Coke plädiert in New York auf nicht schuldig

25. Juni 2010, 22:10
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Ausgelieferter Drogenboss bei erster Anhörung vor Gericht in Manhattan

New York - Der an die USA ausgelieferte jamaikanische Drogenboss Christopher "Dudus" Coke hat vor einem Bundesgericht in Manhattan auf nicht schuldig plädiert. Bei einer ersten Anhörung am Freitag wies sein Anwalt die Vorwürfe des Drogen- und Waffenhandels gegen seinen Mandaten zurück. Der Richter ließ Coke abführen und setzte für Montag eine weitere Anhörung an, bei der entschieden werden soll, ob Coke bis zum Prozess in Haft bleibt. Dem berüchtigten Drogenboss droht eine lebenslange Haftstrafe.

Die USA sehen in Coke einen der weltweit gefährlichsten Drogenbarone. Er soll seit 1990 einen international agierenden Drogenring anführen, der laut US-Ermittlern Marihuana und Crack vor allem in den Großraum New York liefert. Er war bereits vor fast einem Jahr in den USA angeklagt worden, Jamaika zögerte jedoch monatelang mit der Ausstellung eines Haftbefehls.

Die Ende Mai eingeleitete Fahndung stürzte die Hauptstadt Kingston dann vorübergehend ins Chaos. Bei Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Anhängern Cokes kamen 73 Zivilisten ums Leben, die Regierung verhängte den Ausnahmezustand. Am Dienstag hatten Polizisten den Gesuchten trotz abrasierten Barts und Perücke auf der Karibikinsel erkannt und festgenommen. (APA)

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    Dudus Coke nach seiner Festnahme.

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