15 Tankstellen-Überfälle in Wien und NÖ geklärt

27. Juni 2010, 19:49
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30-Jähriger in Haft - Erbeutete seit Ende Jänner rund 13.500 Euro, um Drogensucht zu finanzieren

St. Pölten - Eine Reihe von Überfällen auf Tankstellen in Wien und Niederösterreich in den vergangenen Monaten ist nun geklärt worden. Ein 30-Jähriger aus dem Bezirk Wien-Umgebung soll seit Ende Jänner für 15 versuchte und vollendete Überfälle verantwortlich sein, berichtete die Sicherheitsdirektion am Sonntag. Dabei dürfte er rund 13.500 Euro erbeutet haben. Der Mann wurde in die Justizanstalt Wiener Neustadt eingeliefert.

Der Raubüberfall auf eine Tankstelle bei der Raststation Föhrenberg bei der Südautobahn am Samstag wurde dem Verdächtigen zum Verhängnis. Zeugen, die sich Fragmente des Kennzeichens des Fluchtfahrzeugs gemerkt hatten, brachten das Landeskriminalamt NÖ und die örtlichen Polizei auf die Spur des 30-Jährigen. Im Zuge der Einvernahme soll er dann neben dem jüngsten Coup auch 14 weitere Taten gestanden haben. Motiv dürfte seine Drogensucht gewesen sein.

Begonnen hatte die Raubserie am 27. Jänner in einer Trafik in Mannersdorf am Leithagebirge (Bezirk Bruck a.d. Leitha). Ab dann dürfte es der 30-Jährige ausschließlich auf Tankstellen abgesehen haben: Im März und April überfiel er zweimal dieselbe Tankstelle in Wienersdorf (Bezirk Baden). Weil es beim zweiten Mal aber nur beim Versuch blieb, soll der Mann noch am selben Tag eine Einrichtung in Wien-Donaustadt aufgesucht haben. Diese wurde auch im Mai noch zweimal sein Ziel, wobei der Täter in einem Fall scheiterte.

Im April soll der Verdächtige Überfälle in Wien-Simmering, Wiener Neustadt und in Wien-Favoriten verübt haben. Die Tankstelle in Wien-Favoriten dürfte auch im Mai noch einmal vom Verdächtigen aufgesucht worden sein. Außerdem soll der 30-Jährige im Mai und Juni dreimal hintereinander dieselbe Tankstelle in Möllersdorf (Bezirk Baden) aufgesucht haben. Zuletzt dürfte auch eine Einrichtung in Hirtenberg (Bezirk Baden) vom Beschuldigten ausgeraubt worden sein.

Bei den Überfällen soll der 30-Jährige immer die gleiche Kleidung getragen und nach eigenen Angaben eine Softgun-Pistole verwendet haben. Diese will er nach dem Coup am Samstag weggeworfen haben, sie wurde bis dato nicht gefunden, so die Exekutive. Die Ermittler schließen nicht aus, dass der Mann noch weitere Straftaten begangen haben könnte. (APA)

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