Blick zum Nachbarn

Deutsche Kneipen hielten durch

28. Juni 2010 20:09

Studie zeigt: Kaum Umsatzeinbußen durch Rauchverbot

Was war das für ein Klagen in der deutschen Gastronomie, als 2008 in den meisten Bundesländern das Rauchverbot eingeführt wurde. "Tausende Kneipenwirte fürchten um ihre Existenz", warnte der Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Ernst Fischer, und prophezeite Umsatzverluste von "durchschnittlich 30 Prozent".

Doch die Befürchtungen vieler Wirte erfüllten sich nicht. Das Rauchverbot, das mittlerweile in allen 16 Bundesländern gilt, brachte den Wirten nur minimale Umsatzeinbußen von insgesamt zwei Prozent. Das zeigt eine Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) in Essen. Für die Untersuchung wurden die monatlichen Umsatzdaten von rund 10.000 Betrieben im Gastgewerbe zwischen Jänner 2006 und September 2008 ausgewertet.

"Natürlich wird es einzelne Wirte geben, die das Verbot hart getroffen hat", sagt Studien-Autor Harald Teichmann zum Standard, "aber in Summe kann man nicht von einer großen Belastung sprechen." In den größten deutschen Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Bayern, in denen Wirte sogenannte "Raucherclubs" gründen konnten, um das Verbot zu umgehen, kam es überhaupt zu keinem nachweisbaren Umsatzrückgang.

Nicht mehr Betriebsaufgaben

Die Autoren der Studie schauten sich im Vergleichszeitraum auch die Begründungen an, die Wirte angaben, wenn sie ihre Kneipen aufgaben, und kamen zu folgendem Schluss: "Auswertungen von Gewerbeabmeldungen im Gastgewerbe lieferten keine belastbaren Hinweise darauf, dass die Rauchverbote zu vermehrten Betriebsaufgaben führten."

In Deutschland wird das Rauchverbot in 16 verschiedenen Landesgesetzen geregelt. Zwar gilt überall, dass in Restaurants die Raucher von den Nichtrauchern getrennt werden müssen. Berlin, Bayern und Hamburg etwa erlauben das Rauchen in Einraum-Kneipen, die nicht größer als 75 Quadratmeter sind, wenn dort keine frischen Speisen zubereitet werden. Sehr streng hingegen ist das Saarland. Dort tritt am 1. Juli ein absolutes Rauchverbot in der Gastronomie in Kraft. (Birgit baumann aus Berlin/DER STANDARD-Printausgabe, 29.6.2010)

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Modjo
06.07.2010 15:18
Ich lese etwas anderes aus der Studie heraus!

Deutsche Kneipen hatten wenig Einbußen, weil für sie eine Ausnahmeregelung vom Rauchverbot geschaffen wurden - entweder Raucherclubs oder kein Rauchverbot für Einraumkneipen bis 75m².

Das geplante Saarländische Rauchverbot wurde übrigens mit 1. Juli doch nicht eingeführt.

Tobias P
12.10.2010 12:13
Ja da lese ich auch etwas anderes heraus...

"Umsatzdaten von rund 10.000 Betrieben im Gastgewerbe zwischen Jänner 2006 und September 2008 ausgewertet"

Kurz nachdenken...
2008...
War da nicht was?
Etwas das nach wie vor weltweit greift?
Etwas das vielleicht sogar mehr als nur 2% der fortgehwilligen Menschen trifft?
Ich behaupte 2009 gab's da nochmal ein wenig Einbruch.

Modjo
12.10.2010 12:27
September 2008

war noch vor der großen Wirtschaftskrise. Die Finanz- und Bankenkrise wirkte sich erst ab Ende 2008/Anfang 2009 auf die Weltwirtschaft aus.

Das Datum September 2008 in der Studie scheint also bewusst gewählt.

gesundheitsministerium@wko.at
09.07.2010 17:41
und?

wäre bei einem gen.RV nicht anders

lebe geht weiter...

Modjo
09.07.2010 20:34
Das Leben geht weiter,

aber manche Lokale gehen halt ein.

h. l.2
19.08.2010 09:54
ja...

seit dem 1. august des totalen rauchverbots waren es in münchen schon einige eckkneipen, bei denen der wirt seine existenz verloren hat, nur weil ein öko-bruder der dieses lokal sowieso nich besucht hätte, das so gewollt hat. vielen dank an alle nichtraucher, die es nicht geschafft haben uns ein bisschen freiheit zu lassen, in kneipen die ihr gar nicht kennt oder besuchen werdet. auch jetzt seh ich da keinen von den feinen herren...danke grrhhhh

gesundheitsministerium@wko.at
01.07.2010 15:15
100


danke alois!

und - respekt! 18 monate hatten zb.
die werten "stierwascher" zeit - jetzt auf einmal
huch wir können nicht kontrollieren....
http://salzburg.orf.at/stories/452819/


gesundheitsministerium@wko.at
01.07.2010 14:45
Freiherr von Panner
01.07.2010 06:27
Resumee des Artikels:

Deutsche Kneipen halten durch, wenn es Ausnahmen gibt.

Gibt es keine (siehe Artikel oben) machen die Kneipen weniger Umsatz.

Ist ja auch klar, denn die Nichtraucher stürmen ja die Kneipen nach einem Rauchverbot.

gesundheitsministerium@wko.at
01.07.2010 14:43
?


wer in D hatte ein gen.RV wie zb in IRL
eingeführt (=ohne raucherklubs, etc...)?

Freiherr von Panner
01.07.2010 17:58
Bayern hatte sowas,

auch Berlin. Im Saarland haben´s die Grünen durchgeboxt.

Aber seltsamerweise posten hier dauernd irgendwelche NR-Fanaten was von generellem Rauchverbot in Deutschland. Die Deutschen haben dieselbe Lösung wie bei uns (mit o.a. Ausnahmen).

gesundheitsministerium@wko.at
01.07.2010 18:26
...


hinweis:

saarland - bisher kein gen. RV

hätte heute in kraft treten sollen, aber...

http://www.welt.de/politik/d... -Saar.html

dauert also noch...

gesundheitsministerium@wko.at
01.07.2010 18:14
...

hinweis:

raucherklub - bayern

gesundheitsministerium@wko.at
01.07.2010 18:17
...


hinweis:

berlin - 75m²

Freiherr von Panner
01.07.2010 22:41
....ach so

deswegen gab´s in Deutschland nirgends Umsatzeinbussen...schön zu wissen.

gesundheitsministerium@wko.at
02.07.2010 08:02
...


in D gabs niergendwo ein gen.RV ohne ausnahmen

sie sollten ihren beitrag von 6h27 (1.7.) nocheinmal
"überarbeiten"...

meinrad
30.06.2010 12:35
promillegrenze auf 3,0 heben!

dann wird wieder mehr gesoffen! die 0,5-grenze schädigt auch das einkommen der wirte ganz massiv, und alles nur, um ein paar kollateralschäden auf den straßen zu vermeiden.

wer angst hat, kann in der nacht ja im haus bleiben.

Harry Meier
 
30.06.2010 11:19
Alle die groß getönt haben, sie bleiben bei einem

.. Rauchverbot lieber zu Hause, sind schlußendlich alle wiedergekommen. Man geht ja nicht nur des Rauchens wegen ins Wirtshaus.

h. l.2
19.08.2010 09:57
doch auch

bin seit dem 1. august 2010 nicht mehr in meine stammkneipe gegangen. und viele andere haben das nun auch gemacht, nachdem bei jedemmal rauchen auf der straße vor dem laden immer gleich der nachbar schreit, der es aber ja so gewollt hatte. die polizei hat hier in münchen echt die schnauze voll...soviel dazu

gelolepsie
02.07.2010 10:22
...richtig, aber...

>Man geht ja nicht nur des Rauchens wegen ins Wirtshaus.

...das "nur" zeigt, dass es aber wohl doch dazugehört.. ;)

Freiherr von Panner
01.07.2010 06:28
Sie können scheinbar nicht lesen:

dort, wo es Ausnahmen gibt, gibt es auch keine Verluste.

Gibt es KEINE Ausnahmen, gibt es Verluste.

meinrad
30.06.2010 20:41

leute, die gar keine lust haben, auf andere rücksicht zu nehmen, können von mir aus eh gerne zuhause bleiben.

Jan Sommer
05.07.2010 18:36
Unverantwortlich wie Sie gegen Einwanderer und deren 2. Generation


hetzen....... sowas!
js

Pappi Rossi
01.07.2010 07:22
Also bleiben alle Militanten Nichtraucher wie du daheim?

Welche Überrraschung.
Nach monatelangem hetzen und schimpfen sind solche Leute in R-Lokalen sowieso kaum gern gesehen.

siehe deine eigenen Posts:
´´wer angst hat, kann in der nacht ja im haus bleiben.´´
oder noch besser:
´´leute, die gar keine lust haben, auf andere rücksicht zu nehmen, können von mir aus eh gerne zuhause bleiben.´´

Also doch du und die MNR
Welch Glück für die Gastro

meinrad
01.07.2010 12:22
na, hast eh recht.

ich bin halt ein sonderling, weil ich nicht gern leute um mich hab, die auf mich scheißen. weiß ich eh!

normale leute dagegen setzen sich auch gerne in der u-bahn neben ungewaschene sandler und im lokal neben raucher. steigen eventuell noch in ein hundstrümmerl, damit die gackerl-sackerl-verweigerer kein schlechtes gewissen bekommen. und atmen dabei auch noch tief durch, um den verdacht der intoleranz endgültig abzuwenden!

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