Shell zog wegen Tropensturm Arbeiter ab

27. Juni 2010, 08:34
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Kampf gegen die BP-Ölpest soll nicht beeinträchtigt werden

Houston - Der Energiekonzern Shell Oil hat wegen des ersten Tropensturms der diesjährigen Hurrikan-Saison Arbeiter von Öl-Plattformen und Bohrinseln im Golf von Mexiko abgezogen. 300 Personen seien evakuiert worden, teilte das britische Unternehmen am Samstag (Ortszeit) mit. Der Weiterbetrieb der Anlagen sei nicht gefährdet. Auch der Kampf gegen die BP-Ölpest soll nicht beeinträchtigt werden. Die US-Küstenwache sagte, es sehe nicht danach aus, dass es zu orkanartigen Stürmen komme. Deswegen müssten die Arbeiten auch nicht unterbrochen werden.

Der "Alex" getaufte Sturm bildete sich im Westen der Karibik nahe der mexikanischen Halbinsel Yucatan, wie das Nationale Hurrikan-Zentrum der USA bekanntgab. Er hat sich bereits Belize genähert. Experten erwarten eine vergleichsweise heftige Hurrikan-Saison, die im Atlantik vom 1. Juni bis zum 30. November reicht.

Seit der Explosion der Plattform "Deepwater Horizon" am 20. April fließen aus dem Bohrloch in ein Kilometer Tiefe große Mengen Öl ins Meer. Der Betreiber BP saugt mit Schiffen einen Teil davon ab und will im August mit Entlastungsbohrungen das Leck unter Kontrolle bringen. Inzwischen hat sich die Ölpest zur schwersten Katastrophe ihrer Art in der US-Geschichte ausgeweitet. (APA)

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