Erste Ergebnisse der Soko Hypo Alpe Adria

27. Juni 2010, 17:50
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Kreis der Beschuldigten wurde auf 20 Personen eingeengt - 33 Seiten Tagebuchaufzeichnungen von Tilo Berlin

Wien - Die vom Innenministerium eingesetzte Soko Hypo Alpe Adria geht jetzt von 20 Beschuldigten aus, gegen die wegen des Verdachts der Untreue, des Betruges oder der Bilanzfälschung ermittelt wird, berichtet der ORF-Kärnten am Sonntag.

Die Soko soll um drei Ermittler aufgestockt werden. Sie wird mit Projektgruppen weiterarbeiten, die dann einzelne Deals der Hypo Group Alpe Adria in Kroatien, Serbien, Bulgarien und Deutschland durchleuchten sollen. Die 15 Wirtschaftsprofis des Bundeskriminalamtes haben ihre Erkenntnisse in einem 50.000 Seiten umfassenden Ermittlungsakt zusammengetragen.

2,5 Millionen Aktenseiten von 17 Hausdurchsuchungen wurden analysiert. Bisher haben die Kriminalisten 1700 Firmengeflechte gefunden und 120 Vernehmungen geführt.

Berlins Tagebuch

Am Wochenende wurden Auszüge aus einem "geheimen" Tagebuch von Hypo-Investor Tilo Berlin publik. Der frühere Chef und Miteigentümer der Hypo Group beschreibt darin auf 33 Seiten Gespräche mit den Spitzenvertretern vom Land Kärnten, der Grazer Wechselseitigen Versicherung (Grawe) und der BayernLB.

"Das ist nur seine höchst eitle Sicht der Dinge. Es kann Aussagen vor dem Ausschuss nicht ersetzen", zitiert "Österreich" den Chef des Kärntner Untersuchungsausschusses, Rolf Holub. (APA, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 27.6.2010)

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