Wienerberger dämpft Erwartungen

29. Juni 2010, 09:07
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Erhoffter Rückenwind vom Markt bisher ausgeblieben - Preissenkungen in Osteuropa

Wien - Die Wienerberger AG erwartet zwar ein relativ gutes Frühjahrs-Quartal, läuft aber den entgangenen Umsätzen der ersten Monate nach. "Wir haben keinen Rückenwind von den Märkten, wie wir das zu Jahresanfang erhofft haben", sagte Heimo Scheuch, Vorstandsvorsitzender des Baustoffkonzerns am Dienstag. Wienerberger müsse eben in den "Kostenstrukturen holen, was wir vom Markt nicht bekommen." Das Ziegelunternehmen muss in etlichen osteuropäischen Ländern und in Teilen Nordamerikas Preise senken.

Ein langer Winter und Überschwemmungen in Osteuropa habe das erste Quartal mit einer "Hypothek" belastet, der Rückstand könne bis Ende Juni verkleinert, aber nicht egalisiert werden, sagte der Wienerberger-Chef zur APA. Für das Gesamtjahr 2010 steht Scheuch zur Prognose eines besseren Ergebnisses, "wobei in Zeiten, wie wir sie erleben, schon relativ kleine Beträge als deutliche Verbesserung gelten können."

Leichte Erholung im Osten

In Osteuropa werde sich von April bis Juni das Ergebnis gegenüber dem schlechten Vorjahresquartal leicht erholen. Preise muss man in Tschechien, der Slowakei und Ungarn und in geringerem Maß in Polen, Rumänien und Bulgarien senken. Im restlichen Europa sieht Wienerberger mit der Ausnahme der Niederlande etwas verbessert, sogar in Deutschland ortet man gar eine leichte Aufwärtsbewegung. Die USA zeigen nach wie vor wenig positive Zeichen. Auch in lokalen US-Märkten werde Wienerberger "flexibel bei den Preisen" sein müssen.

Eine weitere Reduktion von Kapazitäten über die 31 Schließungen des vergangenen Jahrs hinaus ist laut Scheuch nicht geplant. Selektiv könne es sogar zu Zukäufen kommen, etwa bei Dachziegeln in Osteuropa. Probleme mit Liquidität/Unternehmensfinanzierung hat Wienerberger nach eigenen Angaben keine. (APA)

 

 

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