"Verschiebebahnhof Ö1"

25. Juni 2010, 18:45
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Programmredakteure des Senders warnen Wrabetz vor "stark demotivierender Wirkung" - Rücktritts-Angebot

"Ö1 könnte zum Verschiebebahnhof für schreckliche Kuhhändel" mit der Politik werden, schreiben dessen Redakteurssprecher ORF-Chef Alexander Wrabetz und warnen ihn vor "stark demotivierender Wirkung, Unverständnis und Ablehnung". Sie verweisen auf die Nachbewerbung von Bettina Roither für die Ö1-Führung. Wrabetz hat Roither dazu animiert, sagte er der APA. Ö1-Redakteure (und VP-Stimmen) plädieren für Ulrike Wüstenhagen (Ö1-Organisation).

Roithers potenzielle Nachfolger als Radiochefredakteur:Hannes Aigelsreiter, der sich gegen jede Zuordnung verwahrt, oder die linkere Brigitte Handlos. Handlos-Fan Karl Amon gilt als nächster Radiodirektor. Amon befragte in Hearings neben Radiodirektor Willy Mitsche und ORF-General Wrabetz Ö1-Chefs in spe.

Oberhauser gegen Totzauer

Freitag casteten General &Co. potenzielle TV-Magazinchefs. Im APA-Interview verteidigt Wrabetz Quereinsteiger - wie Lisa Totzauer (ZiB 1), gegen die sich nicht nur die TV-Magazinjournalisten stellen: Infodirektor Elmar Oberhauser soll intern von Rücktritt geredet haben, wenn Wrabetz Totzauer zur Magazinchefin bestellt.

Wäre das realistisch, könnte Finanzdirektor Richard Grasl Info- oder gleich alleiniger TV-Direktor werden. Oberhausers reguläre Amtszeit endet mit Silvester 2011, zwei Tage vor seinem 65. Geburtstag. Mit dem wollte er noch vor wenigen Wochen in Pension gehen. Oberhauser rief Freitagabend nicht zurück.

Zurück zu den Hauptabteilungsleitern: Im APA-Interview klingt Wrabetz nach Religionschef Gerhard Klein als TV-Wissenschaftschef - auch Klein bewarb sich nach. (fid, DER STANDARD; Printausgabe, 26./27.6.2010)

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