Schulfotos von Politikern, Wissenschaftern, Managern und Künstlern

25. Juni 2010, 22:23

DER STANDARD hat Politiker, Wissenschafter, Manager und Künstler um Schulfotos gebeten. Erkennen Sie Claudia Schmied am Klassenfoto? Oder Fritz Neugebauer, Renée Schroeder, Una Wiener, Ramesh Nair, Werner Faymann, Sigrid Maurer, Josef Pühringer, Maria Rauch-Kallat, Barbara Prammer, Peter Kampits, Veit Sorger, Deborah Sengl, Josef Zotter, Christoph Leitl, Robert F. Hartlauer, Ludwig Scharinger, Walter Eselböck, Erwin Wurm, Elke Krystufek, Erhard Busek, Franz Vranitzky, Josef Winkler, Ingela Bruner und Silvia Miksch?

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foto: standard/corn

Claudia Schmied

Claudia und die schlimmen Buben in der Schule

Seit ich Ministerin bin, denke ich wieder häufiger an meine eigene Schulzeit zurück und stelle fest, dass wir damals eine sehr, sehr schöne Zeit erlebt haben. Ich habe ein total positives Bild von meiner Schule. Vielleicht hängt das damit zusammen, dass es eine Schule im Aufbau war. Als ich dort begonnen habe, waren wir erst der zweite Jahrgang. Mit jedem Jahrgang neue Lehrer, neue Schüler. So bin ich in eine Schule des Aufbruchs hineingekommen und bin rundum zufrieden, so wie es war. Etwas hätte vielleicht anders sein können: Wir haben damals mit einer sehr engagierten Deutschprofessorin auch Theater gespielt, unter anderem auch Die schlimmen Buben in der Schule von Nestroy. Da wäre es interessant gewesen, mit wirklichen Theaterleuten zu arbeiten.

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Posting 1 bis 25 von 76
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re123
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das Ganze mal durchzuklicken und zu suchen ist eine schöne Beschäftigung für einen langweiligen Nachmittag mit Keks und Tee.

manfred bruckner
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macht einen wie mich fassungslos,

dass einer - man stelle sich vor, der ist dekan der fakultät für philosophie und bildungswissenschaft der uni wien - öffentlich meinungen vertritt, die vor 50 jahren schon reaktionär gewesen wären: das ist unfassbar - herr kampits, schämen sie sich!

Juvenal
00
29.6.2010, 16:10
Ramesh Nair

Ist das dieser schreckliche Handy-Werbungsinder ?

Na ja, als Tänzer braucht man wirklich kein Latein, schon eher Griechisch.

mstislav raskachlovitsch
00
29.6.2010, 07:28
zu Sigrid Maurer..........

...diese vordefinierten Einschätzungen ("der wird eh Tischler") gibt es leider nach wie vor - durch die damit einhergehende Beeinflussung der jeweiligen Schüler sind leider schon sehr viele fähige junge Menschen verloren gegangen..........

Juvenal
00
30.6.2010, 13:02

ist es nicht besser, es werden einige intelligente Menschen Tischler etc., als dass sie die Zahl der BWLer, Psychologen, Pädagogen unnötig vermehren?

kindamund
00
30.6.2010, 18:18
...

dagegen wäre nichts einzuwenden, wenn mit der beruflichen stellung nicht auch eine soziale positionierung einhergehen würde! die sich auf gehalt, Bildungsgrad, lebensoptionen etc. niederschlagende differenz von hand und kopfarbeit trägt doch mßgeblich dazu bei, dass alle akademiker sein wollen, nein MÜSSEN um einen einigermaßen freien lebensweg und möglichkeiten zur selbstgestaltung zu haben. was natürlich auch blödsinn ist, wenn man sich die lage der akademiker am arbeitsmarkt anschaut.

will heissen: solange arbeitsverhältnisse im kapitalismus mit macht- und herrschaftsverhältnissen korrelieren, solange "niederrangige" berufe auch eine soziale abqualifizierung bedeuten, verfehlt ihr abwiegelndes posting einfach vollkommen die realität

Heinz Anderle
 
00
28.6.2010, 21:19
Foto: privat. Aha. Die Klassenfotos...

... sehen freilich so aus, als ob sie von den üblichen Dilettanten mit Meisterbrief (= die Schulen zwangsbeglückenden Berufsfotografen) aufgenommen wurden. Trotz der sichtbar bescheidensten Schaffenshöhe schützt das "Urheberrecht" - wegen des Meisterbriefes - solche Elaborate bis 70 Jahre nach dem Erdendasein dessen, der sie auf dem Gewissen hat. Und solche Leider-Nein-Künstler können ganz schön kleinlich werden und finden dafür auch bereitwillige Anwälte, die solche Brosamen nicht verschmähen - hoffentlich ist sich die Redaktion dessen bewußt.

Dr. Heinz Anderle, boshafter Freigeist

silver.fish
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28.6.2010, 19:48

Kinder - und Jugenfotos find ich gut!
Doch Suchspiele auf Klassenfotos - sehr öd!

neusiedlersee
00
28.6.2010, 19:15
bin verwirrt....

beim ersten Blick auf das Foto vom jungen Leitl hab ich mir gedacht das ist ein Foto von Bertold Brecht.

na ja....

Blick Winkel
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28.6.2010, 09:26
@Hartlauer: "Wissen ist Macht" --> "Denken ist Macht"

Ein sehr interessantes Statement vom Herrn Hartlauer!

kindamund
00
30.6.2010, 18:28
und nochmal

schön wärs! worauf baut denken denn bitteschön auf? WOMIT, WODURCH denken wir? und vor allem, welches denken, das nicht als wissen anerkannt wird, hat irgendwelche gestaltungskraft und einfluss auf unser leben? seniore hartlauer hat zudem leicht reden: er hat sich sein brillen-imperium sicher nicht "erdacht" - und seine kinder, so er welche hat, werden eher was gscheites lernen/wissen sollen, als drauf loszudenken.
alles augenauswischerei! der falsche gegensatz von wissen und denken entspricht einer gesellschaftlichen realität, in der man garnicht denken KANN, weil man dann auf der stelle als "unpassender querkopf" zugrunde geht. stattdessen muss man alles über diesen wahnsinn WISSEN, um nicht zu denen gehören, die zermalmt werden

Blick Winkel
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"Das Auswendiglernen"

In den Schulen wird in vielen Fächen das sture Auswendiglernen forciert. Wer ein gutes Gedächtnis hat bekommt auch gute Noten. Das "Wissen" war früher den Reichen vorbehalten und war in zum Teil schwer zugänglichen Buchern "gespeichert".

Heutzutage kann man im Internet (Stichwort Wikipedia) innerhalb von Sekunden eine Unmenge an Wissen abfragen. Man muss geradezu von einer Wissensüberflutung sprechen. Und genau hier ist es wichtig, dass man die Fähigkeit hat Daten zu filtern, hinterfragen und daraus neues Wissen abzuleiten.

Genau deshalb finde ich seine Aussage so genial.

standardabweichung
00
28.6.2010, 09:21

leitl sieht aus wie ein regiekomsomolze brechts

PeterMehl
11
28.6.2010, 08:49
Wo ist Renée Schroeder?

eher schon... wer ist Renée Schroeder

isodora
21
28.6.2010, 00:58
Nun - ich habe bei mir selbst, bei unseren Kindern und auch bei meiner Frau das Folgende beobachtet, was heute weithin als "Soziale Kompetenz" hoch gelobt wird: ausnahmslos alle Kindergarten, Klassenfotos zeigen die Beliebten irgendwo im Mittelpunkt

der Aufnahmen, wie auch immer sich das ergeben haben mag.

Ich hätte bis heute also angenommen, dass auch Politiker irgendwie im Mittelpunkt gestanden wären.

KEIN EINZIGES der Fotos dieser wunderbaren Zusammenstellung (danke!) hat igendeinen oder irgendeine relevante politische Größe an interessanter Stelle auf solchen Fotos gezeigt.

Gut - ist ein Kriterium, das ich in Jahrzehnten entwickelt habe, eine Art sozialer These.
Nicht einmal Erhard Busek hat dieses Kriterium erreicht.

Aber dass kein und keine Einzige(r) irgendwie auf diesen Fotos im Mittelpunkt (im Zentrum des Beliebtheit) gestanden ist, empfinde ich als krass.

Schon etwas anders bei Nicht-Politikern: da waren zumindest 3-4, die in der Mitte gestanden sind.

1 Wolfgang 1
00
29.6.2010, 14:37
Gegentheorie

Die Schwächeren suchen den Schutz der Gruppe, die Stärkeren stehen für sich alleine...

Aber genug der Kuchlsoziologie.

Die Aufstellung für Klassenfotos wurden und werden doch eher durch Geschlecht ("die Mäderln vorne") und Größe festgelegt.

leondapro
01
28.6.2010, 15:05

Ich habe mir gerade meine Klassenfotos angeschaut. In der 2. Klasse Gymnasium, beispielsweise, war ich sehr beliebt. Ich bin aber zufällig relativ am Rand gestanden. In der 6. Klasse habe ich mich überhaupt nicht wohl gefühlt unter meinen Mitschülern, und bin zufällig genau in der Mitte gestanden.
Ich glaube eher, dass es damit zusammenhängt, wie sehr sich Menschen in den Vordergrund drängen, im Mittelpunkt sein wollen. (Zumindest,wenn ich von meinen Klassenfotos ausgehe.)
Und außerdem muss irgendwer ja auch in der Mitte stehen und irgendjemand muss auch am Rand stehen, da spielt der Zufall eine große Rolle.
Ein bisschen naiv erscheint mir Ihr Posting.

isodora
00
28.6.2010, 23:06
Also ich hab´ mir gedacht, ich würde die exakte Ursprungsbedeutung von "naiv" im Stowasser finden, eventuell auch im G-Moll. Fehlanzeigen. Dann das Ursprungslexikon, das behauptet, naiv komme aus dem Lateinischen und bedeute so etwas wie "unbefangen"

"natürlich", auch einfach.

Danke also für Ihr Kompliment.
Ich habe auch so in etwa 14-20 erteilte Patente, so ganz genau weiß ich das nicht, europäische, russische, WIPO, nationale, ...

Im übrigen bitte ich sie, 2 postings weiter unten weiter zu lesen.

Hier würde der Platz nicht mehr genügen. Außerdem halte ich wenig von un-sinnigen Wiederholungen.

Blick Winkel
10
28.6.2010, 09:37
Ein sehr interessantes Posting!

Die Antwort nach dem "Warum" liegt in der Fragestellung selbst begraben.

Die Frage darf nicht lauten "Warum stehen die Beliebten in der Mitte", sondern "Warum stehen die Unbeliebten am Rand der Gruppe".

Somit ist die Antwort ganz einfach. Die "Unbeliebten" stellen sich selbst automatisch an den Rand der Gruppe. Dabei muss man unterscheiden zwischen Personen, die sich mit Absicht selbst von der Gruppe abgrenzen (also Abstand halten) und Personen, die von der Gruppe ausgeschlossen werden (nicht im Kern dabei sein dürfen).

Anmerken muss man aber auch, dass gewisse Gruppenaufstellungen nach bestimmten Merkmalen (Größe, Geschlecht, Kleidung, ..) erfolgen und somit in manchen Fällen der Zufall bei der Aufstellung starken Einfluss hat.

isodora
10
28.6.2010, 16:06
Danke für Ihren profunden Kommentar.

Es ist nun so, dass ich diese meine Arbeit der (bildhaften) Verhaltens- und Sozialforschung und Aufstellung vor über 30 Jahren erstmals auch praktisch in der Umsetzung und Testung eingesetzt habe.
Ich hab´ darüber weder wissenschaftliche Aufsätze verfaßt noch publiziert.
Sondern einfach angewendet und getestet.
(Ich bin Marketing- und Werbeberater und habe die Erfahrung gemacht, daß Erkenntnisse, einmal veröffentlicht, dem Nutzen meiner Klienten nie wieder exklusiv in der Praxis-Arbeit zur Verfügung stehen. Also hab´ ich das sein lassen und lieber auf gute Arbeiten vorgelegt, die zielgenau verkauft haben und verkaufen).

Wir haben da ja ein breites Spektrum: Töne, Farben, Bilder, Gefühle - und der frequentierte Mix dieser Wahrnehmung

Der Strizzi von gegenüber
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28.6.2010, 00:38

Jössas die Kallat..

Famous Blue Raincoat
00
28.6.2010, 00:03
Bild 20

Deutsch und Geschichte sind Geisteswissenschaften? ... aha ...

Andronikos
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28.6.2010, 00:09
Ähm

Natürlich sind Germanistik und Geschichte Geisteswissenschaften... was denn sonst bitte? Naturwissenschaften? Sozialwissenschaften?? Wirtschaftswissenschaften???

pater hirni
00
29.6.2010, 17:03
ähm, zu meiner studienzeit gab es in wien noch die

international belächelte GRUWI (grund und integrativwissenschaftliche fakultät). philosophie war damals in wien zb keine geisteswissenschaft.

Karlgaard
00
29.6.2010, 13:40

Neuerdings nennen sie sich Kulturwissenschaften, da die intellektuelle Kapazität nicht ausreicht, um Geist von Gespenst zu unterscheiden.

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