Robo-Rettungsschwimmer bietet schnelle Hilfe

28. Juni 2010, 14:04
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Autonome Version ortet Ertrinkende mittels Sonar

Das Unternehmen Hydronalix hat einen robotischen Rettungsschwimmer entwickelt. Ersten Modelle von "EMILY" (Emergency Integrated Lifesaving Lanyard) kommen vor Malibu zum Einsatz, berichtet das Wissenschaftsmagazin Popular Science. Sie versprechen in Not geratenen Schwimmern schnelle Hilfe, da sie sechs Mal schneller heranbrausen als menschliche Retter.

Zunächst kommen ferngesteuerte Modelle zum Einsatz. Doch ab nächstem Jahr werden autonome Roboter als Rettungsschwimmer dienen. Dabei setzt Hydronalix auf Sonar-Sensoren, um Ertrinkende im Wasser zu lokalisieren.

Schnelle Rettung

Mittels Sonar ist es möglich, für in Not geratene Schwimmer typische Bewegungen zu orten. Das stellt in Aussicht, dass die Robo-Rettungsschwimmer Ertrinkenden ebenso zuverlässig helfen können wie menschliche Retter. Unabhängig davon, ob es sich um ein autonomes oder ein ferngesteuertes Modell handelt, verspricht EMILY jedenfalls einen deutlichen Geschwindigkeitsvorteil.

Die in Malibu genutzten Roboter bewegen sich mit zu 45 km/h auf die zu rettende Person zu. Dem Hersteller zufolge ist es möglich, EMILY sogar auf Spitzengeschwindigkeiten von knapp 65 km/h zu programmieren. Im Vergleich dazu entspricht der Weltrekord über 100 Meter Kraul rund acht km/h und diese Geschwindigkeit ist für einen Menschen nicht über längere Strecken zu halten.

Beruhigende Worte

Fraglich ist freilich, wie ein ohnehin panischer Ertrinkender auf einen robotischen Retter reagiert. EMILY setzt auf Kamera und Lautsprecher, damit Rettungsschwimmer wenigstens aus der Ferne beruhigend auf den Schwimmer in Not einwirken können. So wird die Person angewiesen, ob sie auf menschliche Hilfe warten oder sich vom Roboter in Sicherheit bringen lassen soll.

Jedenfalls sind die Roboter als Unterstützung und nicht als Ersatz für menschliche Helfer gedacht. Denn wenngleich ihnen das Sonar einen großen Vorteil bietet, lässt sich die Erfahrung langjähriger Rettungsschwimmer mit den Tücken des Ozeans nicht einfach in Software umsetzen. Das autonome Modell soll im Frühjahr 2011 für 3.500 Dollar auf den Markt kommen. (pte)

 

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