Gipfeltreffen in Toronto

Mehr als 500 Festnahmen bei Demo

27. Juni 2010 19:09

Tausende demonstrierten zuvor friedlich - Polzeiwagen angezündet und Schaufenster eingeschlagen

Toronto - Nach friedlichen Demonstrationen gegen den G-20-Gipfel ist es am Samstag in Toronto zu Ausschreitungen gekommen. Schätzungsweise 100 militante Demonstranten zündeten Polizeiwagen an und warfen Schaufenster mit Steinen ein. Erstmals in der Geschichte der kanadischen Wirtschaftsmetropole setzte die Polizei Tränengas gegen Demonstranten ein.

Auch in der Nacht zum Sonntag kam es zu Zwischenfällen. Gewalttätige Demonstranten warfen Steine und Flaschen auf Polizisten, die das Tagungszentrum der Staats- und Regierungschefs weiträumig abgeriegelt hatten. Insgesamt 20.000 Sicherheitskräfte waren im Einsatz. "Wir haben noch nie ein solches Maß an willkürlicher Kriminalität und wahlloser Gewalt auf unseren Straßen gesehen", sagte Polizeichef William Blair. Der Sicherheitseinsatz kostet umgerechnet 729 Millionen Euro.

Mehr als 500 Demonstranten wurden festgenommen. Ein altes Filmstudio wurde zu einem vorübergehenden Gefängnis für Demonstranten umgebaut. Die Polizei bekam im Vorfeld der Tagung Sondervollmachten. Jeder, der sich mehr als fünf Meter zur Absperrung näherte und sich einer Personenkontrolle oder Durchsuchung widersetzte, konnte festgenommen werden.

Zapatero wurde umquartiert

Das Büro von Ministerpräsident Stephen Harper verurteilte die Ausschreitungen. Wegen der Krawalle konnte der Autokonvoi des spanischen Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero nicht zu seinem Hotel fahren. Er musste in einem anderen Hotel einquartiert werden.

Die Proteste waren am Samstag zunächst friedlich verlaufen. Ein langer Demonstrationszug mit rund 10.000 Menschen bewegte sich vom Provinzparlament im Queenspark durch die Innenstadt. Unter ihnen waren Globalisierungsgegner, Umweltschützer, Gewerkschafter und Frauengruppen. "Widersetzt euch dem Krieg gegen die Armen, lasst die Reichen bezahlen", lautete ein Slogan. Auch beteiligten sich Gruppen von in Kanada lebenden Exilanten, die gegen Menschenrechtsverletzungen oder andere Ungerechtigkeiten in ihren jeweiligen Heimatländern protestierten.

Militante Aktivisten trennten sich von friedlicher Demo

Ein "schwarzer Block" militanter Aktivisten trennte sich von dem Umzug, um Randale zu machen, wie Augenzeugen berichteten. Sie schlugen Schaufensterscheiben von Banken und bekannten internationalen Ladenketten ein. Ein Schild mit der Aufschrift "Kein Kapitalismus" lag zwischen den Scherben im Eingang eines "Starbucks"-Cafés. Mehrere Polizeiwagen gingen in Flammen auf. Auch wurden Privatautos demoliert. Am Abend räumte die Polizei auch den Queenspark, wo nach der Demonstration noch rund 500 Teilnehmer ausgeharrt hatten.

Zu den G-20 gehören die stärksten Volkswirtschaften der Erde. In den vergangenen Jahren war es meist bei den Gipfeltreffen der kleineren G-8-Staatengruppe zu teilweise heftigen Ausschreitungen gekommen. Um das Konferenzzentrum der Staats- und Regierungschefs in Toronto war ein drei Meter hoher Zaun gezogen. Geschäfte und Restaurants in der Innenstadt von Toronto hatten ihre Schaufenster und Fassaden mit Holzplatten vernagelt.  (APA/Reuters)

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dietraeneallahs
01.07.2010 03:46

Frauen vergewaltigt,misshandelt und eingeschüchtert,während sie stundenlang inhaftiert waren.
http://www.youtube.com/watch?v=RcXhEd_mDt4

absolut unfassbar!!!wie lange lassen wir uns das gefallen?wann bemerkt die mehrheit der menschen,daß da etwas schief läuft?und anstatt sich über ein paar gewalttätige demonstranten aufzuregen endlich die wahren gewalttäter anzuprangern!!!???!!!ES IST ZEIT!!!

pepitant
08.07.2010 16:41
Gipfelnormalität

http://www.zmag.de/artikel/p... on-toronto

Die Exekutive ist nun mal auf Gewalt gegen Bürger zum Schutz der Eliten gedrillt. Wenn da wer was dagegen hat, wird ers schon bewaffnet austragen müssen und verlieren, weil die überwiegende Mehrheit auf Demos bilden nun mal Pazifisten, die eher wegsehen, wenn welche von ihnen willkürlich auseinander genommen werden.
Gut daran finde ich, dass mehr und mehr Menschen solche Übergriffe persönlich erlebt haben oder wenigstens aus Berichten aus erster Hand, also eher von Leuten, denen sie Vertrauen schenken, erfahren.
Was immer die Medien auch vorlügen, insgeheim glauben schon sehr viele nicht mehr an Freunde und Helfer.

Manfred H.
30.06.2010 09:42
Eine Frechheit.... an einem Nebenschauplatz in Toronto

http://www.thestar.com/videozone... protestors

Sepp Unterwurmbacher
28.06.2010 12:18
toronto, wien, linz no differnence

http://www.youtube.com/watch?v=7o0yN8oq8AY

unterschichtskind auf dem weg nach oben
28.06.2010 11:54

und rücken die anarchistischen Froumsprediger die Gewaltausbrüche mit der Krone für Linke - indymedia- schon ins korrekte rechte Licht?

oder muss man noch auf Berichte warten, die von den bürgerlichen Medien unterdrückt worden sind.

akynoid
28.06.2010 18:33

mr. wiseguy, ich bin der letzte, der gewaltausbrüche der art, wie sie zum teil in toronto passiert sind, gutheißen. aber ich würd mal einen blick darauf werfen, wie die ganz gewöhnliche mehrheitspresse in toronto auf die polizeitaktiken reagiert:

http://www.torontosun.com/news/colu... 39456.html

ziemlich explicit, nicht? und da ich in toronto lebe, kann ich dir versichern, dass die leute hier nicht im geringsten damit zufrieden sind, wie die polizei vorgegangen ist.

nix für ungut, aber die polizei hat es NICHT geschafft die vielleicht 100 black-bloc typen zu bändigen. dafür hat sie mehr als 500 unschuldige eingesperrt. hätt nicht gedacht, dass das in can möglich ist.

pepitant
08.07.2010 17:11
hätt nicht gedacht, dass das in can möglich ist.

Ja, die Unvorstellbarkeit bildet eine riesige Hürde gegen das Einverständnis gegen Staatsterror, und nicht anderes ist das, von Seattle über Genua, Davos, Heiligendamm und wo die schon überall waren. Kein Bürger würde Staatsterror jemals gutheißen, aber kaum einer, der sowas nicht schon selbst erlebt hat, traut Staatsdienern sowas zu und weil Medien allein schon durch ihre jeweilig unterschiedliche redaktionelle Grundeinstellung immer aus zwei Richtungen argumentieren, verwässern sie jedes Verbrechen seitens des Staates, weil es könnt ja vielleicht doch Gründe für die Eskalation gegeben haben und zu einem Gerichtsverfahren mit objektiven Zeugen kommts nicht, weil die Beamten einander decken und gegen sie Aussagende damit einschüchtern.

googlehupf
28.06.2010 10:14
Carl Friedrich von Weizsäcker: Der bedrohte Friede – heute

http://www.querdenkerforum.de/forum/sho... p?tid=1072

Es ist schon erschreckend, wie genau seine Vorhersagen aus dem Jahr 1983 über die (damals noch) kommende Globalisierung eintreffen.

Von seinen zwölf Punkten sind 1 bis 9 schon Realität und Punkt 12 beginnt immer mehr wahr zu werden.

Der Druck der Straße wird logischerweise steigen und die Mächtigen werden bald beginnen zu schießen ...

Asha P.
 
28.06.2010 07:04
The Toronto G20 Riot Fraud- Undercover Police engaged in Purposeful Provocation

http://www.globalresearch.ca/index.php... &aid=19928

akynoid
28.06.2010 18:39

sorry, aber die seite ist conspiracy theory at its best.

clearlake
28.06.2010 08:07
hab ich gestern schon gepostet

wurde aber blockiert, ihres scheint übersehen worden zu sein....
würd ich auch interessieren ob da was dran ist, vom mainstream wird das natürlich nicht diskutiert....

clearlake
28.06.2010 12:17
den roten stricherln nach zu urteilen

ist also was dran....

franz liszt
28.06.2010 00:13
30.000 demonstrieren

friedlich und nix passiert und dann kommen ein paar vermummte Volltrottel, werfen Molis, Steine; schlagen Scheiben ein, machen ihr eigenes Anliegen laecherlich, und spielen den Grossen und Maechtigen in die Haende...

Sie sind um nichts klueger als die USA, die durch die Toetung von Unschuldigen tausende neue Terroristen rekrutieren...

restless33
29.06.2010 01:52
mit nike schuhen?

star observer
28.06.2010 13:27

die vermummten sind undercover-polizisten, das weiß man doch seit jahren!

Michail Bakunin
 
28.06.2010 14:38
van der lubbe
28.06.2010 13:50

elvis lebt, den yeti gibt es und ihr seid mit abstand - aber mit abstand- die dümmsten poster hier.

lg

dietraeneallahs
01.07.2010 03:54

wenn du an den yeti und einen lebenden elvis glaubst,dann dürfte wohl klar sein,wer hier der dümmste der dummen ist.

bei leuten wie ihnen weiß man gar nicht wo man ansetzen soll,weil es eh absolut hoffnungslos ist.

anstatt einmal nachzulesen,infos und dokus ansehen,aber nein,lieber auf die dummen verschwörungstheoretiker schimpfen.so widerlich!

Michail Bakunin
 
28.06.2010 10:46

"30.000 demonstrieren friedlich und nix passiert"

Treffender kann man`s nicht ausdrücken ;-).

Glauben Sie ernsthaft, wir hätten das heutige Niveau an ArbeitnehmerInnenrechten, wenn die ArbeiterInnenbewegung immer nur ein paar Blümchen vorbei gebracht hätte?

franz liszt
30.06.2010 02:34
eingeschlagene Fensterscheiben...

...und brennende Polizeiautos werden die Politiker der G-20 garantiert nicht zu einer Aenderung ihrer Politik bringen...

colloquium
27.06.2010 23:36
Charlie Veitch: Arrested, Tortured, Caged by Toronto Fascist Police at G8/G20

http://www.youtube.com/watch?v=J... r_embedded

NONE
27.06.2010 23:30

Militanter Block? Etwa so wie... bei Genua mit vermummten Polizisten?

lessismore
28.06.2010 05:31

Das letzte Mal mußte die kanadische Polizei zugeben, daß es so war. Lügner in Uniform ...

Rene Stangeler
27.06.2010 22:52
Hoffentlich fällt nicht mal jemanden ein

so einen Gipfel in Österreich zu veranstalten.
Am besten wärs ja die ganzen Gschaftlhuber (zusammenbringen tuns ohnehin nichts) auf eine abgelegene Insel (ehemalige Leprainsel im Pazifik vielleicht) zu transportieren. Dort könnens schmähfuhren, sich gegenseitig auf die Schultern klopfen, für Gruppenfotos posieren und das Luxusbüfett leerfressen.

Wär sicher billiger. Nur, wo würden dann die Chaoten ihre Brandschatzungs- und Zerstörungsgelüste dann ausleben?

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