Fernost-Leitbörsen schließen uneinheitlich

28. Juni 2010, 11:46
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Toyota erneut mit Problemen - Rückrufaktion

Wien - Die Leitbörsen in Fernost haben am Montag uneinheitlich tendiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio verbilligte sich um 43,54 Zähler oder 0,45 Prozent auf 9.693,94 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong stieg um 35,89 Zähler (plus 0,17 Prozent) auf 20.726,68 Einheiten.

Der FTSE Straits Times Index schloss bei 2.869,99 Zählern und einem Plus von 18,35 Punkten oder 0,64 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney fiel um 29,7 Zähler oder 0,67 Prozent auf 4.409,7 Einheiten. Abwärts ging es für auch die Chinesische Börse. Der Shanghai Composite fiel um 0,69 Prozent oder 17,54 Zähler auf 2.535,28 Punkte.

Japan unter Druck

In Japan stand der Aktienmarkt aufgrund technischer Faktoren unter Druck. "Japanische Wertpapiere, mitsamt den technischen Indikatoren, sind ziemlich viel gefallen und der Markt ist in diesen Tagen nicht in der Verfassung wegen inländischer Gründe zu klettern, besonders nicht vor den Wahlen", sagte Analyst Hajime Nakajima von Cosmo Securities. Am 11. Juli finden in Nippon Oberhauswahlen statt.

Zu den bemerkenswertesten Verlierern zählten laut Händlern die Aktien von Toyota die mit einem Minus von 1,12 Prozent auf 3.100 Yen auf ein 15-Monatstief gefallen sind. Der japanische Autohersteller muss erneut tausende Autos in die Werkstätten rufen. Japanische Banken gerieten ebenfalls unter Druck. Mitsubishi UFJ Financial Group, die größte japanische Bank nach Marktkapitalisierung, fielen um 1,90 Prozent auf 411 Yen. Shinsei Bank sanken um 4,90 Prozent auf 78 Yen ab.

Auch die Börse in Shanghai zeigte sich schwächer. Dort zog der bevorstehende Mega-Börsengang der Agricultural Bank of China (AgBank) Liquidität aus dem Markt. Die letzte der vier großen chinesischen Staatsbanken, die den Sprung auf das Parkett wagt, wollte noch am Montag die Preisspanne für die Aktien bekanntgeben, die in Shanghai notiert werden sollen.

US-Präsident Barack Obama erwartet von China langfristig eine wesentliche Aufwertung der chinesischen Währung. Dass China durch einen unterbewerteten Yuan deutliche Handelsvorteile genieße, sei "nicht akzeptabel", sagte Obama am Rande des Gipfels der 20 großen Volkswirtschaften (G20). Die chinesische Delegation erteilte der gewünschten starken Aufwertung eine klare Absage. Ausländischen Druck wiesen Zhang Tao und andere Offizielle entschieden zurück. (APA)

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