologie.suite101.de/article.c... z0sOmeqnzY


http://katholische-theologie.suite101.de/article.c... er_glauben

die Großmutter
06.07.2010 18:15

Klar, Kirche bleibt Kirche, ohne Teufel geht es da nicht.

roter mob
30.06.2010 14:11
herr vergib mir, dass ich meine meinung gesagt habe

die noch dazu in richtung der wahrheit gehen könnte....

Marie Luxemburg
30.06.2010 11:11

lauter noarrn

flohimpelz
30.06.2010 10:29
Die Klerikal-Faschisten

schaffen es immer wieder in die Medien - man sollte langsam anfangen diesen Verein abzubauen und die Scherben wegräumen - sowie eine mündige Gesellschaft von den Empfindungen dieser störrischen Greise verschonen.

die Großmutter
06.07.2010 18:16

ja, dieser hochmütigen störrischen Greise.

pudelweiss
04.07.2010 07:47
Sie besitzen die Medien

Dank Chrisitan Conrad seinem Raiffeisen-Imperium gehören alle medien des Landes direkt oder indirekt diesem Regime, den Rest besorgen Bauernbund- und ÖVP- Funktionäre in den öff-rechtl Medien !

Wer einst gegen Groer eine "Message" schrieb versank spurlos aus der Redaktionswelt -

Und das bleibt so

Schottentor U-Bahn
01.07.2010 10:34
Ah, geh.

Was täten denn die ganzen Standard-Poster, wenn sie nicht jeden Tag einen Artikel über die pöse Kirche lesen könnten, um dann hier ihre von langweilig über peinlich bis kindisch rangierenden Kommentare hinterzulassen?

Was glauben Sie, wie fad denen wär, wenn sie sich nicht jeden Tag gegenseitig auf die Schulter klopfen könnten?

denkanstoss1
06.07.2010 09:23

Ja, ja, die p öse Kirche und die p ösen KritikerInnen ...

Gobi Todic
30.06.2010 08:36
wann wird der papst

für das hier kritisiert?

http://www.youtube.com/watch?v=euXQbZDwV0w

Schottentor U-Bahn
01.07.2010 23:18

Das sind Evangelikale, keine Katholiken.

Die haben mit dem Papst rein gar nichts zu tun, also kann er sich auch nicht dafür entschuldigen.

roter mob
30.06.2010 14:10
jenseitig!

man möchte meinen er spricht über gängige praktiken in katholischen klöstern...

Gobi Todic
30.06.2010 14:21
im text

ist auch noch ein link zur langversion zu finden - wirklich irre, was da in SEINEM namen schon wiedermal aufgeführt wird.

Schottentor U-Bahn
30.06.2010 13:33

Was kann er denn für Youtube?

Gobi Todic
30.06.2010 13:42
das video nicht angesehen?

Schottentor U-Bahn
01.07.2010 10:29
Nein, wieso?

Gobi Todic
01.07.2010 12:26
na dann

klickens mal auf den link, hm?

fischi fischi fürs trolli

Schottentor U-Bahn
01.07.2010 22:27
Troll!

Na, der Troll sind ja wohl eindeutig Sie!

Denn Sie posten etwas zu einem Thema, das nichts damit zu tun hat!

Wie aus der Langversion des Videos eindeutig zu erfahren ist, handelt es sich hier um evangelikale Pastoren, die rein gar nichts, und zwar überhaupt nichts mit dem Papst zu tun haben, ausser dass sie sich auch Christen nennen.

Das ist ungefähr so, als ob Sie verlangen würden, dass sich Faymann für Fritzl entschuldigt.

lettermann
 
30.06.2010 04:44
Kardinäle

Wenn die Zuständigkeit ausschließlich beim Papst liegt dann wohl auch ausschließlich die Verantwortung.

kernel_panic
29.06.2010 23:47
Das is so eine absolut verlogene Organisation.

Wenn ich jemals katholisch gewesen wäre würde ich sofort austreten. Fuck, ich überleg mir sogar schon katholisch zu werden, nur damit ich wieder austreten kann.

Floaschkaas
29.06.2010 19:09
Es ist offenkundig - wer durch noch so geringe und zwiespältige Zeichen der Kirche hilft, einen Rest an Glaubwürdigkeit zu bewahren, der "darf" sich entschuldigen dafür, von allen richtig verstanden worden zu sein.

Gründe für Kirchenaustritte (lt.meinen Bekannten): "... nicht mehr mit mir." Der Kirche (egal welcher) ist durch die spirituellen Bedürfnisse und Nöte ihrer Anhänger enorme Macht verliehen - wie verantwortlich und kritisch-selbstbewußt geht sie damit um? Oder hat sie die ganze 2000-jährige Veranstaltung zu einem bösen Spiel geraten lassen,erstrecht immer noch in unserem spätaufklärerischen Zeitalter,wo ja die Mittel zur Verfügung stehen würden,anständig, gewaltfrei, aufgeklärt,demokratisch,vorurteilsfrei zu werden?

Schönborn ist sicherlich nicht kritische Avantgarde - aber, dass er seine kritische Stimme erhoben hat, ehrt ihn, erstrecht, wenn an ihm offensichtlich wird, was das Spiel ist. Ratzinger könnte vielleicht noch über ihn stolpern.

hanslblasta
30.06.2010 03:36
Schönborns Chancen, der nächste Papst zu werden

dürften trotzdem intakt sein;
bloß mußte der Vatikan reagieren und sein Gesicht wahren

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