Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Jetzt sei es an Teheran, eine Antwort vorzulegen, sagte er zu Julia Raabe.
*****
STANDARD: Der Uno-Sicherheitsrat hat neue Sanktionen gegen den Iran verhängt. Was bedeutet das für die Kooperation mit der IAEO?
Amano: Das weiß ich noch nicht. Es gibt keine offizielle Mitteilung vom Iran. Aber ich habe Medienberichte gelesen, wonach der Iran das Niveau der Zusammenarbeit im Falle neuer Sanktionen reduzieren wolle. Aber die Kontrollen (von Atomanlagen, Anm.) werden durchgeführt, und ich denke, der Iran wird das beibehalten.
STANDARD: Haben Sie inoffiziell Signale von Seiten des Iran, die Kooperation einzuschränken?
Amano: Ich habe Medienberichte darüber gelesen - das ist alles.
STANDARD: Sehen Sie einen Zusammenhang zwischen den Sanktionen und der Tatsache, dass der Iran zwei Ihrer Atom-Inspektoren in dieser Woche die Einreise verweigert hat?
Amano:Das habe ich von der iranischen Seite jedenfalls nicht gehört. Wir haben im März und im Juni Berichte herausgegeben, der Iran erklärte, Teile davon seien falsch. Ich habe weiterhin volles Vertrauen in die Berichte unserer Inspektoren.
STANDARD: Die Türkei und Brasilien haben einen Kompromissvorschlag vorgelegt, um einen im Oktober gescheiterten Deal mit dem Iran doch noch möglich zu machen. Ziel ist die Anreicherung iranischen Urans im Ausland für Brennstäbe für einen iranischen Forschungsreaktor. Wie beurteilen Sie den Vorschlag?
Amano: USA, Frankreich und Russland (die laut ursprünglichem Vorschlag Partner des Iran bei dem Deal hätten sein sollen, Anm.) haben Briefe mit einigen Fragen geschrieben, die ich an den Iran übermittelt habe. Ich warte noch auf eine Antwort des Iran, ich erwarte, dass sie bald kommt, aber es gibt keine Frist. Es ist eine gute Gelegenheit, mit dem Iran zu sprechen und ich hoffe, dass der Iran positiv antwortet.
STANDARD: Der Brief war dem Vorschlag gegenüber kritisch.
Amano: Es waren hauptsächlich technische Fragen.
STANDARD: Unter welchen Bedigungen also ist ein Deal noch möglich?
Amano: Wir brauchen eine Antwort des Iran - dann müssen beide Seiten klären, ob sie noch Interesse an dem Vorschlag haben.
STANDARD: Glauben Sie, dass ein Abkommen noch möglich ist?
Amano: Das glaube ich, ja. Allerdings ist es nicht sehr wahrscheinlich, dass es so aussehen wird, wie im Oktober vorgeschlagen. Anstatt das Uran nach Russland zu schaffen, will der Iran es in die Türkei bringen (wie im türkisch-brasilianischen Vorschlag vorgesehen, Anm.) - das ist bereits ein Unterschied zum Originalvorschlag.
STANDARD: Die Skeptiker des Deals argumentieren, dass sich die Ausgangsbedigungen geändert haben. Der Iran hat jetzt mehr und höher angereichertes Uran. Wo liegt für Sie der Wert eines Abkommens: Vertrauensbildung? Oder Zeit gewinnen für Verhandlungen, indem man einen Teil des Urans außer Landes bringt, damit Teheran es nicht militärisch verwenden kann?
Amano: Das Ziel ist für mich klar: dem Iran zu helfen, Brennstäbe für den Forschungsreaktor zu beschaffen. Mir ist wichtig, unparteiisch zu sein, meine Hilfe zur Verfügung zu stellen und dem Iran zu helfen, die Brennstäbe zu erhalten. Das wird von mir gemäß dem IAEO-Statut erwartet.
STANDARD: Bei Ihrem Amtsantrittt haben Sie gesagt, dass es keine Indizien für ein iranisches Nuklearwaffenprogramm gebe, jetzt sprechen Sie von einer möglichen militärischen Dimension.
Amano:Das war etwas unglücklich. Ich habe auf eine Pressefrage, ob ich zustimme, dass der Iran ein Nuklearwaffenprogramm betreibe, geantwortet, dass ich niemals ein solches Statement in einem offiziellen IAEO-Dokument gesehen habe. Hier sage ich dasselbe. Ich habe nie gesagt, dass der Iran eine Bedrohung sei oder ein Nuklearwaffenprogramm betreibe. Die Worte in meinen Berichten sind sorgfältig gewählt. Es gibt einige Aktivitäten, die eine militärische Dimension haben könnten, die wir klären möchten. Wir sind besorgt, aber wir wissen es nicht.
STANDARD: Im Vergleich zu früheren IAEO-Berichten sprechen Sie viel deutlicher über die Möglichkeit einer militärischen Dimension.
Amano: Diese Möglichkeit ist auch in früheren Berichten oft erwähnt worden. Ich bin neu, und es gibt viele neue Botschafter. Ich wollte die Berichte lesbarer machen. Das war mein bescheidenes Bemühen: sie lesbarer, verständlicher, klarer zu machen. (DER STANDARD, Printausgabe, 26.6.2010)
Politologe Oliver Borszik über das iranische Machtkarussell unter den Augen des Revolutionsführers
Mehr als 50 Millionen Iraner waren am Freitag dazu aufgerufen einen Nachfolger für Präsident Mahmud Ahmadinejad zu wählen. Der Andrang war groß, die Wahllokale blieben länger geöffnet.
Irans neuer Präsident Hassan Rohani unterzeichnete einst als Atomunterhändler das "Pariser Abkommen"
Der iranische Menschenrechtsanwalt Mohammad Mostafaei kämpft seit Jahren gegen die Todesstrafe und musste deshalb ins Exil flüchten
Der gemäßigte Kandidat Hassan Rohani wurde im ersten Wahlgang zum iranischen Präsidenten gewählt. In Teheran und anderen Städten wurde in der Nacht zum Sonntag groß gefeiert
Teheran spricht von "großem Schritt nach vorn"
Moderater Geistlicher erhält knapp 51 Prozent der Stimmen - Rohani: "Sieg der Mäßigung über den Extremismus" - USA zu direkter Zusammenarbeit bereit
Geistlichkeit in Ghom ist "höchst unzufrieden" mit der Entscheidung des Wächterrats - Abgeordneter spricht von "historischem Fehler"
Der iranischen Führung schien es am wichtigsten, eine respektable Wahlbeteiligung zustande zu bringen - das hat sie geschafft. Es geht um die Wiederherstellung der Legitimität dieser Wahlen
"Wollen Wurzeln des zionistischen Regimes austrocknen"
Der gemäßigte Geistliche konnte die Stimmen des Reformlagers auf sich vereinen
Oberster Führer Ali Khamenei will jegliche Unruhen im Keim ersticken
Wirtschaftslage, Atomstreit und Menschenrechte als große Brocken auf der Arbeitsagenda des gemäßigten Klerikers
Ali Akbar Hashemi Rafsanjani, einer der Gründerväter der Islamischen Republik, darf nicht zu den Präsidentenwahlen antreten. Als Begründung wird seine altersbedingte Schwäche angegeben. Viel eher aber war seine Stärke als Kandidat der Reformer der Grund für den Ausschluss
Mahmud Ahmadi-Nejad darf nach zwei Amtsperioden nicht mehr zur Präsidentenwahl antreten. Weg vom Fenster ist er damit aber nicht
Ausschluss Rafsanjanis sorgt im Iran für einen tiefen Riss innerhalb der Führungskrise
Vor der Präsidentenwahl am Freitag hat die iranische Führung umfangreiche Maßnahmen getroffen, um Massenproteste wie vor vier Jahren zu verhindern. Das Reformlager rückt zusammen und unterstützt den früheren Atom-Chefverhandler Hassan Rohani.
Rafsanjani wird Wahlausschluss durch Wächterrat hingegen nicht anfechten
Die meisten Kandidaten geben sich im Wahlkampf moderat, sagt Iran-Experte Walter Posch. Einzig Saeed Jalili vertrete radikale Positionen, fehlendes Charisma könnte ihn aber trotz Regime-Unterstützung den Sieg kosten
Nur acht der insgesamt 686 Kandidaten dürfen bei der Wahl im Juni antreten
Konservativer Haddad Adel kündigte am Montag Rückzug an - Moderater Rohani nun einziger Kandidat der Reformbewegung
Männer wurden in Teheran gehängt - Vorwurf der Spionage für die USA und Israel
Keine Angaben über Art und Auswirkungen des Vorfalls
In einen land wo leute wie Hafez Schirazi gedichte und poesie geschrieben haben wie:
Du, auf dessen Salz1 der Lippe
Rechte hat mein wundes Herz;
Achte sie! Ich ziehe weiter:
Gott bewahre dich vor Schmerz!
Jenes reine Wesen bist du
Das in heil'ger Geisterwelt
Engel im Gebete preisen
Das dein stetes Lob enthält.
Zweifelst du an meiner Treue,
Unterzieh' der Probe mich:
Auf des Goldes Werth verstehet
Niemand wie der Prüfstein sich.
kann ich mir nicht vorstellen das die perser schlechte menschen sind!
kann man mit dem Iran noch verhandeln und vieles mehr...nur wird er in den westlichen Medien als "Schurkenstaat"vorgeführt,damit es die Leute irgendwann unterstützen,den Iran militärisch in Bedrängnis zu bringen,sein Öl und andere Bodenschätze auszubeuten wie im Irak,um am Ende dann festzustellen,dass ja der Iran doch keine Nuklearwaffen hatte und anscheinend seine Atomenergie "nur friedlich"nutzen wollte,aber dann ist es zu spät...wie im Irak.
eine blödere ausrede als "blut für öl" fällt euch seit 1991 wohl nicht mehr ein? der westen hätte saddams öl genauso problemlos bekommen wie das öl des iran, ohne krieg.
und wenn der iran wegen seiner geheimniskrämerei in verdacht gerät, an atomwaffen zu bauen, ist er selber schuld, wenns probleme gibt! alles offenlegen und die sache ist gegessen...da der iran das nicht macht, entwickelt er offensichtlich atomwaffen. wer was anderes denkt, ist entweder naiv oder verblendet.
und wer (noch dazu in der region) noch mehr atombomben baut, sollte sehr wohl bestraft werden!
dass andere auch atombomben haben, ist kein argument für den iran, oder droht irgendjemand mit atomkrieg (ausser schwachmadineschad gegen israel)?
und dass israel offen zugibt,dass sie atomwaffen haben und diese im falle eines falles einsetzen werden ist natürlich egal. solch eine äußerung habe ich von seiten des iran wenigstens noch nicht gehört.und wer jetzt sagt, der iran meinte dass israel von der karte weg getilgt gehöre solle sich keines falls auf diverse deutsche/englische übersetzungen verlassen sondern der persischen sprache mächtig sein.
*) blut für öl gilt nicht seit '91, sondern bereits seit 1917.
*) "schmarrn" ist eine ausrede, aber kein argument,
*) der iran hat noch keine atombombe und wird auch keine bekommen, ausser netanyahu übertreibts, und Ru/Cn schwenken zurück.
*) und nuklearmächte gibt es neben israel noch pakistan und indien in diesem gebiet,
wobei die US auch standardmäßig bereits mit nuklearwaffen vorort ist.
und das ist sehr wohl ein argument.
offensichtlich tut ahmadinejad so, als baue er an atomwaffen. - an bluffs glaubt man hier immer nur dann, wenn es einem in den kram passt.
aber gelegenheit macht diebe. - deswegen muss man wachsam bleiben.
Die iranische Bevölkerung braucht die eigenen Bodenschätze eh nicht weil die meisten ja kein Auto haben und den Luxus nicht so gewöhnt sind wie die reichen Amerikaner. Die amerikanischen Geldhaie bräuchten auch wieder einmal ein Land bei dem sie ordentlich abzocken können.
gäääääääääääääääähhhhhhn.
die anderen haben ja keine propagandareden, welche von endlösungen a'la hiroshima reden.
dass der iran allerdings das arsenal aufbauen könnte, das israel bereits besitzt, bräuchte er ungehinderte 20 jahre...
"marg bar" hat im persischen mehrere bedeutungen und "tod dem/der" ebenfalls, da der tod an sich auch mit "verschwinden" zu tun hat, also genau das gegenteil was man im deutschen versteht bzw. in den europäischen sprachen, der tod muss nicht unbedingt "auslöschen/ausradieren" sein wie man es bspw im deutschen versteht.
;-)
Bitte kommt nicht mit Fragen :"Was hat er gemeint
mit dem letzten Satz ?"
Fuer die "deepthinkers" die Antwort ist "Krieg",
natuerlich.Das war schon immer die Antwort der maechtigen Totschlaeger.Der sooo originale Treibstoff "ANGST".
Das "NOCH" ist das Kranke an diesem Beitrag.
Es representiert kristall klar :
"the big brother has spoken".
Druck mit falschem Vorwand ist schlimmer als
"blackmail" und wirft ein sehr schlechtes Licht
auf die neocon USA-euro world.
Es ist ja nicht "OB" sondern "WENN".
Den USA gehts doch nur ums Öl!!!
Die haben ein Problem damit, dass der Iran sein Erdöl auch in EURO / Rial anbietet. Stellen sie sich vor, andere Länder würden dem Beispiel folgen und der DOLLAR würde als LEITWÄHRUNG in Frage gestellt. Das wärs dann mit dem amerikanischen Traum...
Darum der riesen Militärapparat, um seinen Wünschen entsprechendes Gewicht zu verleihen. Eventuell schickt man auch seinen Verbündeten Israel, da man mit Obama (Marionette) gerade ein Saubermann Image aufbauen will.
Wenn hier ein Staat gefährlich ist, dann die USA. Die werden ihr Szepter nicht kampflos abgeben, da bin ich mir sicher. Ich bin israel & USA kritisch, aber kein Antiselmit. Dies nur vorweg, da hier einige nicht entsprechend differenzieren können.
Israel kann die Iranischen Atomanlagen nicht angreiffen,es ist ja so das die grade so Zivillisten auf Schiffe töten können,oder ihre nachbarn länder die sich kaum wehren können Bombadieren,also Iran werden die bestimt nicht angreifen die Können es noch nicht mal wenn die es wollten.
ansonsten wünsche ich dir weiterhin feuchte träume.
ich finde der iran sollte sich nicht dazu zwingen lassen atomwaffen zu bauen und er sollte die organisationen die ihn zwingen mit dieser anklage vor den kadi bringen, was zu deren aufloesung fuehren wuerde und es sind diese organisationen, die meinen arbeit bestuende darin rechtschreibfehlerkorrekturprogramme auszustechen, was wenn man es bedenkt laecherlich ist andererseits auch ein schlaglicht auf die pflicht der industriestaaten andere laender mit waren zu ueberschuetten hinweist.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.