EntwicklerInnen setzen auf Langzeiterfolg von Android

28. Juni 2010, 12:58
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Sehen größeres Potential als beim iPhone - Offenheit als wichtigstes Plus, Sorge um Fragmentierung

Bei all den rasch wachsenden Marktanteilen von Android bleibt ein Fakt doch noch weitgehend unumstritten: Mit einem erfolgreichen Programm für Apples iPhone lässt sich derzeit wesentlich mehr Geld machen. Dass Android trotzdem immer mehr EntwicklerInnen anzieht, hat laut einer aktuellen Studie einen guten Grund: Setzen diese doch auf den Langzeit-Erfolg des mobilen Betriebssystem.

Ausblick

Bei der von Appcelerator durchgeführten Umfrage zeigten sich die 2.733 teilnehmenden EntwicklerInnen von mobilen Anwendungen zwar mehrheitlich davon überzeugt, dass das iPhone derzeit die besten Karten hat, auf Sicht zeichnet sich aber ein anderes Bild ab. 54 Prozent der Befragten glauben demnach, dass Android langfristig die besten Chancen bietet (zum Vergleich beim iOS: 40 %), dies vor allem auch wegen dessen offener Natur, die die Verbreitung auf unterschiedlichste Geräte und Hardwaretypen befördert.

Kontrolle

Konsequenterweise wird denn auch die strikte Kontrolle von Apple über den App Store als entscheidender Nachteil des iPhone-Ökosystems genannt, sowohl was die Regeln zur Aufnahme als auch den langwierigen Kontrollprozess betrifft. Beim Google-System sehen die Umfrage-TeilnehmerInnen die Gefahr hingegen hinter einem Begriff, den das Unternehmen ganz und gar nicht gerne hört: Die Fragmentierung der Plattform durch zahlreiche unterschiedliche verfügbare Betriebssystemversionen mache die Entwicklung erheblich schwieriger.

Vorlage

Die - rein technisch durchaus richtige - Beteuerungen von Google, dass es kein Fragmentierungsproblem im klassischen Sinne gebe, da die Plattform strikten Vorlagen unterliegt, sobald man den Android Market nutzen will, und so eine einheitliche Richtung vorgegeben ist, fruchten hier also recht wenig. Was der Softwarekonzern lieber als "Legacy" bezeichnet haben will, wird von den EntwicklerInnen jedenfalls als durchaus reales Problem angesehen - jenseits aller Diskussionen um Begrifflichkeiten. (red, derStandard.at, 28.06.10)

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