Ferien

Kindergärten machen rund drei Wochen Pause

28. Juni 2010, 09:50
  • Artikelbild
    grafik apa

Schließtage der Betreuungseinrichtungen schwanken zwischen 4,5 in Wien und 40,6 in der Steiermark

Wien - Wie jedes Jahr wird der Sommer für berufstätige Eltern zur Herausforderung: Die Kinderbetreuungseinrichtungen sind heuer durchschnittlich fast drei Wochen auf Sommerpause, Kindergärten haben in den Sommerferien im Schnitt sogar 22,7 Tage geschlossen. Das geht aus der Kindertagesheimstatistik 2009/2010 der Statistik Austria hervor. Die Zahl der Schließtage variiert stark zwischen Bundesländern - sie schwanken zwischen 4,5 Tagen in Wien und 40,6 Tagen in der Steiermark.

Von insgesamt rund 8.100 Kinderbetreuungseinrichtungen in Österreich haben rund 6.000 in den Sommerferien geschlossen, etwa 26 Prozent haben geöffnet. Während Kindergärten im Schnitt 22,7 Tage geschlossen sind, sind es Krippen durchschnittlich 10,4 Tage. Über das gesamte Jahr gesehen stehen Kinderbetreuungseinrichtungen durchschnittlich 30,9 Tage, also über vier Wochen, nicht zur Verfügung.

Längste Pause in der Steiermark

Am längsten auf Sommerpause sind die steirischen Kinderbetreuungseinrichtungen (40,6 Schließtage), wobei es dort und auch in Oberösterreich laut Statistik Austria als Ersatz eigene "Saisonkindertagesheime" gibt. Mit 34,6 relativ viele Schließtage verzeichnet auch Vorarlberg, in Tirol sind die Einrichtungen durchschnittlich 30,3 Tage geschlossen. Im Schnitt 24,4 Tage Sommerferien machen die Kärntner Kinderbetreuungseinrichtungen, knapp gefolgt von Oberösterreich mit 24,3 Tagen. 23,5 Schließtage gibt es im Burgenland, 20,2 in Salzburg.

Unter dem Österreich-Schnitt von 19,3 Schließtagen im Sommer liegen nur zwei Bundesländer: In Niederösterreich schließen die Kinderbetreuungseinrichtungen durchschnittlich 15,1 Tage, die Wiener Kindertagesheime sind mit 4,5 Tagen mit Abstand am kürzesten auf Sommerpause. (APA)

La Balance
01

Einem Volksschüler kann man auch nicht einen Schlüssel um den Hals binden und sagen, "Schatzi ich komm um 18.00h nach Hause. Der Kindergarten ist eine Bildungsstätte und keine Aufbewahrungsanstalt. Auch ein Kleinkind braucht den Rückzug aus dem institutionellen Leben. Sucht die Probleme in der Wirtschaft und in der Politik und nicht in den päd. Institutionen.

Judith76
11
29.6.2010, 10:37
es ist mir ein Rätsel

wie man arbeiten gehen soll wenn kindergärten so oft geschlossen sind. hier in oö durchschnittlich eine woche pro monat, im sommer 6 wochen! wenns dann keine oma oder keinen opa gibt wirds unmöglich, und unfair. logistisch eine wahnsinnsherausforderung.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.