Techniker von Handy-Gesellschaft des Geheimnisverrats verdächtigt
Beirut - Wegen angeblicher Kollaboration mit Israel
haben die libanesischen Sicherheitsbehörden einen Techniker einer
Handy-Gesellschaft und einen palästinensischen Flüchtling
festgenommen. Wie Telekommunikationsminister Charbel Nahas am Montag
in Beirut bekanntgab, handelt es sich bei dem Techniker um einen
Mitarbeiter der Gesellschaft "Alpha". Nach Medienberichten soll der
Mann dem israelischen Geheimdienst hochsensible Informationen über
die "nationale Sicherheit" des Libanon geliefert haben.
In Tyrus im Süden des Landes wurde unterdessen nach
Polizeiangaben
ein Palästinenser festgenommen, der verdächtigt wird, für Israel
spioniert zu haben. Seit April 2009 sind im Libanon mehr als 70
Personen, darunter Militär- und Polizeiangehörige, wegen
Kollaboration mit Israel festgenommen worden. Die libanesischen
Behörden hatten die Zerschlagung eines vom israelischen
Auslandsgeheimdienst Mossad aufgezogenen Spionagerings gemeldet. Als
dessen Kopf galt der pensionierte General Adib el-Alam. Die Gruppe
hatte offenbar den Auftrag, Anschläge auf Vertreter der schiitischen
Hisbollah sowie pro-syrischer Palästinenserfraktionen vorzubereiten
und durchzuführen. Einige Verdächtigte hatten sich mit ihren Familien
nach Israel abgesetzt. (APA)