Anschober sieht raschen Umstieg auf erneuerbare Energie gefährdet

27. Juni 2010, 15:04
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Appell an Bundesregierung: Aktionsplan für Brüssel nicht übermitteln - Nationaler Aktionsplan sieht nur Steigerung um 2 Prozentpunkte

Linz - Energie-Landesrat Rudi Anschober von den Grünen sieht den raschen Umstieg auf alternative Energien gefährdet. Der Nationale Aktionsplan (NAP) für erneuerbare Energien, der bis 30. Juni an die EU übermittelt werden muss, sieht laut Anschober eine massive Verringerung des Umstiegs-Tempos vor. Er appelliert nun an die Regierung, die Übermittlung des Aktionsplans zu verschieben.

In Österreich konnte in den vergangenen fünf Jahren der Anteil erneuerbarer Energie um sechs Prozent auf 30,5 Prozent erhöht werden, Tendenz steigend. Anschober rechnet vor, dass der Anteil auf 50 Prozent erhöht werden könnte. Somit wäre auch eine Abhängigkeit vom Öl im Heizungsbereich einzudämmen. Anstatt nun ein solches Ausstiegsprogramm zu verfolgen, würde der NAP das Ziel beinhalten, den Anteil erneuerbarer Wärme um lediglich 2 Prozent auf 32,5 Prozent zu erhöhen, kritisiert Anschober.

"Falls dieser Bericht tatsächlich mit diesen Zahlen nach Brüssel übermittelt wird, hat die Bundesregierung keine Möglichkeit, einen nennenswerten Ausstieg zu schaffen. Das wäre ein Armutszeugnis für die österreichische Energiepolitik." so Anschober. Der Energie-Landesrat appelliert nun an die Bundesregierung, die Übermittlung des NAP an Brüssel zu verschieben. Gemeinsam mit den Bundesländern und den Fachverbänden sollten die gemeinsamen Ziele noch einmal überarbeitet und erst dann nach Brüssel übermittelt werden. (APA)

 

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