STANDARD-Interview

"Bildung ist so wichtig wie Luft"

25. Juni 2010, 17:08
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    foto: standard/corn

    Der Bestsellerautor Manfred Spitzer kritisiert den Verwaltungsapparat im Bildungssystem und fordert autonome Schulen.

Manfred Spitzer ist ein scharfer Kritiker des Schulsystems - Was er als Gründe für die Krise der Bildung sieht: Ignoranz und Planlosigkeit.

Standard: Seit Jahren heißt es: Wir stecken in einer Bildungskrise. Die Schüler haben tatsächlich nicht mehr das Basiswissen wie vor zehn, zwanzig Jahren und scheitern immer öfter im Berufsleben. Haben Sie eine Erklärung dafür?

Spitzer: Wir sind so gewöhnt daran, dass jemand gebildet ist, dass wir es gar nicht mehr schätzen. Luft schätzen wir auch erst, wenn sie einmal nicht mehr da ist. Dazu kommt: Es ist in intellektuellen Kreisen schick geworden, wenig Ahnung von Naturwissenschaften zu haben und in Mathematik schlecht zu sein. Aber jeder, der in ein Flugzeug steigt, nützt die Ergebnisse von Wissenschaften und Technik. Das bedeutet: Wir ignorieren, auf welchen Schultern wir leben, dass das vor allem eine Kultur ist, die sich der Empirie verschrieben hat, die Studien macht, die es ganz genau wissen will - und die Naturwissenschaften dafür braucht. Eine Tatsache, die sich im Bildungsbereich noch nicht durchgesprochen hat. Da ist noch sehr viel beliebig. Nach dem Motto: Probieren wir das mal. Wenn die Kinder dadurch nicht besser in der Schule werden, dann sehen wir das schon. Auf Empirie wird gepfiffen. Es ist also eine Mischung aus Kultur-, Technik- und Wissenschaftspessimismus, gepaart mit sagenhafter Arroganz, die für die Misere verantwortlich ist.

Standard: Wie äußert sich diese Trial-and-Error-Haltung im Bildungsbereich?

Spitzer: Dafür gibt es leider unzählige Beispiele. Schauen Sie sich den Umgang mit Computern an. Man erhoffte sich, dass die Schulleistungen durch die Einführung von Computern an den Schulen besser werden. Das Gegenteil ist der Fall. Die Leistungen werden schlechter. Wenn man Informationstechnik einführt, sollte ein klares Konzept dahinterstehen. Das gab es bisher nicht. Die Lehrer konnten gar nicht wissen, was sie mit den Computern tun sollten. Die Schüler wussten es schon. Sie veranstalteten LAN-Partys, vernetzten die Computer und spielten von Freitag bis Montagfrüh "Egoshooter" , sie lernten also Abschießen.

Standard: Ihre Vorbehalte gegen Computer sind nicht neu. Tatsache ist, dass man im Arbeitsalltag aber nicht mehr ohne auskommt. Warum sollte die Schule dann nicht mit Computern arbeiten?

Spitzer: Viele sagen: Der Spitzer hasst Computer. Das stimmt aber nicht. Ich brauche meinen Computer täglich zur Arbeit. Kaum ein Schüler benutzt den Computer jedoch ausschließlich zum Vokabellernen. Für den Umgang mit der Informationstechnik braucht man Vorwissen, das einem ermöglicht, die Dinge zu beurteilen, und man braucht eine gereifte Persönlichkeit, die bereits fest in unserer Kultur verankert ist.

Standard: Wie meinen Sie das?

Spitzer: Kultur ist die Software, die auf der Hardware Gehirn läuft. Sie hinterlässt Spuren, und sie verändert unser Gehirn, je nachdem wie wir die Software verwenden. Wenn wir zum Beispiel ständig multitasken, dann werden wir unaufmerksam. Wir können uns nur mehr schwer auf eine Sache konzentrieren. Das betrifft vor allem Schüler und Studenten, die mit diversen mobilen Geräten aufgewachsen sind. Londoner Bibliothekare haben analysiert, wie der Bibliothekskatalog in Abhängigkeit vom Alter benutzt wird. Normalerweise geht man von einer Quelle aus und kommt dorthin zurück, wenn man nicht mehr weiter weiß. Junge Benützer freilich klicken wahllos, sie kommen nicht zu einer guten Quelle zurück. Und wenn sie nicht mehr weiter wissen, dann hören sie einfach auf.

Standard: Fehlen ihnen da die Grundlagen für intelligente IT-Nutzung, oder haben sie vielleicht nur ein anderes Nutzerverhalten?

Spitzer: Das eine ergibt sich aus dem anderen. In den Schulen werden viele Fächer vernachlässigt. Musik, Theater, Sport. Wissen Sie, dass Kinder, die Theater spielen, als Erwachsene überhaupt kein Problem haben, sich und ihre Arbeit zu präsentieren? Stattdessen werden Schüler genötigt, ihre Referate mit öden Powerpoint-Präsentationen zu halten, obwohl jeder weiß, dass bei dieser Art der Präsentation wichtige Informationen auf der Strecke bleiben.

Standard: Warum werden diese Fächer vernachlässigt?

Spitzer: Möglicherweise glaubt man, dass diese Fächer für den schnellen Erfolg nicht wichtig sind. Dass sie für die Persönlichkeitsbildung ganz entscheidend sind, wird leider vergessen. Vielleicht biedert man sich an die Industrie an. Doch die tut sich auch nichts Gutes, wenn sie glaubt, so schnell Leute zu bekommen, die in ihrem Job gut sind. In Bildungsfragen muss man ganz einfach die langfristige Perspektive einnehmen. Nur so zeigt sich, wie sich Investitionen in Bildung am besten rechnen - und zwar je früher man sie macht. Es gibt eine Studie aus dem Jahr 2006, publiziert im Fachmagazin Science, die das besagt. Also sollte man vor allem in Kindergärten die Euros investieren. Da gibt es eine Rendite von acht bis13 Prozent. Nicht so schlecht, oder? Besser, als dann Milliarden in Umschulungsmaßnahmen zu stecken.

Standard: Politiker fordern mehr Maturanten. Ist das der richtige Ansatz, um wieder aus der Krise zu kommen?

Spitzer: Es kommt darauf an, wie die Forderung umgesetzt wird. Schlecht ist, wenn es heißt: Aus diesem Jahrgang brauchen wir aber mindestens 50 Prozent Maturanten. Das kann nur zur Folge haben, dass das Niveau sinkt, dass viele durchgelassen werden, die kein Maturaniveau haben. Sie müssen davon ausgehen: Je nivellierender der Unterricht ist, desto schlechter ist er. Wenn Schule gut ist, dann fördert sie jeden ohne Ausnahme in unterschiedlicher Weise. Dann aber zeigt sich der Unterschied. Und den gibt es: Es gibt Begabte und Unbegabte. Lehrer sind oft überfordert, wenn sie das den Eltern sagen müssen, und lassen es lieber, statt die Sache in die Hand zu nehmen.

Standard: Kritisieren Sie das Lehrerengagement? Gibt es viele, die überfordert sind?

Spitzer: Das kann ich nicht sagen. Es gibt jedenfalls viele, die sich überfordert fühlen und Burnout haben. Mehr als in anderen Berufen ist das für Lehrer bezeichnend. Studien haben aber gezeigt, dass die Häufigkeit von Burnout bei Lehramtsstudenten genauso hoch ist wie bei Lehrern, die lange im Beruf sind. Daraus muss ich schließen: Die meisten, die ausgebrannt sind, die haben auch nie wirklich gebrannt. Auffallend ist auch, dass vor allem diejenigen Burnout haben, die sich ihrer Berufswahl nicht sicher waren und vielleicht nicht die ideale Wahl getroffen haben.

Standard: Wie schaut die ideale Schule aus?

Spitzer: Solange Schulen nach dogmatischen Prinzipien geführt werden, können sie keinen Erfolg haben. Das gilt auch für alternative Schultypen. Wenn Buben mit bunten Bändern herumhopsen müssen, obwohl sie das vielleicht abscheulich finden, dann ist das Humbug. Ohne Dogmen funktioniert alles besser. Das fängt in der Verwaltung an. In Schweden zum Beispiel stellt die Schule den Lehrer an. In Deutschland wird er von Amts wegen zugewiesen und kann wegen Unfähigkeit niemals gekündigt werden. Es braucht autonome Schulen, die sagen können, was sie tun wollen, mit wem sie es tun wollen und wie sie die Kinder zum Ziel bringen wollen. Der gigantische Verwaltungsapparat in der Mitte, der in Deutschland das Schulsystem lähmt, ist völlig unnötig. Und es braucht Lehrer, die den Schülern sagen: Wir müssen diesen Stoff machen. Ihr sagt mir, wann ihr so weit seid, um eine Prüfung abzulegen. Es hat sich herausgestellt, dass die Kinder viel schneller sind, wenn sie selbst entscheiden können. (Peter Illetschko, DER STANDARD, Printausgabe, 26./27. Juni 2010)

Zur Person:

Manfred Spitzer (52) ist seit 1998 ärztlicher Direktor der psychiatrischen Universitätsklinik in Ulm und leitet das Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen. Er ist Autor zahlreicher Bücher. Zuletzt: "Medizin für die Bildung. Ein Weg aus der Krise" (Spektrum, 2010)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 30
1 2
Ich gebs zu
00
16.7.2010, 18:41
Erstens dürfte Manfred Spitzer -- dessen Kommentare ich sonst sehr schätze --

die Literatur zum Thema Computer in der Schule nicht rezipiert haben. Sonst wüsste er, dass die Einführung von so genannten Notebook-Klassen durchaus produktiv war -- wenn man ausreichend und rechtzeitig in die notwendige Lehrerbildung investierte.

Zweitens bezieht er sich natürlich auf das deutsche Schulwesen, das in wesentlichen Punkten dem österreichischen nicht sonderlich ähnlich ist.

Orbit Ohne Zucker
00

Wo steht das denn? Außer in ihrem Kommentar

patmos
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All-In-One Diagnose:
De Lehra san schuid! De Lehra san schuid! De Lehra san schuid!

f.j.neffe
 
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Unterrichtsvollzug bietet keine Lebensperspektive

Griech. NOMOS = das GESETZ. Wenn Schulen autonom werden sollen, müsste dort zumindest mal jemand wissen, was das auf deutsch heißt. Schulen sind - wie das die neue Ich-kann-Schule zeigt - nichts weiter als Unterrichtsvollzugsanstalten. Alle - Lehrer wie Schüler wie Eltern - sind dort städnig gesteigerten Zwängen unterworfen und haben im Grunde die Nase voll davon ohne einen Ausweg zu sehen. Folglich ist Schule ein einziges Gewurstel.
Die Kräfte werden lenkbar, wenn man wie in der IKS von DR$UCK auf ZUG wechselt. Wenn die ErZIEHung nicht mehr ErDRÜCKung ist sondern sich was einfallen lässt, was zieht. Nachbar Spitzer zeigt schon in die richtige Richtung.
Ich grüße freundlich.
Franz Josef Neffe

Prolet
00
29.6.2010, 18:35
Darum ist Bildung für manche einfach Luft!

Susanne81
02
27.6.2010, 17:59
Die eigentliche Probleme werden verschwiegen

Es gibt auch noch andere Gründe, warum Schüler, wenn sie aus der Schule kommen, nichts können.









Ein Problem wird verschwiegen und das lautet folgendermaßen. Laut Auskunft meines Sohnes (13) ist es in vielen Stunden nur laut, fast alle schwätzen, einige spielen Karten, laufen in der Klasse herum, usw., so dass auch die, die zuhören würden, nicht einmal verstehen, was der Lehrer/ die Lehrerin sagt. Dass dann am Schluss nur die etwas können, die den Stoff von Nachhilfelehrern oder ihren Eltern eingepaukt bekommen haben, braucht einen nicht zu wundern. Während im Sportverein jeder der Meinung ist, dass nur durch diszipliniertes Training (=Lernen) Leistung möglich ist, ist dem in der Schule nicht so und daran krankt's.

sam duke
01
27.6.2010, 18:18
disco

ich lerne. kommt aus dem lateinischen. davon kommt auch das wort disziplin.
mich wundert nicht, dass die männer vor den genderhasen flüchten. sie haben zwar teure hosenanzüge, die undies sind aber voller gelber flecken und stinken.

bad user
00
27.6.2010, 11:10
Prinzipiel guter Artikel

Bis auf die Aussage: "Sie veranstalteten LAN-Partys, vernetzten die Computer und spielten von Freitag bis Montagfrüh "Egoshooter" , sie lernten also Abschießen."

Obwohl ich keine Egoshooter spiele, bin ich davon überzeugt dass sich dabei auch taktisches Denken, Teamfähigkeit, Reaktionsgeschw., Kommunikation im stressigen Umfeld, ... erlernen lässt.

Auf alle Fälle besser als beim Alkoholiker-Verein Bundesheer ...

W. Müller
 
00
26.6.2010, 18:02
Ein kluger Mensch.

Respekt.

Kelborn
00
26.6.2010, 11:13
Der Mann kann was....

man sollte seine Bücher lesen http://amzn.to/dvqqav
Das der Medienkonsum unsere Kinder verdummt ist kein Geheimnis. Wie das aber im Gehirn vor sich geht zeigt Spitzer sehr anschaulich. Auch sein Buch über Bildung ist interessant zu lesen...

srinivasa
01
26.6.2010, 18:59
Absolut!

Bin Lehrer und ein Fan von Spitzer´s Büchern. Die sollten zur Pflichtlektür für so manche Berufsgruppen werden.

olga dannen
00
26.6.2010, 12:40
Moment!

Spitzer ist als Gehirnforscher ein medienkompetenter und zweifellos hervorragender Kopf. Allerdings ein Bewahrpädagoge. Medienkultur und kritisches Denken mag er nicht so gerne. Das Lustvolle ist nicht sein Ding. Vor welchen Gefahren wir uns immer zu schützen haben – und was wir nicht immer alles falsch machen! Er ist so etwas wie der Zwillingsbruder vom FAZ Herausgeber Frank Schirrmacher. Sie alle haben Schwierigkeiten mit dem „x“ – welch eine Gefahr! Irgendwie muss man sich entscheiden: Entweder man versucht die Leute einzuschüchtern oder die Ermächtigung beim Lernen in den Vordergrund zu stellen. Die mächtigen Kronenzeitungen und Bildzeitungen stehen ja bekanntlich nicht gerade auf Seiten der Aufklärung, wir LehrerInnen schon.

gastrosoph
21
26.6.2010, 16:51
Lehrer - Aufklärung?!

Habe ich da was versäumt. Wenn ich da in meinen Bekanntenkreis schau, mit denen ich diskutiere... Sind auch einige Lehrer dabei. Fern von Aufklärung und Wille zur Veränderung. Und das sollte eigentlich sein, oder muss jeder Rasen die gleiche Grashalmlänge aufweisen? Vorbilder sucht sich die Jugend anderswo - und das war mal anders.

gastrosoph
00
26.6.2010, 06:37
Interessante Aussagen

vom anerkannten Hirnfoscher. Nur die Wirklichkeit ist halt eine andere als die Realität.
Nolan: John, der Lehrplan steht fest! Er hat sich bewährt und ist effektiv. Wenn Sie ihn in Frage stellen, könnten die Jungs daselbe tun.
Keating: Ich hab' immer geglaubt, Erziehung hätte selbständiges Denken zum Ziel.
Nolan: Bei Jungen dieses Alters? Niemals! ... Tradition, John! Disziplin! ... Bereiten Sie sie auf´s College vor, dann wird sich alles andere auch einstellen.
Aus: Der Club der toten Dichter.
Wer in der Schule in Mathematik schlecht ist, scheitert unter Umständen an sprachlichen Barrieren; und wer kein Sport betreibt schlägt eben mal Mitschüler zusammen.

komajo
132
25.6.2010, 18:34
Wieder einExperte

Hat nie unterrichtet, weiß nicht, dass es Lehrpläne gibt, an die sich ein, in egel welchem Verhältnis stehender, Lehrer zu halten hat und dass der Output immer abhängig ist vom Input. Aus einem Dackel kann die beste Schule keinen Windund machen. Bedenklich sind auch seine Verweise ins Ausland. In Deutschland gibt es Unteschiede genug. Diese zu analysieren und zu werten ist für ihn eine scheinbar zu große Aufgabe. In Österreich gab es schon einmal eine Gesamtschule (Volksschule von Klasse eins bis sechs bzw. acht) und einen Schulstuhl ( wo der Gemeinderat, die Direktoren und Lehrer anstellte).
Er soll uns einmal erklären, warum wir nun plötzlich zurück in die gute alte Zeit wollen.

spoiled ballot
00
26.6.2010, 22:13
gut, wenn du das interview nicht mal liest

kann man auch nicht erwarten, dass du etwas über den interviewten und seiner arbeit weißt.

das angstbeißen macht mir aber angst, vor allem weil du vermutlich lehrer bist.

komajo
00
27.6.2010, 05:59
Lieber Ausgekochter

Ich habe das Interview gelesen und glaube auch zu wissen, was Bildung ist. Bildung, die der Artikelverfasser als geringwertig erachtet. Werte zu erkennen und hochzuhalten hat mit Angstbeißen nichts zu tun. Bildung ist ein rares Gut geworden. Das macht nachdenklich.

Kelborn
02
26.6.2010, 11:23

nichts verstanden, gell?

m.E. sollte jeder der Lehrer werden will erst nach 5 Berufsjahren in einem "normalen" Berufsfeld" der privatwirtschaft Lehrer werden können. Der Vorteil liegt auf der Hand: 1. Man hat die Welt "da draußen" kennen gelernt und weiß wie es wirklich abgeht. Und 2. lernt man die vielen Vorteile des Lehrerberufes wirklich zu schätzen.

Wenn ich mich an meine besten Lehrer erinnere, waren das alles Leute die vorher lange in "normalen Berufen" tätig waren. Mein Chemielehrer konnte viel aus der Praxis plaudern und wusste immer eine Antwort auf die Frage: "wozu brauch ich das?"

woswoasios
01
28.6.2010, 12:45
Nach Ihrer Logik wären ...

die Berufschullehrer die besten Lehrer unseres Landes.

Leider ist die Realität nicht so einfach.
Es gibt Spitzenlehrer, die noch nie etwas anderes wie die Schule gesehen haben, und Lehrer die die Welt da draußen kennen (leicht polemisch oder?), die nichts taugen.

Ein Lehrer, der beide Welten (die sich nicht so unterscheiden, wie Sie meinen) kennt.

komajo
10
27.6.2010, 06:14
Kann es nicht sein,

dass Ihr verehrter Chemielehrer in den "geschützten" Bereich geflüchtet ist? Wohl kein gutes Beispiel für eine erfolgreiche Chemikerlaufbahn.
Der Herr Spitzer glaubt zu wissen, dass die Schule besser würde, wenn das Prinzip der Lehreranstellung geändert würde. Ich habe auf den alten Schulstuhl verwiesen. Wissen Sie, was das ist, und warum man davon abgekommen ist?
nichts verstanden, gell?

spoiled ballot
01
26.6.2010, 04:16
bist auch schon ausgebrannt?

komajo
40
26.6.2010, 06:35
Abgebrannt nicht ausgebrannt

Immer die gleichen Argumente am Kern der Sache vorbei deuten auf ein Nichtvorhandensein von Einsicht und Verständnis für die wirklichen Probleme der österreichischen Schule.

DRIVER 8
17
25.6.2010, 20:29

Es soll auch Leute geben, die noch nie ein Ei gelegt haben und trotzdem wissen, wenn eines faul ist. Und unser Schulsystem ist oberfaul. Es ist extrem teuer und ineffizient.
Davon abgesehen kann man davon ausgehen, daß Lehrpläne auch in Schweden und anderen skandinavischen Staaten bekannt sind. Und daß z. B. das finnische Schulsystem wesentlich bessere Ergebnisse bringt als unseres, ist nun mal eine Tatsache.
Was das mit der "guten alten Zeit" zu tun haben soll, wissen wohl nur Sie.

komajo
50
26.6.2010, 06:46
Auch ein Experte?

Einmal die Schule von innen gesehen und daher für ein Leben lang Experte in Sachen Schule.
In der guten alten Zeit unterrichtete ein Lehrer bis zu fünfzig Kinder in einer Klasse mit mehreren Jahrgangsstufen. In Finnland und auch zunehmend bei uns sind es weniger als ein Dutzend im Schnitt. Auch damals haben Kinder akademische Bildungswege gemeistert, sicher weniger als heute, was aber weniger mit Schule an sich zu tun hat sondern eher mit der gesellschaftlichen Prosperität.
Wenn Sie das nächste Mal in Finnland sind, dann schreiben Sie uns bitte eine Karte mit einem prozentuellen Vergleich der Bildungskosten einer graduierten Laufbahn im Zusammenhang mit den Lebenskosten beider Länder.

Paul Achatz
 
03
26.6.2010, 09:43

"Auch ein Experte?
Einmal die Schule von innen gesehen und daher für ein Leben lang Experte in Sachen Schule."
Billige Polemiken sind meiner Meinung nach fehl am Platz. Geht nämlich genauso auch anderherum:
"Nie was anderes als die Schule gesehen? Und will andere au das Leben vorbereiten?"
"Einmal im Leben die Seite des Katheders gewechselt?"

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