Greendix präsentiert ersten Solar-Fußball

27. Juni 2010, 13:45
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Hightech-Ball richtet sich an sehbehinderte Sportler, demonstiert aber auch Möglichkeiten aktueller Solarzellen

Der taiwanesische Photovoltaik-Spezialist Greendix  hat den ersten Solar-Fußball der Welt vorgestellt. Damit will das Unternehmen anlässlich der Weltmeisterschaft in Südafrika verdeutlichen, wie vielseitig moderne Solarzellen eingesetzt werden können. Doch der Ball verspricht dank weiterer integrierter Elektronik auch einen praktischen Nutzen. Er soll Sehbehinderten ermöglichen, Fußball zu spielen.

Solarzellen immer und überall

Der Solar-Fußball besteht wie ein klassischer Lederball klassisch aus fünf- und sechseckigen Elementen. Doch bei den schwarzen Fünfecken handelt es sich um entsprechend geformte Solarzellen. "Das Hauptziel dieses Projekts war es, zu zeigen, dass Solarpanele in jeglichen Gegenstand integriert werden können, mit dem wir alltäglich zu tun haben und an die Grenzen des Machbaren zu gehen", erklärt Greendix-Presiden Joseph Lin.

Mit den Prototypen will man aber nicht nur anlässlich der Fußball-WM Aufmerksamkeit erregen. Der Solar-Fußball soll in weiterer Folge in Serie gefertigt und international verfügbar werden. In Amerika übernimmt den Vertrieb dabei Sonelis Technologies. In Deutschland will das in Aufbau befindliche Solar-Start-up ecoPOWER den Ball anbieten. Preis und Verfügbarkeit stehen allerdings noch nicht fest, heißt es auf Nachfrage von pressetext.

Kicken nach Gehör

Mit dem Ball zielt Greendix dabei nach eigenen Angaben speziell auf Sehbehinderte ab. Die integrierten Solarzellen dienen nämlich der Energieversorgung von Bewegungssensoren und einem Audiogerät, die ebenfalls in den Ball integriert sind. Somit kann der Ball jedes Mal ein akustisches Signal geben, wenn er getreten wird. Damit ermöglicht er ein Spiel nach Gehör, weshalb er für sehbehinderte und blinde Sportler tatsächlich interessant sein könnte.

Die Sportart Blindenfußball wird zwar auf einem deutlich kleineren Feld gespielt als das Vorbild, erfreut sich aber international wachsender Beliebtheit. An der deutschen Blindenfußball-Bundesliga  beispielsweise haben dieses Jahr bereits neun Mannschaften teilgenommen. Eine Grundvoraussetzung für diese und einige andere Blindensportarten ist eben ein Ball, der akustisch wahrgenommen werden kann. Bislang kommen daher Schellenbälle zum Einsatz. (pte)

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