Teheran schickt doch kein Hilfsschiff

25. Juni 2010, 20:52
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"Humanitäre Hilfe nicht politisch aufladen"

Teheran - Der Iran will entgegen seinen Ankündigungen nun doch kein Schiff mit Hilfslieferungen in den Gazastreifen senden. "Die Reise wird nicht stattfinden", sagte der Generalsekretär einer vom iranischen Parlament gegründeten Unterstützerorganisation für die Palästinenser, Hossein Sheicholeslam, am Freitag laut der Nachrichtenagentur Irna. Ursprünglich hätte die Fracht am Sonntag auf Reise gehen sollen.

Israel habe aus der Blockade des Gazastreifens eine "politische Angelegenheit" gemacht. "Wir wollen diese Art von humanitärer Hilfe nicht politisch aufladen", sagte Sheicholeslam. "Das wichtigste ist es für uns, die Blockade zu durchbrechen." Die Hilfslieferung werde den Bewohnern des Gazastreifens nun "mit anderen Mittel" gebracht.

Die iranische Sektion der Hilfsorganisation Roter Halbmond hatte Anfang Juni mitgeteilt, zwei Schiffe mit Helfern und Hilfsgütern zum Gazastreifen schicken zu wollen. Eine Woche vorher hatte die israelische Armee eine internationale Hilfsflotte für den Gazastreifen gestürmt und dabei neun pro-palästinensische Aktivisten getötet. (APA)

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