Menopausen-Vorhersage durch Bluttest

28. Juni 2010, 11:19
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Team von iranischer Wissenschafterin ist es gelungen ein Modell zu entwickeln, mit dem der Beginn der Wechseljahre geschätzt werden kann

Rom - Ein einfacher Bluttest könnte Frauen in Zukunft ermöglichen, das Ende ihrer fruchtbaren Jahre im Voraus zu bestimmen. Damit könnte das Thema Familienplanung in vielen Fällen leichter werden. So stellte die iranische Wissenschafterin Fahimeh Ramezani Tehrani mit einem ForschertInnenteam fest, dass die Konzentration des Anti-Müller-Hormons (AMH) im Blut bereits Jahre vorher Aufschluss darüber geben könne, wann genau die Menopause (Wechseljahre) einsetzen würde. 

Die Testergebnisse sollen an diesem Montag auf dem 26. Kongress der "European Society of Human Reproduction and Embryology" (ESHRE) in Rom vorgestellt werden. "Wir haben festgestellt, dass die AMH-Konzentration wesentlich mehr als das chronologische Alter den Beginn der Menopause bestimmt", erklärte Ramezani Tehrani. So sei es ihr gemeinsam mit ihrem ForscherInnenteam im Laufe eines fortgesetzten, 1998 gestarteten Tests an 266 Frauen im Alter zwischen 20 und 49 Jahren gelungen, ein statistisches Modell zu entwickeln, um von einer Messung der AMH-Konzentration den Beginn der Wechseljahre zu schätzen.

Differenz zwischen vier Monaten und vier Jahren

"Wir haben etwa schätzen können, dass eine Frau, die im Alter von 20 eine AMH-Konzentration von 2,8 ng/ml (Nanogramm pro Milliliter) aufweist, zwischen 35 und 38 Jahren in die Menopause kommen müsste." Die Differenz zwischen der Vorhersage und dem tatsächlichen Eintritt in die Menopause habe nur zwischen vier Monaten und maximal drei bis vier Jahren gelegen.

Ramezani Tehrani stellte außerdem Zusammenhänge zwischen AMH- Konzentrationen in einem bestimmten Alter und einem frühen oder späten Einsetzen der Menopause fest. So deute etwa bei 20-Jährigen eine AMH-Konzentration von 4,1 ng/ml auf eine frühe Menopause im Alter unter 45 hin, eine AMH-Konzentration von 4,5 ng/ml oder mehr hingegen auf einen späten Beginn der Menopause in einem Durchschnittsalter von 52. 

Die Wissenschafterin ist unter anderem tätig als Präsidentin des "Reproductive Endocrinology Department" des Endokrinologischen Forschungszentrums Teheran und als Gastprofessorin an der "Shahid Beheshti University" in Teheran. Der 26. ESHRE-Kongress findet vom 26. bis zum 30. Juni in Rom statt. (APA)

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