Jahrestag in Honduras

Tausende demonstrieren gegen Putsch

29. Juni 2010, 08:02
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    foto: ap photo/fernando antonio

    Demonstrationszug in Tegucigalpa gegen die neue Regierung und den Putsch von Zelaya. 

Ex-Präsident Zelaya macht USA Vorwürfe, den Putsch gegen ihn unterstützt zu haben - Seit November Lobo neuer Präsident

Tegucigalpa - Ein Jahr nach dem Putsch gegen den honduranischen Präsidenten Manuel Zelaya haben tausende Menschen gegen die neue Regierung demonstriert. Nach Protesten am Sonntag versammelten sich auch am Montag Regierungskritiker in der Hauptstadt Tegucigalpa zu einer Kundgebung und forderten die Wiedereinsetzung Zelayas in das Präsidentenamt. Polizei und Armee verschärften die Sicherheitsvorkehrungen rund um den Präsidentenpalast, die Proteste verliefen aber weitgehend ruhig. Eine der Organisatoren der Kundgebung, Bertha Caceres, warf der Polizei vor, sie mehr als drei Stunden lang an einer Straßensperre festgehalten zu haben.

Zelaya warf den USA in einer in seinem Exil in der Dominikanischen Republik veröffentlichten Erklärung vor, den Putsch gegen ihn unterstützt zu haben. Honduranische Soldaten hatten Zelaya am 28. Juni 2009 festgenommen und gegen seinen Willen ins Nachbarland Costa Rica ausgeflogen. Zunächst übernahm eine Übergangsregierung die Macht. Sie begründete den Putsch mit dem Vorhaben des linksgerichteten Präsidenten, sich durch eine Verfassungsänderung eine weitere Amtszeit an der Spitze des mittelamerikanischen Landes zu sichern. Im November wurde der konservative Politiker Porfirio Lobo zum neuen Präsidenten gewählt, im Jänner trat er das Amt an. Zuvor waren gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Zelaya-Anhängern und Sicherheitskräften ausgebrochen.

Die US-Regierung hatte den Putsch gegen Zelaya verurteilt. Inzwischen nahm sie aber ebenso wie die EU die wirtschaftliche und militärische Zusammenarbeit mit Honduras wieder auf. Einige lateinamerikanische Länder, darunter Brasilien, erkennen Lobo hingegen weiter nicht als Staatschef von Honduras an. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 52
1 2
Peacefaktor
00
28.3.2011, 00:11
Ein Versagen des Westens

ist es meiner Ansicht nach diese Putschregierung anzuerkennen.
Wie in manch anderen Dingen kann sich der Westen an der brasilianischen Politik der letzten Jahre ein Beispiel nehmen. Diese Unrechtsregierung nicht anzuerkennen erscheint mir wesentlich richtiger, als mit diesen gewalttätigen Putschisten zusammenzuarbeiten...
Das westliche Verständnis für reale Demokratie ist in den letzten 30 Jahren irgendwann völlig verschwunden...
Traurig
p.A.

uebel
13
Schon merkwürdig

dass sich hier so viele Putschbefürworter tummeln...

Horst Holger
81
Tausende demonstrieren...

und Millionen nehmens hin, daß ein Verfassungsbrecher außer Landes geschickt wurde. Zelaya ist Geschichte, sein Kumpan und gleichermaßen Gesetzesbrecher Chavez wird es hoffentlich auch bald sein.

Mstr.'.Ito.'.
00
14.1.2011, 20:25
also wenn schon kleinkariert...

...dann darf wohl auch die Frage gestellt werden, ob denn ein Militärputsch "verfassungsgemäß" sein kann. Darüber hinaus ist eine verfassungsgemäße Änderung der Verfassung längst kein Bruch der Verfassung.
Also bitte sachlich realistisch bleiben - hoffen können sie ja weiterhin.

Michael Kolhaas
 
00
13.1.2011, 18:20
Zelaya ist Geschichte, sein Kumpan und gleichermaßen Gesetzesbrecher Chavez wird es hoffentlich auch bald sein...

... notfalls mit Hilfe des CIA-Terrorexperten Otto Reich, der seine Finger beim Bombenattentat des Baccardi-Clans gegen eine kubanische Verkehrsmaschine ebenso im Spiel hatte, wie beim gescheiterten Putschversuch gegen den ganz normal gewählten Präsidenten Venezuelas.

Ernst Guevara
14
Sie brauchen nicht zum wiederholten male

verdeutlichen, dass Sie mit demokratischen gepflogenheiten und pluralismus auf kriegsfuss stehen und Ihre persönliche meinung lieber mit gewalt durchgesetzt sehen möchten, denn Ihre vorliebe für diktaturen ist weithin bekannt.

Speaker of the US Congress
20
"Ex-Präsident Zelaya macht USA Vorwürfe, den Putsch gegen ihn unterstützt zu haben"

aber der USA-Versteher "Ernst Guevarra" weiss es wie immer besser: "Nein, Nein, Nein. Die USA tun so etwas nicht." - wie er in allen möglichen threads immer wieder zum besten gibt.

Die USA haben noch nie Putsche in Lateinamerika unterstützt. Jede Kritik an den USA ist mittelbar antisemitisch.
Denn das ist ja der Kernsatz der sog. Antideutschen: "Die USA werden nur kritisiert, weil sie die schutzmacht israels sind. Ergo: Wer die USA kritisiert tut dies nur um israel anzugreifen."

Deshalb: die USA dürfen nie und nimmer kritisiert werden.

Such Dir einen anderen Nick, Du schändest sein Andenken.

Ernst Guevara
13
was ist eigentlich Ihr problem?

mir ist es doch egal, ob die US-regierung kritisiert wird. wenn es sich um sachlich begründete kritik handelt, unterstütze ich das auch. aber ich lehne die antiamerikanische hetze von Ihnen und Ihresgleichen ab, die fast schon pathologisch hinter jedem baum einen CIA-agenten vermutet und jedes ereignis der weltpolitik in ein enges raster presst, in dem der böse monolithische block "USA" den guten selbsternannten volksbefreiern von saddam über ahmadinejad bis hamas gegenübersteht. Ihre absurden thesen, warum "die USA nie und nimmer kritisiert werden dürfen", können Sie sich an Ihren geliebten stahlhelm stecken.

Michael Kolhaas
 
00
13.1.2011, 18:04
Schon recht(s) naiv, oder?

Zu glauben, dass die CIA ihre Finger NICHT in jedem dreckigen Spiel in Südamerika hat, hat schon fast etwas Belustigendes an sich...

naihoit
00
30.6.2010, 08:47
Na bumm! Jetzt sind wir schon bei 22.22 Uhr.

Der Zensor schläft also nicht, er kann halt nur nicht schnell genug lesen.

Cello Swiss
61
30.6.2010, 01:08
schoen waer's

Leider hatten die USA den Putsch nicht unterstuetzt.

Zelaya hat die Verfassung seines Landes mit Fuessen getreten und es war voellig gerechtfertigt ihn aus dem Amt zu entfernen. Ob er unbedingt nach Costa Rica abgeschoben haette werden muessen, halte ich fuer fragwuerdig, aber fuer zweitrangig.

Wichtig ist, dass dieser Clown von der politischen Bildflaeche Honduras' ferngehalten wird.

Der Alte vom Berge
00
29.6.2010, 22:22
Südamerica,...

...im Allgemeinen, hat sich Abgenabelt eigene Wege zu Beschreiten.

Gut So. ^^

Oscar W
63
29.6.2010, 19:27
Und hier sind sie wieder

die Anti-Amis. bin kein großer freund von denen, aber den Amerikanern bei JEDER EINZELNEN SACHE AUF DER WELT, von N Korea, bis Iran über Honduras vorzuwerfen sie haben ihre finger im spiel ist einfach lächerlich. Obama war zu passiv vielleicht, aber es gibt KEINE fundierte beweise dass das was in Chile damals passierte auch hier passiert ist

nicht jedes interne problem wird von einer großen nation verursacht

naihoit
00
30.6.2010, 08:07
Lesen Sie "Mit Gott gegen alle" von Dr. Peter Pilz,

ein Buch, das ausschließlich auf öffentlichen Aussagen und allgemein zugänglichen Protokollen aufbaut und Ihre Sicht vermutlich wesentlich verändern würde.

tante kommunismus
01
29.6.2010, 21:36
stimmt, man weiß nicht, ob NUR die USA mit dabei waren

die FDP-naumann-stiftung hat sich auch arg gefreut und gleich putsch-gratulationen losgeschickt. ob da auch geld floss? ich will der deutschen regierung nichts unterstellen.

aber ich erinnere an:

„Das Leben im Stadion ist bei sonnigem Wetter recht angenehm.“
Bruno Heck, Generalsekretär der CDU zu Gefangenenlagern in Chile 1973

ob nicht nur die FDP, sondern auch die CDU also einschlägig über honduras denkt?

wwg
04
30.6.2010, 02:31
Natuerlich fliesst da jede Menge Geld

Nach dem Putsch wurden alle Zahlungen weiter getaetigt, obwohl die EU Finanzhilfen nachweislich in die Taschen der Putschisten flossen und noch immer fliessen. Die FDP ist gleich in Jubel ausgebrochen, aber von den Konservativen bis zu den Sozialdemokraten ist der Putsch allen recht und wird von diesen allen unterstuetzt hier in Europa. Soviel zu europaeischen demokratischen Werten. Demokratie, ja bitte, aber bloss wenn nicht zu weit links gewaehlt wird.

KL
00
29.6.2010, 21:15

Die Beweise kommen dann paar Jahrzehnte spaeter. Bis dahin tuts wohl wieder das gewohnte "Ach so schlimm wirds schon nicht sein".

Cuca Racha
 
184
29.6.2010, 11:44
Auch auf die Gefahr vieler roter Stricherl:

Sollten die HonduranerInnen, alles in allem, nicht froh darüber sein, den would-be Chavez-Clon losgeworden zu sein?
So einen kann man denen doch nicht ernstlich wünschen.

Ich sehe nicht was an solchen Caudillos links sein soll, nur weil die wackeren europäischen lechts-rinken Antiimperialisten ihren Frust auf die LateinamerikanerInnen projizieren, die doch wahrlich schon genug mitgemacht haben.

Eine Linke, die diesen Namen verdient, sollte politische Kräfte unterstützen, von denen Fortschritte der Zivilgesellschaft und good governance zu erwarten sind. Zelaya steht dafür sicher nicht; Lobo: naja.

Horst Holger
40
von mir für den "would-be Chavez-Clon" ein grün!

lesen einige Chavez-Clowns hier im Forum nicht gerne, drum die roten Stricherl. Mach aber nix!
Ein Chavez schwingt die rote Fahne und hintenrum mausert er sich zum größten Kapitalisten im Land. Der Zelaya war übrigens auch kein Armer, das scheint einigen hier entgangen zu sein

Raptor Jesus
13
29.6.2010, 17:33
"lechts-rinken"

So outet man sich als politischen Naivling.

hansito
00
23.3.2011, 09:47
politischen müsste heissen politischer!

Ich an Ihrer Stelle würde mir mal den geposteten Satz durchlesen, bevor Sie jemand anders kritisieren!

Tom93
09
29.6.2010, 15:22
sie armes hascherl!

haben angst vor roten stricherln! das ist vielleicht weniger schlimm, als von us-gesponserten folterknechten("freunden der freiheit" im us-speak) verhaftet, mißhandelt und/oder getötet zu werden.

der vom volke gewählte präsident wurde aus dem amt geputscht - aber sie jubeln bloß, dass jemand, dessen politische ansichten sie nicht teilen ("chavez-klon"), entmachtet ist. dass das um den preis der aushöhlung der demokratischen rechte der honduranischen bevölkerung geschieht, interessiert sie offenbar nicht.

Horst Holger
10
Verfassungsbruch ist kein Kavalierdelikt

auch wenn´s der kleine Tom so sieht. Ein Putsch ist auch was ganz anderes, aber das gibt´s auf Google nachzulesen....
Die hond. Bevölkerung ist übrigens jetzt auch nicht unglücklicher als vorher, der Zelaya wir nur von wenigen vermisst, zudem sind Präsidenten in LA beliebig austauschbar

Leg dein Ohr auf die Schiene der Geschichte
 
013
29.6.2010, 13:04
Und warum sollten sich die Leute über einen Pinochet-Clon freuen?

Dieser Militär-Putsch ist mit nichts zu rechtfertigen, so tief Sie auch in Ihre rechtspopulistische "Trickkiste" greifen!

"Cuaudillos", "lechts-rinken", "Antiimperialsten"... wie wäre es mit Argumenten anstatt alle billig zu verurteilen die nicht hinter dieser de-facto Militärdiktatur stehen?

groebben
00
29.6.2010, 12:47
"would-be Chavez-Clon"

Können Sie diese Anschuldigungen auch begründen?

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