Katholische Kirche fühlt sich verfolgt

25. Juni 2010, 15:45
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Bischofskonferenz protestiert gegen Entfernung von religiösen Symbolen aus öffentlichen Gebäuden - Regierung will Laizismus des Staates gegen religiösen Fundamentalismus stärken

Madrid - Als "kulturellen Selbstmord" kritisiert die spanische Bischofskonferenz (CEE) das in Spanien geplante Entfernen von "religiösen Symbolen" und damit auch von Jesus-Kreuzen aus allen staatlichen Schulen und Gebäuden. CEE-Sprecher Juan Antonio Martinez Camino erklärte nach Medienberichten vom Freitag, das Entfernen katholisch-christlicher Symbole aus Schulen, Krankenhäusern, Ministerien, Rathäusern und anderen öffentlichen Gebäuden sei Teil der "Verfolgung", unter der die katholische Kirche derzeit in Spanien leide. Das Kreuz aus dem öffentlichen Leben zu verbannen, sei gegen das Kreuz zu sein, so Camino weiter.

Die Verbannung "religiöser Symbole" aus staatlichen Gebäuden ist Teil eines geplanten Gesetzentwurfes zur Religionsfreiheit, der vergangenen Woche von der sozialistischen Regierung unter Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero in die Wege geleitet wurde. Der Gesetzentwurf, der den "laizistischen Charakter" des Staates verstärken soll und den die Regierung bereits in den kommenden Wochen zur Abstimmung vorlegen will, sieht auch vor, dass zukünftig bei Staatsakten auch keine katholischen Gottesdienste mehr gefeiert werden, um den "nicht religiösen Charakter" des Staates zu unterstreichen und eine Diskriminierung anderer Religionen zu verhindern. Zudem ist ein landesweites Burka-Verbot im Rahmen des Gesetzentwurfs vorgesehen. (APA)

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