"Chile bestätigte alle Verdachtsmomente"

26. Juni 2010, 14:08
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Rundschau nach den Freitag-Spielen der Gruppe H

Madrid - Mit abgeklärter Reserviertheit kommentierte Spaniens Presse am Samstag den Aufstieg des Europameisters ins WM-Achtelfinale. Sticheleien kamen erneut von Ex-Teamchef Luis Aragones, der "La Roja" 2008 um EM-Titel geführt hatte. "Die Mannschaft hat sich verbessert, aber nur ein bisschen", wurde er im Sportblatt "As" zitiert.

  • "El Pais": "Spanien erträgt die Folter. Ein quälendes Match ließ die Seleccion ins Achtelfinale aufsteigen. Spanien findet sich aber nicht, das ist nicht das Spanien von Wien, Chile bestätigte alle Verdachtsmomente."
  • "El Mundo": "Im Achtelfinale, ohne sich groß aufzuplustern. Ohne gut zu spielen, erreichte Spanien den ersten Platz in der Gruppe. Nach dem Sieg gegen ein sehr gutes Chile wartet jetzt ein echter Dschungel-König auf die Spanier, Cristiano."
  • "Marca": "Und jetzt auf Portugal! Spanien litt, qualifizierte sich aber als Gruppenerster für das Achtelfinale."
  • "As": Gruppenerster durch einen sehr professionellen Job. Wir sind im Achtelfinale und jetzt ist alles möglich."
  • La Nacion (Chi): 'Es scheint, dass uns das Leiden in den Genen steckt. Das Ziel Achtelfinale wurde aber erreicht. Warum soll Chile jetzt nicht Brasilien schlagen?'

Zu Portugal vs Brasilien

  • A Bola: Die Brüder gehen zusammen ins Achtelfinale. Beide hätten gewinnen können, aber keiner riskierte genug, um dies auch umzusetzen.
  • O Globo (Bra): Das Spiel war einschläfernd, sauschlecht. Der Schlusspfiff erlöste Millionen Fans am TV-Bildschirm vom Martyrium. In der ersten Hälfte war es Stiefel gegen Holzschuh, im zweiten Durchgang Spitzenschuh gegen Pantoffel.
  • Jornal Brasil: 'Brasilien und Portugal enttäuschen. Auch ohne Glanz wird die Selecao Gruppenerster. Selbst Dunga konnte seinen Ärger über sein Team nicht verbergen.

Zu Schweiz vs Honduras

 

  • Tages-Anzeiger: Alles lag an diesem kühlen Abend in der Luft: Alles, außer einem Schweizer Tor. Die Mannschaft hat spielerisch und nervlich versagt.
  • Neue Zürcher Zeitung: Es ist seine ganz persönliche Grenzerfahrung: Auch Ottmar Hitzfeld stößt an Schranken, auch er kann sie nicht einfach durchbrechen. Schweizer Fußballer bleiben Schweizer Fußballer.
  • Basler Zeitung: Ein fader und mutloser Auftritt. Hitzfeld konnte am Ende den entscheidenden Unterschied nicht mehr aus der Mannschaft kitzeln.
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