Alle 73 Toten nach Grubenunglück geborgen

26. Juni 2010, 08:53
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Neun Tage nach einem der schwersten Grubenunglücke in Südamerika

Bogotá - Neun Tage nach einem der schwersten Grubenunglücke der vergangenen Jahre in Kolumbien sind die letzten von insgesamt 73 toten Bergarbeitern geborgen worden. Den Suchtrupps sei es trotz der hohen Konzentration an Methan und Kohlenmonoxid gelungen, in der bis zu 2.500 Meter tiefen Mine zu den Opfern vorzudringen, teilte der Direktor der Behörde für Katastrophenschutz der Provinz Antioquia, John Rendón, am Freitag (Ortszeit) mit. Nach der schweren Methangasexplosion am Mittwoch vergangener Woche war zunächst von 72 vermissten Kumpeln die Rede gewesen.

In der Mine San Fernando in der Nähe der Stadt Amagá südlich von Medellín arbeiten normalerweise 600 Menschen, aber zum Zeitpunkt des Unglücks war gerade Schichtwechsel. Die Anlage galt als technisch relativ gut ausgestattet und für kolumbianische Verhältnisse einigermaßen sicher.

Noch in der Woche vor dem Unglück hatte sie eine Sicherheitsüberprüfung bestanden. Allerdings fehlten Gasmelder und eine Entlüftungsanlage. 2008 starben dort fünf Arbeiter bei einem Wassereinbruch. 1977 waren in einer in der Nähe gelegenen Mine 86 Arbeiter durch eine Gasexplosion ums Leben gekommen. (APA)

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